Kreditwirtschaft

Austausch mit Vertretern der baden-württembergischen Kreditwirtschaft und der L-Bank

Am 17. Dezember hat sich Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut mit Vertretern der baden-württembergischen Kreditwirtschaft und der L-Bank zur aktuellen Finanzierungslage für die Unternehmen in Baden-Württemberg ausgetauscht.

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Die Wirtschaftsministerin betonte dabei: „Die Wirtschaft des Landes befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel, der durch die anhaltende Konjunkturschwäche massiv erschwert wird. In dieser Situation ist auch die Kreditwirtschaft aufgerufen, die Unternehmen auf der Finanzierungsseite bei dem Wandel zu unterstützen. Es ist außerordentlich wichtig, dass in der aktuellen Krise nicht Strukturen beschädigt werden, die über viele Jahre gewachsen sind und sich in der Vergangenheit bewährt haben.“

Die Vertreter der Kreditwirtschaft zeigten in dem Gespräch auf, dass die Kreditvergabe an Unternehmen im Land – auch ausweislich der einschlägigen Bundesbankstatistik – deutlich gewachsen ist, dies sei ein Indiz dafür, dass eine Kreditklemme nicht gegeben sei. Nach der anhaltentenden Niedrigzinsphase mit einem sehr leichten Kreditzugang würden aktuell allerdings die Nachweis- und Dokumentationspflichten für die Unternehmen steigen, womit einer tendenziell schlechteren Bonität der Unternehmen Rechnung getragen werde.

Dr. Matthias Neth, Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, betonte „Als Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg stehen wir bei der Transformation an der Seite der Unternehmen, der privaten Haushalte und der Kommunen im Land. Das steigende Kreditneugeschäft der Sparkassen belegt, dass wir tragfähige und zukunftsträchtige Vorhaben auch in diesen schwierigen Zeiten finanzieren.“

„Nach einer starken Zurückhaltung 2024 ist die Kreditnachfrage in diesem Jahr wieder angezogen. Bei den baden-württembergischen Volksbanken und Raiffeisenbanken steht 2025 ein Plus von 3,3 Prozent bei den Ausleihungen an Unternehmen und Selbstständige. Von einer Kreditklemme kann daher keine Rede sein. Dies darf aber nicht davon ablenken, dass sich unsere Wirtschaft unverändert in einer langanhaltenden Stagnation befindet. Wir brauchen dringend verbesserte Rahmenbedingungen für mehr Investition in Innovation, Transformation und Wachstum“, unterstrich Dr. Ulrich Theileis, Präsident des Baden-württembergischen Genossenschaftsverbands.

„Unseren Unternehmen in Baden-Württemberg steht heute eine große Bandbreite an Finanzierungsmöglichkeiten offen. Die LBBW bietet als Universalbank Verlässlichkeit und Leistungsstärke, um für jedes Geschäftsmodell die richtige Finanzierung zu finden und nachhaltiges Wachstum möglich zu machen.“, ist der Rat von Rainer Neske, Vorstandsvorsitzender der LBBW, an die Unternehmen.

Edith Weymayr, Vorstandsvorsitzende der L-Bank betonte: „Die Unternehmen können gerade für herausfordernde Kreditverhandlungen auf die Förderprogramme der L-Bank zurückgreifen.“

Auch wenn in der Breite von Seiten der Kreditwirtschaft eine sachlich oder regulatorisch nicht gerechtfertigte Zurückhaltung bei der Kreditvergabe nicht festgestellt werden kann, so räumten die Vertreter doch ein, dass in Einzelfällen Kreditverhandlungen unbefriedigend verlaufen könnten. Die Unternehmen könnten dies verhindern, indem sie auf eine gute Bereitstellung der erforderlichen Daten und Informationen für einen Kreditantrag achten. Bei anhaltenden Unstimmigkeiten erklärten sich die Verbandsvertreter bereit, als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, und sich gerne mit dem konkreten Fall zu befassen.

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