Landesprogramm "Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt"

Landesprogramm

Landesprogramm "Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt"

  • Bunter Regenschirm (Quelle: Peer Tillmann, Fotolia)

    Quelle: Peer Tillmann, Fotolia

Im Mittelpunkt des neuen Landesprogramms "Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt" stehen Menschen, die trotz der guten Konjunktur Schwierigkeiten haben, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Unterstützt werden vor allem Langzeitarbeitslose, junge Menschen ohne Berufsausbildung, Alleinerziehende, ältere Menschen und Migrantinnen und Migranten beim Arbeitsmarktzugang. Die Landesregierung stellt allein von 2018 bis 2020 insgesamt rund 19,2 Millionen Euro für das Landesprogramm zur Verfügung. Das Landesprogramm besteht aus mehreren Bausteinen mit unterschiedlicher Zielrichtung.

Baustein: Passiv-Aktiv-Tausch PLUS (PAT PLUS)

Der in der Vergangenheit bereits bewährte sogenannte „Passiv-Aktiv-Tausch“ (PAT) wurde für das neue Landesprogramm weiterentwickelt und um eine Qualifizierungskomponente für Langzeitarbeitslose erweitert („Passiv-Aktiv-Tausch PLUS“). Die Grundidee des „PAT“ ist es, die ursprünglich „passiven“ Leistungen für Lebensunterhalt und Wohnen in „aktive“ Zuschüsse für Arbeitgeber zu wandeln, die damit einen finanziellen Anreiz erhalten, zuvor Langzeitarbeitslose zu beschäftigen.

Für die Neuauflage des Programms (Start Juli 2017) mit 500 Teilnehmerplätzen stehen 2,1 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Vorgesehen ist der Betrag von 1.000 Euro für maximal zwei arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen für den Arbeitgeber sowie eine Erfolgsprämie von maximal zwei Mal 100 Euro für den Arbeitnehmer bei Abschluss einer Qualifizierung. So kann beispielsweise der Erwerb eines Stapler-Führerscheins gefördert werden.

Weitere Informationen: Faltblatt "Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt" (PDF)

Baustein: Arbeitslosenberatungszentren (AloZ)

Arbeitslosenberatungszentren sind kostenlose Beratungsstellen für arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen. Sie informieren über Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, beraten zu wirtschaftlichen und psychosozialen Situationen und gewähren rechtskreisübergreifende Unterstützung bei rechtlichen Fragen, insbesondere bei Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II). Darüber hinaus eröffnen die Arbeitslosenberatungszentren mit ihrem niedrigschwelligen Ansatz Begegnungsmöglichkeiten und soziale Kontakte für erwerbslose Menschen.

In Baden-Württemberg werden aktuell 12 Arbeitslosenberatungszentren vom Wirtschaftsministerium gefördert.

Liste der geförderten Arbeitslosenberatungszentren (PDF)

Baustein: Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe gemeinsam anpacken (BeJuga)

Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Erprobung von Konzepten zur besseren Verknüpfung von Beschäftigungsförderung und Jugendhilfe. An 12 Projektstandorten in Baden-Württemberg sollen sieben bis zehn Bedarfsgemeinschaften (Eltern oder Alleinerziehende) mit mindestens einem minderjährigen Kind intensiv betreut werden. Ziel der Förderung ist es, eine ganzheitliche Unterstützung anzubieten und einen niederschwelligen Zugang zu weiterführenden Beratungs-, Betreuungs- und Beschäftigungsangeboten zu ermöglichen. Durch die praktischen Erfahrungen und eine wissenschaftliche Begleitung sollen grundsätzliche Erkenntnisse gewonnen werden, wie die Beschäftigungsförderung besser mit der Jugendhilfeverknüpft werden kann.

Pressemitteilung vom 12. Juli 2017


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