Bundesverdienstmedaille

Wirtschaftsministerin überreicht Bundesverdienstmedaille an Kurt Josef Lacher

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, hat Kurt Josef Lacher im Rahmen einer Feierstunde die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht

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Übergabe der Verdienstmedaille an Herrn Kurt Lacher

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, hat Kurt Josef Lacher im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus der Gemeinde Bodelshausen heute (27. Februar) die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht, die ihm von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehen worden war.

Kurt Josef Lacher wurde für sein langjähriges berufliches und ehrenamtliches Engagement für familienbewusste Kommunen und familienbewusstes Verwaltungshandeln ausgezeichnet.

Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut würdigte Lacher in ihrer Laudatio als „Persönlichkeit, die tiefe Spuren hinterlassen hat, in Bodelshausen und weit darüber hinaus.“ Sie sagte weiter „Dass die Gemeinde Bodelshausen zum dritten Mal die Auszeichnung ‚Familienbewusste Kommune Plus‘ erhalten hat, verdankt sie ganz wesentlich Ihrem Wirken“. Kurt Josef Lacher habe als Hauptamtsleiter der Gemeinde Bodelshausen recherchiert und Anregungen aus der Bürgerschaft aufgegriffen, was sie von einer familienfreundlichen Kommune erwarten. Diese mündeten später in die „Handreichung familienfreundliche Kommune“. Diese intensive Recherche habe die Leidenschaft des ehemaligen Hauptamtsleiters für das Thema geweckt, so die Ministerin.

Lachers Engagement für Familien in Kommunen setzte sich in der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Familie Baden-Württemberg im Jahr 2004 fort. Als Mann der ersten Stunde übernahm Kurt Josef Lacher schließlich im Jahr 2016 die Geschäftsleitung der Arbeitsgemeinschaft und wandelte diese in einen eingetragenen Verein um. Unter seiner Leitung wurde eine Unternehmensgesellschaft für das Qualitätsprädikat „Familienbewusste Kommune“ gegründet, deren Geschäftsführung Lacher später übernahm. „Die Entwicklung dieses Qualitätsprädikates war lange Zeit das Herzstück Ihrer ehrenamtlichen Arbeit“, lobte die Ministerin. Im Jahr 2015 konnte das Qualitätsprädikat „Familienbewusste Kommune Plus“ erstmals landesweit ausgeschrieben werden – wobei das „Plus“ für die Vernetzung mit der lokalen Wirtschaft steht. Hoffmeister-Kraut dazu: „Sie haben erkannt, dass die Lebensqualität für Familien in den Kommunen zu verbessern nicht nur eine politische, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und dafür möglichst viele Akteure ins Boot zu holen sind.“

Die zweite große Leidenschaft von Kurt Josef Lacher sei, so die Ministerin, die Pflege der Heimatgeschichte. Und auch hier liege der Ursprung in der Tätigkeit Lachers als Hauptamtsleiter der Gemeinde Bodelshausen – genauer in der Planung der Feierlichkeiten zum 900-jährigen Jubiläum der Gemeinde im Jahr 2000. Mit einer kleinen Gruppe von heimatgeschichtlich Interessierten, arbeitete Lacher nicht nur an der Erstellung eines Heimatbuches der Gemeinde mit, sondern beteiligte sich auch an der Konzeption, Einrichtung und Unterhaltung der heimatgeschichtlichen Sammlung der Gemeinde sowie eines Geschichtspfades.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betonte, dass es Menschen gäbe, denen der Dienst am Gemeinwohl schon in die Wiege gelegt sei und stellte fest, dass Kurt Josef Lacher ein solcher Mensch sei. Schon als Jugendlicher sei er etwa bei der Jugendabteilung der Feuerwehr Bisingen aktiv gewesen, wo er später als Ausbilder tätig war.

Die Wirtschaftsministerin sagte weiter: „Zukunftsfähig sind Kommunen gerade im ländlichen Raum vor allem dann, wenn sich junge Familien dort wohlfühlen. Sie, lieber Herr Lacher, haben es sich zu einer Lebensaufgabe gemacht, Kommunen im Land dafür zu sensibilisieren. Gerade in Bodelshausen haben Sie damit bleibende Spuren hinterlassen. Das familienfreundliche Profil ist heute das Markenzeichen der Gemeinde. Mit Ihrem großen ehrenamtlichen Einsatz haben Sie viel dazu beigetragen, familienbewusstes Verwaltungshandeln zu fördern und voranzubringen und sich auch Verdienste um unser Gemeinwesen erworben. Dafür darf ich Ihnen die von Bundespräsident Steinmeier verliehene Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen. Herzlichen Glückwunsch dazu!“

Zur Verdienstmedaille

Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde 1951 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet und wird für besondere politische, wirtschaftliche oder geistige Leistungen verliehen.

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