In der ersten Auswahlrunde 2026 für das Landesprogramm Start-up BW Pre-Seed sind die Entscheidungen gefallen: Elf junge Unternehmen können auf eine Förderung in dem erfolgreichen Frühphasenförderprogramm hoffen. Voraussetzung ist, dass die Unternehmen jetzt eine aussagekräftige und vollständige Bewerbung bei der L-Bank einreichen, die dann über die Zuteilung der Förderung entscheidet. Für die Start-ups geht es um eine finanzielle Unterstützung von zunächst bis zu 320.000 Euro. Die Summe teilen sich das Land und ein Co-Investor zu gleichen Teilen. In Einzelfällen kann die Förderung zu einem späteren Zeitpunkt auf maximal 640.000 Euro erweitert werden.
„Start-up BW Pre-Seed ist ein wichtiger Eckpfeiler unserer Gründungsförderung“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus. „Wir fördern damit junge Unternehmen mit aussichtsreichen Geschäftsideen, die das Zeug haben, den Strukturwandel in der baden-württembergischen Wirtschaft voranzutreiben. Dazu brauchen wir mutige junge Unternehmerinnen und Unternehmer!“
„Baden-Württemberg ist ein hervorragender Gründungsstandort“, ergänzte die Vorstandsvorsitzende der L-Bank, Edith Weymayr. „Wir haben die Köpfe, wir haben die Strukturen und wir haben die Förderprogramme, die nötig sind, um das Land wirtschaftlich zukunftsfähig aufzustellen. Ich freue mich über jedes Unternehmen, das wir mit Start-up BW Pre-Seed unterstützen können.“
Folgende Unternehmen können sich jetzt für Start-up BW Pre-Seed bewerben:
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Eden Energy, Loßbug
| Nutzung ausgemusterter Batterien zur Bereitstellung nachhaltiger Energiespeicherlösungen für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Aufbau wiederkehrender Ertragsmodelle. |
EENetzwerk UG (haftungsbeschränkt), Stuttgart
| Entwicklung und Betrieb einer skalierbaren SaaS‑Lösung für Energieberater sowie Angebot ergänzender Zusatzdienstleistungen als ganzheitliche All‑in‑One‑Softwareplattform. |
exceit GmbH, Karlsruhe
| Entwicklung einer neuen Generation hoch effizienter und |
FastCast Ceramics GmbH, Karlsruhe
| Entwicklung, Herstellung und Vertrieb offenporiger technischer Keramiken. Mit dem im Betrieb entwickelten FastCast Ceramics Keramikschlicker ist es gelungen, die Herstellungsdauer der Keramikschalen für den Feinguss zu reduzieren. |
Fibryx GmbH, Stuttgart
| Produktion und Vertrieb von Leichtbaumaterialien aus Naturfasern für industrielle Anwendungen, insbesondere im Fahrzeugbau. Die Technologie ermöglicht den Einsatz von Naturfaserverbundwerkstoffen (NFK) als leistungsfähige und nachhaltige Alternative zu glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK). |
Kleinblatt GmbH, Stuttgart
| Produktion frischer Keimlinge unter kontrollierten Indoor‑Bedingungen zur ganzjährigen Versorgung der Region (Zero-Waste-Konzept). |
NOA Health GmbH, Stuttgart | Entwicklung und Betrieb einer digitalen Gesundheitsplattform zur präventiven Analyse individueller Blut- und Gesundheitsdaten mittels Labordiagnostik, künstlicher Intelligenz und datenbasierter Auswertung. |
Prehensio GmbH, Heilbronn
| Entwicklung und Vertrieb von mit 5-Finger Roboterhänden ausgestatteten Automatisierungslösungen für Maschinenbestückung und Kommissionierung in Produktion und Logistik. |
Quantilight, Heidelberg
| Entwicklung und Bereitstellung einer In‑vitro‑Diagnostikplattform für Therapeutic Drug Monitoring (TDM), die Patientinnen und Patienten mittels biolumineszenter Sensortechnologie eine zuverlässige, ambulante Blutanalytik von zu Hause aus ermöglicht. |
Rescue Robotics UG (haftungsbeschränkt), Eichstätten | Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Wartung von unbemannten Bodenfahrzeugen (UGV), insbesondere für den Einsatz im Bevölkerungsschutz sowie für zivile und militärische Sicherheits- und Verteidigungsanwendungen. |
Vitaldoctor GmbH, Ulm | Entwicklung und Betrieb eines digitalen, automatisierten Systems zur kontinuierlichen Erfassung, Auswertung und Übermittlung von Vitalparametern im klinischen Umfeld und Rettungsdienst. |
Hintergrund:
Start-up BW Pre-Seed ist ein Förderprogramm des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus und der L-Bank, mit dem junge Unternehmen in einer sehr frühen Phase ihrer Existenz unterstützt werden. Aussichtsreiche Start-up-Vorhaben sollen mit Hilfe des Programms finanzierungsreif für institutionelle Anleger gemacht werden, um ein erfolgreiches Wachstum der jungen Unternehmen zu ermöglichen. Das Programm fördert aber auch solche innovativen Start-ups, die zunächst aus eigenen Mitteln wachsen können.
Die Fördersumme pro Unternehmen beträgt in der Regel 160.000 Euro. Diese Summe wird von einem Co-Investor mit bis zu ebenfalls 160.000 Euro ergänzt. In Einzelfällen ist eine Verdoppelung der Gesamtförderung auf maximal 640.000 Euro möglich. Grundvoraussetzungen für eine Förderung sind der innovative Charakter der Geschäftsidee oder des Produkts, der Baden-Württemberg-Bezug des Start-ups für den gesamten Förderzeitraum und die Betreuung durch einen Betreuungspartner.
Dem zentralen Entscheidungsgremium, das die grundsätzliche Förderfähigkeit eines Start-ups beschließt, gehören Vertreterinnen und Vertreter des Wirtschaftsministeriums, der L-Bank, des Betreuungspartners und der Landesgesellschaften beziehungsweise landesnahen Beteiligungen an.
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