Frauenwirtschaftstage

Zwölfte Frauenwirtschaftstage Baden-Württemberg starten mit dem Schwerpunkt "Migrantinnen in Baden-Württemberg"

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„Frauen - mit und ohne Migrationshintergrund - tragen als Gründerinnen, Unternehmerinnen oder Betriebsnachfolgerinnen zur wirtschaftlichen Dynamik unseres Landes bei. Mit dem aktuellen Thema der Frauenwirtschaftstage `Migrantinnen in Baden-Württemberg` wollen wir auf das Potential von Frauen mit Migrationshintergrund für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg aufmerksam machen“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der diesjährigen Frauenwirtschaftstage, die vom 13. bis 15. Oktober in ganz Baden-Württemberg stattfinden.

Arbeitgeberattraktivität durch familienbewusste Personalpolitik, vielfältige Berufs- und Karrieremodelle, gemischte Teams und eine moderne und weltoffene Unternehmenskultur seien wichtige Voraussetzungen, um das Potential von qualifizierte Frauen mit und ohne Migrationshintergrund noch besser zu erschließen.

Bei den Frauenwirtschaftstagen werden in rund 80 Veranstaltungen an über 40 Orten im Land die Themen Frauen und Wirtschaft diskutiert. Dazu zählen zum Beispiel Frauen in Führungspositionen, Gründerinnen und Unternehmerinnen, die Unternehmensnachfolge als Karriereoption, Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Vernetzungsmöglichkeiten und Kooperationsangebote. Die Veranstaltungen bei den Frauenwirtschaftstagen 2016 werden von Kontaktstellen Frau und Beruf, Agenturen für Arbeit, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Wirtschaftsförderern, Kommunen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Frauenorganisationen, Verbänden und weiteren Beteiligten angeboten. Betriebe, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie alle interessierten Frauen und Männer haben die Möglichkeit, sich in regionalen Veranstaltungen zu informieren und beraten zu lassen.

Weitere Informationen:
In Baden-Württemberg leben rund 1,5 Millionen Frauen mit Migrationshintergrund, das sind 27,4 Prozent der weiblichen Bevölkerung. Im Zeitraum von 2005 bis 2014 sind laut einer Untersuchung des ifm der Universität Mannheim der Anteil der unternehmerisch selbständigen Frauen um 40 Prozent und der Anteil der abhängig beschäftigten Frauen um 32 Prozent gestiegen. Von 2005 bis 2015 hat die Erwerbstätigkeit von Frauen in Baden-Württemberg um 15 Prozent von 2,37 Millionen auf 2,62 Millionen zugenommen. Die Erwerbstätigenquote der Frauen ist dabei von 70 Prozent auf 77 Prozent gestiegen. Die Erwerbsbeteiligung von Migrantinnen liegt noch unter der von Frauen ohne Migrationshintergrund, sie ist aber ebenfalls angestiegen. 55 Prozent der weiblichen Erwerbspersonen ohne Migrationshintergrund haben eine berufliche Ausbildung, 22 Prozent einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Frauen mit Migrationshintergrund schließen mit 40 Prozent seltener eine Lehre ab. 18 Prozent haben einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss. (Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg)

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