Baden-Württemberg ist einer der größten Industriestandorte in Deutschland und einer der wichtigsten in Europa. Mehr als 1,4 Millionen Menschen arbeiten in der Industrie. Der Anteil dieses Wirtschaftszweigs von 29,7 % an der Bruttowertschöpfung ist wesentlich höher als im Bundesdurchschnitt (19,5 %).
In der Industrie hat der Investitionsgütersektor, zu dem die großen Branchen Maschinenbau, Fahrzeugbau und Elektrotechnik gehören, eine Vorrangstellung. In diesen drei Branchen werden zusammen 63 % des industriellen Gesamtumsatzes erwirtschaftet. Weit über die Hälfte der hergestellten Investitionsgüter wird ins Ausland verkauft (Maschinenbau: 65 %, Fahrzeugbau: 74 %, Elektrotechnik: 64 %).
Über 6,4 Millionen Menschen sind in der baden-württembergischen Wirtschaft erwerbstätig. Im Dienstleistungssektor über 4,4 Millionen, im Produzierenden Gewerbe fast 1,9 Millionen und in der Landwirtschaft rund 63.700. Die Dienstleistungen haben in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich zur wirtschaftlichen Leistung beigetragen. Allerdings liegen die Anteile von Wertschöpfung und Beschäftigung (63 bzw. 70 %) niedriger als im Bundesdurchschnitt (71 bzw. 76 %).