Förderung

Wirtschaftsministerium fördert Forschungsvorhaben „Regenerative Kraftstoffe im Einsatz für elektrifizierte Fahrzeuge und eine emissionsarme Mobilität“ mit rund 1 Million Euro

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Mit rund 1 Million Euro fördert das Wirtschaftsministerium im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft der Landesregierung mit Mitteln der Landesinitiative Marktwachstum Elektromobilität das Forschungsvorhaben „Regenerative Kraftstoffe im Einsatz für elektrifizierte Fahrzeuge und eine emissionsarme Mobilität“ der Projektgruppe Neue Antriebssysteme NAS am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT, Karlsruhe, des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM, Freiburg sowie der Hochschule Karlsruhe.

„Den Weg zur emissionslosen Mobilität wollen wir technologieoffen beschreiten. Gerade für die Zuliefererindustrie in Baden-Württemberg ist der Hybridantrieb eine große Chance, den Transformationsprozess in der Automobilindustrie einzuleiten und sich auf diesen Weg zu machen. Hybridantriebe werden aber mittel- und langfristig nur dann gesellschaftlich akzeptiert und mittelfristig gesetzeskonform sein, wenn diese klimaneutral und lokal ohne Schadstoffbelastung betrieben werden können. Hierfür bieten synthetische Kraftstoffe ein enormes Potenzial“, erläuterte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Mittwoch (15. November) im Zusammenhang mit der Projektbewilligung.

Informationen zum Projekt
„Der Vorteil bei der Verwendung von synthetischen Kraftstoffen – also Kohlenwasserstoffen aus regenerativen Energiequellen – liege im zeitlich geschlossenen Kohlenstoffkreislauf. Bei seiner Herstellung werde also genauso viel Kohlendioxid gebunden, wie bei der Verbrennung wieder freigesetzt wird“, so die Ministerin. Ein weiterer Vorteil sei, dass diese Kraftstoffe gegenüber denen aus Biomasse weniger stark die Landnutzung änderten und damit hinsichtlich des Aspekts der globalen Nahrungsmittelverteilung ethisch vertretbar seien. Außerdem lasse sich mit diesen Kraftstoffen die bereits bestehende Infrastruktur wie das Erdgasvertriebs- und das Tankstellennetz weiter nutzen.

Beim Einsatz dieser synthetisch gewonnenen Kraftstoffe in Verbrennungsmotoren sei jedoch zu berücksichtigen, dass sich ihr Zünd- und Verbrennungsverhalten deutlich von dem konventioneller Kraftstoffe unterscheiden kann. Gleiches gelte für das Abgasemissionsverhalten. Dies bedeute, dass über entsprechende, zum Teil auch konstruktive Veränderungen, optimale Voraussetzungen in den zum Einsatz kommenden Verbrennungsmotoren geschaffen werden müssten. Ziel des Forschungsvorhabens sei daher die Kopplung der Disziplinen Motorkonstruktion, ottomotorische Verbrennung, Tribologie sowie Korrosion. Dabei muss auch die Umsetzung der geänderten Betriebs- und Randbedingungen auf den verbrennungsmotorischen Betrieb und dessen Wirkungsgrad bewertet werden.

Hoffmeister-Kraut: „Für unsere Hersteller und Zulieferer heißt das konkret, in der Optimierung des Verbrennungsmotors nicht nachzulassen.“

 

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