Gespräch

Zweites „Wirtschaftsgespräch Russland“ in Stuttgart

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Im Rahmen des zweiten „Wirtschaftsgesprächs Russland“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg kamen am 20. Februar 2017 Expertinnen und Experten der Bundesregierung, aus Russland und Baden-Württemberg mit Unternehmensvertreterinnen und Unternehmensvertretern in Stuttgart zusammen. Dr. Hoffmeister-Kraut: „Um die wirtschaftlichen Potenziale Russlands heute und in Zukunft bestmöglich nutzen zu können, brauchen unsere Unternehmen verlässliche Informationen aus erster Hand.“

Ein guter Informationsstand und eine fundierte Analyse der derzeitigen Situation sind wesentliche Erfolgsfaktoren für die wirtschaftlichen Aktivitäten baden-württembergischer Firmen auf dem russischen Markt. Die heutige Veranstaltung ermöglichte Südwestfirmen deshalb einen zielgerichteten Zugang zu relevanten Informationen sowie ein direktes Diskussionsforum mit Russlandexpertinnen und -experten des Bundes. „Gerade im Hinblick auf die zu beobachtenden protektionistischen Tendenzen im Welthandel benötigt unsere Wirtschaft eine gleichmäßig starke globale Präsenz in allen relevanten Märkten – und dazu gehört langfristig auch der russische Markt“, so die Wirtschaftsministerin.
 
Für ein exportorientiertes Bundesland wie Baden-Württemberg sind die wirtschaftlichen Beziehungen zu anderen Ländern von großer Bedeutung. Die Verbindungen zwischen Deutschland – insbesondere Baden-Württemberg – und Russland haben sich im wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und weiteren gesellschaftlichen Bereichen in den letzten Jahrzehnten intensiv entwickelt. Etwa 750 baden-württembergische Unternehmen sind als lokale Produzenten oder mit Vertriebsstätten und Repräsentanzen in Russland aktiv, insbesondere in den Bereichen Maschinenbau und Automobilindustrie. Deutschland exportiert vorwiegend Erzeugnisse des Maschinenbaus, Fahrzeuge und Fahrzeugteile, Erzeugnisse der chemischen Industrie sowie Nahrungsmittel und landwirtschaftliche Produkte nach Russland. Bei den Wareneinfuhren aus Russland sind für Baden-Württemberg vor allem Erdöl, Erdgas und Mineralölerzeugnisse besonders wichtig.

„Der russische Markt bleibt langfristig wichtig für die baden-württembergische Wirtschaft – trotz der Rezession in Russland und der rückläufigen Handelsströme“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut. Die russische Wirtschaft habe mittelfristig einen hohen Modernisierungsbedarf und schätze traditionell die Qualität und Zuverlässigkeit baden-württembergischer Unternehmen. Dieses Potential dürfe man – trotz der aktuellen Probleme – nicht anderen Ländern überlassen. Gleichzeitig betonte die Ministerin, dass das Primat der Politik und die verhängten Sanktionen uneingeschränkt bestehen. Voraussetzung für eine politische Entspannung sei die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen. „Auf Ebene der Landespolitik will ich dazu beitragen, den Gesprächsfaden und die gewachsenen Verbindungen zu Russland nicht abreißen zu lassen“, erklärte Dr. Hoffmeister-Kraut vor den Vertreterinnen und Vertretern von etwa sechzig hochrangigen Unternehmen aus Baden-Württemberg.

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