Quantentechnologie

Eröffnung des DLR-Instituts für Quantentechnologien in Ulm

Berechne Lesezeit
  • Teilen
© IBM Research

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Ulm hat heute sein neues Institut für Quantentechnologien feierlich eröffnet. Das Land unterstützt das Vorhaben mit insgesamt 14,4 Millionen Euro.

„Der heutige Tag ist ein ganz besonderer – nicht nur für das Institut für Quantentechnologien und das DLR, sondern auch für die gesamte Spitzenforschung in Baden-Württemberg. Denn mit der Eröffnung des Instituts für Quantentechnologien heben wir ein echtes Leuchtturmprojekt aus der Taufe und setzen einen Meilenstein für den Bau eines eigenen, wettbewerbsfähigen Quantencomputers in Deutschland. Und ich bin stolz, dass wir in Ulm Weltklasse-Wissenschaftler, innovative Unternehmen und aktive Netzwerke zusammenbringen, um im internationalen Wettbewerb eine führende Position einzunehmen“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Als Landesregierung machen wir nicht zuletzt durch die Verankerung der Quantentechnologie im Koalitionsvertrag klar: Wir verstehen dieses Zukunftsthema als Kraftakt, den Wissenschaft, Unternehmen und Politik nur gemeinsam bewältigen können. Ich freue mich daher besonders, dass wir mit dem heutigen Tag gemeinsam einen Riesenschritt in Richtung Zukunft gehen und gratuliere dem Institut und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich zur Eröffnung“, so Kretschmann weiter.

„Quantentechnologien bieten ein disruptives Potenzial und wir wollen, dass Baden-Württemberg bei der Wertschöpfung mit neuartigen Quantensensoren, dem Quantencomputing und der sicheren Quantenkommunikation ganz vorne mitspielt. Das DLR-Institut für Quantentechnologien ist hier eine wichtige Transferbrücke zwischen Forschung und Wirtschaft, um Quantentechnologien als äußerst aussichtsreiche Zukunftstechnologie in die Anwendung zu bringen“, sagte Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut. „Das Institut leistet einen wichtigen Beitrag, um mit quantenbasierten Hard- und Softwarelösungen neue industrielle Standbeine im Land entstehen zu lassen. Daher freut mich natürlich ganz besonders, dass das Institut für Quantentechnologien nun auch eine maßgebliche Rolle innerhalb des DLR bei der Umsetzung der Quantencomputing-Initiative der Bundesregierung einnehmen soll“, so die Ministerin,

Weitere Informationen

Das DLR-Institut für Quantentechnologien in Ulm arbeitet daran, Präzisionsinstrumente für Raumfahrtanwendungen – wie die Satellitennavigation und -kommunikation – auf der Basis von Quantentechnologien zu entwickeln und in enger Zusammenarbeit mit der Industrie zur Prototypenreife zu bringen. Mittels Quantentechnologien können physikalische Messgrößen mit bis dato unerreichter Präzision erfasst werden, was nicht nur für Anwendungen im All, sondern auch auf der Erde eminent wichtig ist, beispielsweise für das autonome Fahren. Das Institut schlägt mit seinen anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten eine Brücke zwischen der Grundlagenforschung und der Industrie und wird daher auch eine enorme Hebelwirkung für innovative Anwendungen in weiteren Branchen entfalten.

Am 11. Mai 2021 gab das Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) bekannt, beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Initiative zur Entwicklung von deutschen Quantencomputern mit Partnern aus Industrie, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Start-ups und Forschung zu unterstützen. Ziel ist es, einen deutschen Quantencomputer sowie entsprechende Software und Anwendungen zu entwickeln. Die Maßnahmen sind Teil eines Gesamtkonzeptes zur Förderung von Quantentechnologien und insbesondere Quantencomputing in Höhe von insgesamt 2 Milliarden Euro, auf das sich die Bundesregierung im Rahmen des Konjunktur- und Zukunftspakets verständigt hat und das vom BMWi, BMBF und BMF gemeinsam umgesetzt wird.

Zusätzlich zum Aufbau der zwei Konsortien wird das BMWi beim DLR den Aufbau eines Industriellen Innovationszentrums fördern, das Industrie, KMU und Startups branchen- und anwendungsübergreifend die Möglichkeiten der Quantentechnologien vermittelt. Insgesamt erhält das DLR bis 2025 für die geplanten Maßnahmen 740 Millionen Euro. Rund 80 Prozent der für den Quantencomputer vorgesehenen Mittel werden dabei im Sinne des Konjunkturpakets in Unteraufträgen an die Kooperationspartner des DLR fließen.

Weitere Meldungen

Siegerehrung Start-up BW Elevator Pitch Vorentscheid Rems-Murr
Start-up BW

Fibryx GmbH aus Stuttgart-Vaihingen gewinnt Regional Cup „START-UP & GROW REMS-MURR“

Bühne frei für Innovation: Fibryx GmbH aus Stuttgart-Vaihingen gewinnt den Regional Cup „START-UP & GROW REMS-MURR“ des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Start-up BW

EasZotic GmbH, Jakob und Elisabeth Tillery aus Horb gewinnen Regional Cup

Bühne frei für Innovation: EasZotic GmbH, Jakob und Elisabeth Tillery aus Horb sichern sich das Ticket für das Landesfinale.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Förderung

Land fördert Miniatur-Batterien für die Medizintechnik mit rund acht Millionen Euro

Das Land Baden-Württemberg startet im März das Projekt „Medicell“.

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Mentorinnen-Programm

10 Jahre Empowerment - Mentorinnen-Programm startet in die Jubiläumsrunde

10 Jahre Empowerment – Mentorinnen-Programm für Migrantinnen startet in die Jubiläumsrunde

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Wirtschaftsministerin lehnt erneute Verbote für Automobilbranche rundweg ab

Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates hat in seiner heutigen Sitzung (12. März) einem Antrag der Länder Bayern und Baden-Württemberg zugestimmt.

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW Local

Landeswettbewerb Start-up BW Local – jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Baden-Württembergische Kommunen haben jetzt wieder die Möglichkeit, gründungsfreundliche Strukturen aufzubauen und damit am Landeswettbewerb „Start-up BW Local – gründungsfreundliche Kommune“ teilzunehmen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Zumeldung zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA)

Hoffmeister-Kraut äußert sich zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts - Baden-Württemberg weiter an der Spitze!

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes stärkt die Forschungsinstitute der Länder.

Mikrochip / ©Rutkovski.by
Förderung

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI mit fünf Millionen Euro.

©Martina Berg, stock.adobe.com
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen – Klares Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg.

Europaflagge / ©Harald Richter
Industrial Accelerator Act

EU veröffentlicht Industrial Accelerator Act

Hoffmeister-Kraut: Vorschlag weist in falsche Richtung

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Dienstleistungswirtschaft

Impulse für die Zukunft der Dienstleistungswirtschaft im Land

Die Dienstleistungswirtschaft ist ein wichtiger Pfeiler der baden-württembergischen Wirtschaft. Sie sichert Wertschöpfung und Beschäftigung, treibt Innovationen voran und gewinnt im Zuge des industriellen Strukturwandels weiter an Bedeutung.

Bescheidübergabe am 4. März 2026
Förderung

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Glühbirnen / ©sdecoret - stock.adobe.com
Medizintechnik

Medizintechnik stärken: Land setzt sich in Brüssel erfolgreich für Reformen ein

Auf der Branchenveranstaltung „regularia“ in Tuttlingen hat sich Michael Kleiner, Ministerialdirektor am Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am 3. März erneut für Medizintechnikbranche eingesetzt.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Vertragspaket

Vertragspaket zwischen der Europäischen Kommission und des Schweizer Bundesrat

Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Unterzeichnung des Vertragspakets zwischen der Europäischen Union und der Schweiz durch die Europäische Kommission und den Schweizer Bundesrat.