Wirtschaft

Erster „Wirtschaftsgipfel Afrika“ in Stuttgart

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am Donnerstag (20. September) den vom Wirtschafsministerium mit zahlreichen Partnern veranstalteten ersten „Wirtschaftsgipfel Afrika“ Baden-Württembergs in Stuttgart eröffnet.

„Afrika bietet als einer der dynamischsten Kontinente große Chancen für unternehmerisches Engagement. Es ist höchste Zeit, dass wir als bundesweit exportstärkstes Land zukünftiges wirtschaftliches Entwicklungspotenzial auch jenseits der etablierten Märkte in den Blick nehmen. Afrika als Zukunftskontinent sollte deshalb zunehmend in den Fokus unserer Außenwirtschaft rücken“, sagte Hoffmeister-Kraut.

In Afrika entstehe derzeit die größte Freihandelszone der Welt mit einem Gesamt-Bruttoinlandsprodukt von zwei Billionen Euro und einem Markt von 1,2 Milliarden Menschen, betonte die Ministerin. Zudem brächten steigende Kaufkraft einer jungen, wachsenden Bevölkerung, umfangreiche Investitionsprojekte sowie neue digitale Errungenschaften vor allem den Ländern Subsahara-Afrikas in den letzten Jahren einen wirtschaftlichen Wandel, von dem auch Baden-Württembergs Unternehmen profitieren könnten.

Die Studie „Chancen in Subsahara Afrika nutzen“, von Herrn Prof. Dr. von Carlowitz (ESB Reutlingen), die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellt wurde, zeigt diejenigen Länder auf, die besonders interessant für die baden-württembergischen Unternehmen sind: Südafrika, Nigeria, Äthiopien, Mozambik, Ghana und Kenia. Diese Länder zeichnen sich insbesondere durch eine größere Schnittmenge mit den wichtigen Branchen aus Baden-Württemberg aus. Ziel der Studie ist es, zum einen ein realistisches Bild der geschäftlichen Situation in Subsahara-Afrika und den genannten Ländern zu zeichnen sowie Anknüpfungspunkte für die baden-württembergische Außenwirtschaftsförderung abzuleiten, die ein Engagement insbesondere von mittelständischen Unternehmen in Afrika gezielt unterstützen können.

Deutsches Know-how in Afrika gefragt
Hoffmeister-Kraut: „Hier bieten sich enorme Chancen für unseren Mittelstand, sei es beim Kraftfahrzeug- oder Maschinenbau, der Umwelttechnik oder Dienstleistungen. Know-how ‚Made in Germany‘ ist sehr gefragt.“ Die Unternehmen aus dem Südwesten stünden jedoch mit anderen Investoren im Wettbewerb. Gerade China stehe hier mit seinem strategisch motivierten Engagement auf dem afrikanischen Kontinent in den letzten Jahren im Vordergrund.

Welches ist die richtige Marktstrategie im heterogenen Umfeld?
Die Potentiale von 54 sehr unterschiedlichen Ländern in Afrika im Blick zu haben und hierfür die richtige Marktstrategie zu entwickeln, sei nicht immer einfach, unterstrich die Wirtschaftsministerin. Der Wirtschaftsgipfel Afrika in den Räumen der IHK Region Stuttgart informiere daher baden-württembergische Unternehmen über die Möglichkeiten und Chancen eines Afrikageschäfts. Um Unternehmen einen besseren Einblick in die afrikanischen Märkte zu geben, wurde im Rahmen des Gipfels daher auch die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums an der ESB Business School der Hochschule Reutlingen erstellte Studie „Chancen in Subsahara Afrika nutzen“ vorgestellt.

Hoffmeister-Kraut: „Der afrikanische Kontinent ist im Wandel. Viele Länder Afrikas befinden sich gegenwärtig im Umbruch. Eines der Schlüsselworte heißt auch hier Digitalisierung. Dabei haben vor allem junge Start-ups dazu beigetragen, dass sich der Kontinent in jüngster Zeit aus eigener Kraft schnell substanziell weiterentwickelt hat. Hier liegt auch eine große Chance, die Wirtschaft und Gesellschaft in den afrikanischen Ländern zu modernisieren, innovative Lösungen für Entwicklungsprobleme zu finden sowie neue Perspektiven und Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen.“ Baden-Württemberg dürfe dabei nicht abseitsstehen, so die Wirtschaftsministerin.

Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier.


STUDIE_Chancen in SSA_PUB
Kurzstudie Nordafrika_FINAL

 

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Hoffmeister-Kraut: Europa und Kanada müssen jetzt noch enger zusammenrücken

Ministerin Hoffmeister-Kraut äußert sich zum Vorstoß von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für eine noch engere Anbindung Kanadas an die Europäische Union.

unsplash / kendall ruth
Pro Beruf

Praxisnahe Berufsorientierung von Jugendlichen für 2027 und 2028 gefördert

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg verlängert das Programm „ProBeruf“ für 2027 und 2028.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Delegationsreise

Hoffmeister-Kraut stärkt Kooperation mit Polen

Sicherheit ist Wirtschaftspolitik: Hoffmeister-Kraut stärkt Kooperation mit Polen.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Ausbildung

Unternehmen setzen auch in herausfordernden Zeiten auf berufliche Ausbildung

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres am 1. September betonte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die guten beruflichen Perspektiven, die eine Ausbildung eröffnen

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
BW-Capital

BW-Capital investiert in HyImpulse

BW-Capital investiert in HyImpulse / Starkes Signal für den Raumfahrtstandort Baden-Württemberg.

Autos auf einem Parkplatz
Audi-Werk

Klares Bekenntnis zu Audi-Werk in Neckarsulm gefordert

Hoffmeister-Kraut fordert von Vorstand und Aufsichtsrat klares Bekenntnis zu Audi-Werk in Neckarsulm

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Förderung

Wirtschaftsministerium fördert Beratungen für mittelständische Unternehmen

Wirtschaftsministerium fördert Beratungen für mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Handwerk, Dienstleistung, Industrie und Handel mit 1,1 Millionen Euro.

Tourismussommerreise der Ministerin
Tourismus

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut auf Tourismusreise im Schwarzwald

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut besuchte im Rahmen der diesjährigen Sommerreise zum Thema Tourismus zwei Institutionen im Schwarzwald.

Junge blonde Frau mit Handy in der Hand.
AzubiCardBW

Startschuss für das neue Ausbildungsjahr: Die AzubiCardBW

Startschuss für das neue Ausbildungsjahr: Die AzubiCardBW stärkt Gleichwertigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung.

Staatssekretär Thomas Dörflinger steht auf einem Kran udn wird in die Luft gehoben. Der Himmel ist blau.
Sommertour

Viertägige Handwerkssommertour durch Baden-Württemberg gestartet

Staatssekretär Thomas Dörflinger startet viertägige Handwerkssommertour durch Baden-Württemberg.

Ein Gruppenbild mit einer Delegation aus Lwiw und der Ministerin
Pressemitteilung

Wirtschaftsforum Baden-Württemberg - Ukraine

Das Wirtschaftsforum Baden-Württemberg - Ukraine zeigt Chancen auf für die baden-württembergische Wirtschaft.

Bescheidübergabe Digital Hubs
Pressemitteilung

Baden-Württemberg fördert Digitalisierung der Wirtschaft mit rund 6 Millionen Euro

Am 23. Juli hat Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut vier symbolische Förderschecks von insgesamt rund zwei Millionen Euro an regionalen Digital Hubs übergeben.

Bescheidübergabe Hahn-Schickard
Pressemitteilung

Wirtschaftsministerium fördert Electronic Packaging mit rund 2,4 Millionen Euro

Stärkung resilienter Lieferketten: Wirtschaftsministerium fördert Electronic Packaging mit rund 2,4 Millionen Euro

Bescheidübergabe FZI und HdM
Förderung

Baden-Württemberg fördert Robotik-Innovation mit rund 1 Million Euro aus EU-Mitteln

Das Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe und die Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) erhalten für das Projekt „Roboter-Simulacrum“ einen symbolischen Förderscheck in Höhe von einer Million Euro.

Portraitbilder Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Wirtschaftsförderung

Neue Zeitrechnung für Risikokapital-Förderung in Baden-Württemberg

Landesgesellschaft: BW-Capital startet operativen Betrieb