Führungspositionen für Frauen

Spitzenfrauen gesucht!

Weibliche Führungskraft in einer Besprechung (Quelle: © fizkes, stock.adobe.com)

Frauen stellen mittlerweile fast die Hälfte aller Berufstätigen. In den Führungspositionen beträgt der Frauenanteil in der ersten Führungsebene jedoch nur 29 Prozent, in der zweiten Führungsebene sind es immerhin 41 Prozent.

Aktuelle Studien belegen jedoch, dass Unternehmenserfolg mit dem Frauenanteil in der mittleren und oberen Managementebene wächst. Firmen mit Frauen in Entscheidungspositionen schneiden besser ab, und zwar bezüglich Rendite, Marge, Börsenkurs. Firmen mit gemischten Führungsteams kommen zu erfolgreicheren Entscheidungen. Diversity ist ein Erfolgsfaktor.

Für das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus ist es ein vordringliches wirtschaftspolitisches Ziel, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass mehr Frauen in baden-württembergischen Unternehmen Führungspositionen erreichen.

Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen

Aus diesem Grund hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus seit 2009 unter der Dachmarke "Spitzenfrauen - Wege ganz nach oben!" drei Kongresse durchgeführt, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und Landesmitteln finanziert wurden. Ziel dieser Kongresse war es, Frauen und Unternehmen zu sensibilisieren, zu qualifizieren und zu vernetzen.

Das seit 2010 laufende Förderprojekt „Spitzenfrauen BW“ verfolgt das Ziel, den Frauenanteil in Führungspositionen baden-württembergischer Unternehmen zu erhöhen und Spitzenfrauen zu vernetzen.

Das Informationsportal www.spitzenfrauen-bw.de macht Frauen im oberen Management und in Spitzenpositionen mit unterschiedlichen Karrierewegen als Vorbilder sichtbar. Darüber hinaus gibt es begleitende Offline- und Online-Angebote rund um das Thema „Frau und Karriere“.

Am 1. Januar 2022 ist das Projekt in eine neue Förderphase gestartet. „Spitzenfrauen BW“ wurde bis zu dem Zeitpunkt über Fördermittel der EU und des Landes finanziert. Die Finanzierung erfolgt nun je etwa hälftig über Landesmittel sowie über beteiligte Unternehmen und Spitzenfrauen. Es ist der Projektträgerin, dem Steinbeis-Innovationszentrum für Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim, gelungen, vierzehn namhafte Unternehmen aus Baden-Württemberg sowie etliche Spitzenfrauen für die Mitfinanzierung zu gewinnen.

Im Sinne der Koalitionsvereinbarung wurden mit Beginn der neuen Förderphase konzeptionell neue Schwerpunkte in Richtung Digitalisierung und Nachhaltigkeit gesetzt. Daher präsentiert das Spitzenfrauenportal nun insbesondere auch Frauen mit herausragenden Karrieren in diesen Bereichen. Zudem wird das Mentoring für Nachwuchsführungsfrauen ausgebaut und ein Cross-Mentoring-Programm zwischen den Unternehmen eingeführt.

Mit seinem weitreichenden Informationsangebot und dem angeschlossenen Netzwerk ist „Spitzenfrauen BW“ ein zentrales Forum für Karrierefrauen in Baden-Württemberg. So hat sich „Spitzenfrauen BW“ im Laufe der Jahre zu einer landesweit bekannten und etablierten Marke entwickelt, die auch bundesweit eine Vorreiterrolle einnimmt.

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