Auszeichnung

Wirtschaftsministerium und Landessportverband zeichnen 21 Unternehmen als „Partnerbetrieb des Spitzensports“ aus

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Gruppenbild mit Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Auszeichnung von 21 Unternehmen, kommunalen Einrichtungen und Verbänden als „Partnerbetrieb des Spitzensports“ (Foto: Landessportverband Baden-Württemberg)

Gleich 21 Unternehmen, kommunale Einrichtungen und Verbände aus dem Südwesten wurden am 3. April 2017 vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und vom Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) als „Partnerbetrieb des Spitzensports“ ausgezeichnet. Im Rahmen einer Verleihfeier im Kunst-Turn-Forum in Stuttgart überreichten Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, LSV-Präsidentin Elvira Menzer-Haasis und Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Stelen und Urkunden an die Unternehmen.

Die Partnerbetriebe werden dafür ausgezeichnet, dass sie Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern ermöglichen, ihre Leistungssportkarriere mit einer Berufsausbildung, Beschäftigung oder einem Dualen Studium zu vereinbaren, indem sie die Athletinnen und Athleten beispielsweise für Trainingszeiten oder Wettkämpfe freistellen oder die Streckung der Ausbildungszeit ermöglichen. Von den Sportlerinnen und Sportlern in den diesjährigen Partnerbetrieben absolvieren insgesamt 16 eine Ausbildung, drei ein Duales Studium und fünf sind fest angestellt.

„Unsere Initiative hat sich hervorragend entwickelt. Das liegt vor allem daran, dass wir viele Partner haben und zusammen mit dem Landessportverband und der Wirtschaft an einem Strang ziehen“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Angesichts der Anforderungen an unsere Ausbildungsberufe brauchen wir noch mehr leistungsstarke Jugendliche, die sich für eine Berufsausbildung mit ihren Karrierechancen entscheiden. Von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern die eine Ausbildung machen, kann eine positive Signalwirkung ausgehen. Zudem sind sie in der ganzen Welt Botschafter für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg. Deshalb ist mir als Wirtschaftsministerin die Initiative sehr wichtig.“

„Dass wir in diesem Jahr insgesamt 21 Unternehmen auszeichnen, zeigt, dass immer mehr Unternehmen bereit sind, unseren Athletinnen und Athleten bereits während der sportlichen Laufbahn eine duale Karriere zu ermöglichen und damit nach ihrer aktiven Zeit eine berufliche Perspektive zu bieten“, ergänzte LSV-Präsidentin Elvira Menzer-Haasis. „Die Unternehmen haben erkannt, dass sie von den Soft Skills der Sportler – wie Ausdauer, Teamfähigkeit und Fairness – einen hohen Nutzen ziehen können. Egal ob Sportler oder Unternehmen: Alle Beteiligten an der Initiative ´Partnerbetriebe des Spitzensports` profitieren nachhaltig.“

Dirk Schimmelpfennig würdigte die Aktivitäten Baden-Württembergs: „Die Initiative hat bundesweit Vorbildcharakter und funktioniert vor allem regional. Wichtig ist, dass Betriebe gefunden werden, die bezüglich der individuellen Förderung und der Trainingsstätten in Athletinnen- und Athletennähe sind.“

Partnerbetriebe des Spitzensports

Um „Partnerbetrieb des Spitzensports“ zu sein, müssen die Unternehmen, kommunalen Einrichtungen und Verbände einer Spitzensportlerin oder einem Spitzensportler aus Baden-Württemberg einen Ausbildungsplatz in einem anerkannten Beruf oder im Rahmen eines dualen Studiums oder einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen. Die Sportlerinnen und Sportler müssen einem Bundeskader oder einem deutschen Nationalteam – selbstverständlich auch des paralympischen Sports – angehören.

Zielsetzung der Initiative ist es, die baden-württembergische Wirtschaft noch stärker dafür zu gewinnen, leistungssportfreundliche Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler zur Verfügung zu stellen. Es soll möglich sein, Ausbildung und Beruf mit den Erfordernissen des Leistungssports zu vereinbaren. Dies kann beispielsweise bedeuten, Athletinnen und Athleten während der Ausbildung für Wettkämpfe freizustellen, ihnen die Möglichkeit zu geben, Ausbildungsinhalte nachzuholen oder ihre Arbeitszeit flexibel zu gestalten.

Die Auszeichnung „Partnerbetrieb des Spitzensports“ vergeben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und der Landessportverband Baden-Württemberg 2017 zum vierten Mal. Insgesamt wurden bisher bereits mehr als 60 Unternehmen, kommunale Arbeitgeber und Vereine als Partnerbetriebe des Spitzensports ausgezeichnet.

Kooperationspartner der Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und des Landessportverbandes Baden-Württemberg sind die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern des Landes, der Landesverband der Freien Berufe, die Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberver-bände und die kommunalen Landesverbände sowie das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport und die Olympiastützpunkte des Landes.

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