Arbeitsmarkt

Wirtschaftsministerin äußert sich zu aktuellen Arbeitsmarktzahlen

Zum Jahreswechsel keine Entspannung am Arbeitsmarkt, Strukturprobleme und Stellenabbau bleiben zentrale Aufgaben.

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Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, sagte heute (7. Januar) anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen: „Der Arbeitsmarkt zeigt sich zum Jahreswechsel ohne spürbare Veränderung. Der saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit war erwartbar. Die bekannten strukturellen Schwächen bestehen fort und werden den Arbeitsmarkt auch im neuen Jahr begleiten.“

Die Arbeitslosenquote bleibt im Dezember 2025 bei 4,5 Prozent. Die gesamte Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg steigt im Dezember 2025 leicht um 540 beziehungsweise 0,2 Prozent auf insgesamt 291.017 Arbeitslose. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote im Dezember bei 4,3 Prozent und es gab 17.335 Arbeitslose weniger.

„Im Jahresdurchschnitt lag die Arbeitslosenquote 2025 bei 4,6 Prozent. Der Anstieg um 0,4 Prozent zum Vorjahr macht deutlich, dass die Wirtschafts- und Strukturkrise den Arbeitsmarkt stark belastet hat. Für das kommende Jahr ist mit keiner schnellen Verbesserung zu rechnen. Und selbst wenn es zu einem geringfügigen Aufschwung kommen sollte, reagiert der Arbeitsmarkt erfahrungsgemäß erst zeitverzögert, wenn Unternehmen sicher sind, dass dieser von Dauer ist. Daher wären Reformen an unserem Steuer- und Sozialsystem für einen selbstragenden Aufschwung dringend notwendig“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Im Dezember 2025 sinkt die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit leicht und lag bei 74.814. Gegenüber dem Vormonat waren dies 215 beziehungsweise 0,3 Prozent ausgeschriebene Stellen weniger. Im Vorjahresvergleich waren 2.981 (minus 3,8 Prozent) Stellen weniger ausgeschrieben.

„Am Stellenmarkt war im vergangenen Jahr kaum Bewegung zu erkennen. Der Bestand der gemeldeten offenen Stellen verharrte auf einem eher niedrigen Niveau. Auch zum Jahresende blieb eine Erholung aus. Viele Betriebe können ihre Beschäftigung inzwischen nur noch eingeschränkt sichern. Neueinstellungen bleiben aus, während immer mehr Unternehmen Personal abbauen müssen“, so die Wirtschaftsministerin.

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren lag im Dezember 2025 bei 25.104. Im Vergleich zum November 2025 ist die Jugendarbeitslosigkeit um 236 Personen beziehungsweise minus 0,9 Prozent gefallen. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Jugendarbeitslosigkeit um 8,2 Prozent höher. Die aktuelle Jugendarbeitslosenquote betrug im Dezember 3,6 Prozent. Im Vorjahr lag sie noch bei 3,3 Prozent und vor der Coronapandemie im Dezember 2019 bei 2,4 Prozent.

„Die Entwicklungen des letzten Jahres zeigen klar, dass Arbeitslosigkeit kein Randphänomen mehr ist, sondern grundsätzlich alle Bevölkerungsgruppen treffen kann. Auch die durchschnittliche Jugendarbeitslosigkeit ist von 3,3 Prozent in 2024 auf 3,7 Prozent in 2025 gestiegen. Gut ausgebildete Fachkräfte verfügen weiterhin über die besten Chancen, in Beschäftigung zu bleiben und rasch wieder eine Beschäftigung zu finden “, so Hoffmeister-Kraut.

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