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Workshop „Städte pflegen - Denkmal planen“ des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz und des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft in Offenburg

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Die Verknüpfung von Stadtentwicklung und Denkmalpflege steht im Mittelpunkt eines Workshops, zu dem das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz und das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Städte pflegen - Denkmal planen“ in dieser Woche nach Offenburg eingeladen hatten. Dabei diskutierten Stadtplaner, Denkmalpfleger, Architekten, Wissenschaftler und interessierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam, wie die Denkmalpflege und die Weiterentwicklung bestehender Bauten in die aktuellen Planungsprozesse der Stadtentwicklung eingebunden werden können.

„Die konstruktive Zusammenarbeit von Stadtplanung und Denkmalpflege ist bei der Stadtentwicklung sehr wichtig“, sagte Ministerialdirektor Guido Rebstock vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft am 15. Oktober 2015 in Offenburg. „Denn in aller Regel muss ein Denkmal in seiner Umgebung betrachtet und eingeordnet werden.“ Viele gelungene Beispiele im Land würden zeigen, dass dabei das Alte auch durch Neues ergänzt oder erweitert werden könne.

Rebstock hob die Unterstützung des Landes bei der städtebaulichen Erneuerung und Entwicklung sowie bei denkmalpflegerischen Maßnahmen hervor: „Im Rahmen der Städtebau- und Denkmalförderung stellt das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft allein im Jahr 2015 rund 220 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.“

Der Leiter der Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, Dr. Uwe Koch, betonte: „Erfolgreiche Stadtentwicklung und erfolgreiche Denkmalpflege gehören zusammen, sie stützen und verzahnen sich. Die Diskussionen in Offenburg bieten dafür eine gute Gelegenheit.“

In einzelnen Foren gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops in Offenburg unter anderem der Frage nach, wie mit erhaltenswerter Bausubstanz umgegangen werden kann, die nicht unter Denkmalschutz steht. Auch die städtebauliche Integration veränderter Handelsformen und neuer Wohnformen in historischen Innenstädten spielte eine Rolle. Nicht zuletzt setzten sie sich mit der Frage auseinander, wie eine interne und externe Kommunikation zwischen Stadtplanung, Stadtentwicklung, Denkmalpflege und weiteren Partnern als transparenter Dialog gelingen kann.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz:
Der Workshop, wie er nun in Offenburg stattfindet, ist seit 2013 ein erfolgreich praktiziertes Format des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz. Er findet einmal im Jahr an wechselnden Austragungsorten statt. Die AG Denkmalpflege, Stadtentwicklung und Umwelt des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz lädt unter der Schirmherrschaft des jeweiligen Gastgeberlandes dazu ein.

Ziel der Workshopreihe „Städte pflegen – Denkmal planen“ ist es, starke und erfolgreiche Allianzen für Stadtentwicklung und Denkmalpflege zu befördern. Das Wortspiel im Titel der Reihe steht für die notwendige Verzahnung der Akteure und Fachdisziplinen. Sie ist Voraussetzung, um bauliches Erbe zu bewahren und zugleich Raum für Neues zu schaffen.

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