Überbetriebliche Ausbildung

13 Millionen Euro für die überbetriebliche Berufsausbildung

Land unterstützt kleine und mittlere Betriebe mit 13 Millionen Euro für die überbetriebliche Berufsausbildung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Quelle: unsplash / dylan-gillis

Mit rund 13 Millionen Euro unterstützt das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg im Jahr 2026 erneut die Durchführung überbetrieblicher Berufsausbildungslehrgänge für Auszubildende, mit einem Ausbildungsvertrag in einem baden-württembergischen Unternehmen. Dies gab Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute bekannt. Gegenüber dem Vorjahr steigt das Gesamtfördervolumen nochmals um 500.000 Euro an.

Ministerin Hoffmeister-Kraut betonte die zentrale Bedeutung der Förderung gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten: „Auch 2026 entlasten wir gezielt kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe, deren Auszubildende im Rahmen der dualen Ausbildung an überbetrieblichen Lehrgängen teilnehmen. Wer heute Fachkräfte sichern will, muss in Ausbildung investieren – gerade der Mittelstand ist dabei auf verlässliche Unterstützung angewiesen.“

Die Ministerin verwies zugleich auf die strategische Bedeutung der beruflichen Bildung für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg: „Die duale Ausbildung ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Überbetriebliche Lehrgänge sorgen dafür, dass Auszubildende unabhängig von der Größe ihres Betriebs Zugang zu modernster Technik und hochwertiger Qualifizierung erhalten. Damit stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und schaffen Perspektiven für die Fachkräfte von morgen.“

Höhere Teilnehmerzahlen

Trotz rückläufiger Zahlen bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen rechnen die Bildungsstätten 2026 mit einem leichten Anstieg der Teilnehmerzahlen bei überbetrieblichen Berufsausbildungslehrgängen. Besonders im Bauhandwerk wird ein Zuwachs erwartet, ausgelöst durch die deutlich gestiegene Zahl an Auszubildenden in dieser Branche. Insbesondere bei Stuckateur-, Zimmerer-, Straßen- und Gleisbau-Betrieben wie auch in den Bereichen Kältetechnik-Mechatronik und Hörakustik sei ein Anstieg zu erwarten, so die Experten.

Die überbetriebliche Ausbildung gilt als wesentlicher Erfolgsfaktor für die berufliche Ausbildung. Sie ergänzt neben Betrieb und Berufsschule als dritter Lernort die duale Ausbildung und trägt maßgeblich zu einer qualitativ hochwertigen und vollumfänglichen Ausbildung von Fachkräften bei.

Die Förderung von Überbetrieblichen Berufsausbildungslehrgängen erfolgt seit vielen Jahren durch Bund und Länder. In Baden-Württemberg ist das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus mit seinem Förderprogramm „Überbetriebliche Berufsausbildung“ (kurz: ÜBA) dafür zuständig. Während der Bund seine Förderung ausschließlich auf Fachstufenlehrgänge im Handwerk und Bauhandwerk bezieht, fördert das Land Baden-Württemberg darüber hinaus Grundstufenlehrgänge in allen Wirtschaftsbereichen.

Förderumfang

Im Jahr 2026 fördert das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg mit rund 13 Millionen Euro rund 9.500 Überbetriebliche Ausbildungslehrgänge mit rund 94.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Förderung beinhaltet Zuschüsse für Lehrgänge und Unterbringungskosten. Die Inhalte der Lehrgänge werden fortlaufend an neue Berufsbilder und technische Entwicklungen angepasst. Hier lernen die Auszubildenden spezielle Inhalte, die der jeweilige Ausbildungsbetrieb wegen seiner Größe oder Spezialisierung nicht vermitteln kann. Dadurch werden vor allem kleine und mittlere Betriebe in die Lage versetzt, qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen. Überbetriebliche Lehrgänge ergänzen die Ausbildung im Betrieb und garantieren ein hohes Niveau der immer komplexer werdenden beruflichen Ausbildung.

Die Förderung erhalten Handwerkskammern, Innungen, Kreishandwerkerschaften und Landesverbände des Handwerks und Bauhandwerks sowie Bildungsstätten der Industrie- und Handelskammern für Lehrgänge in der Grund- (erstes Ausbildungsjahr) und Fachstufe (nachfolgende Ausbildungsjahre). Die ein- oder mehrwöchigen Lehrgänge finden in mehr als 100 überbetrieblichen Ausbildungsstätten statt und sichern somit einen einheitlichen Ausbildungsstandard – unabhängig von der Größe, der Spezialisierung und den auftragsabhängigen Tätigkeitsschwerpunkten der Betriebe.

Übersicht ÜBA-Zuwendungsempfänger 2026 (PDF)

Weitere Meldungen

Futuromundo 2026
Start-up BW

Schülerteam „Cover Curtains“ siegt beim Landesfinale „Start-up BW Young Talents“

Schülerteam „Cover Curtains“ aus Weil der Stadt siegt beim Landesfinale „Start-up BW Young Talents“ im Rahmen der FUTUROMUNDO.

Digital Hub Stuttgart
Digital Hub

Digital Hub Region Stuttgart mit 500.000 Euro gefördert

Der neu zusammengeschlossene Digital Hub Region Stuttgart wurde feierlich durch Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut in Böblingen eröffnet.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Futoromundo

Wirtschaftsministerium treibt interdisziplinäre Innovationen voran

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus präsentiert auf der FUTUROMUNDO CROSS INNOVATION CONFERENCE + FESTIVAL mit CYBERLÄND ein interdisziplinäres und hochkarätiges Programm.

unsplash / kendall ruth
Wirtschaftsgipfel

Wirtschaftsgipfel BW-EU on Tour

Mit der Premiere des neuen Formats „Wirtschaftsgipfel BW-EU on Tour“ bringt das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg seinen etablierten Dialog erstmals nach Stuttgart.

Die am Oberlauf der Donau gelegene Heuneburg
Tourismus

Tourismus Erfolgsfaktor im Land / Infrastrukturprogramm 2027 startet

Ab sofort können Städte und Gemeinden wieder Anträge auf Förderung ihrer geplanten touristischen Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des Tourismusinfrastrukturprogramms 2027 (TIP) stellen.

Regional Cup der IHK Rhein-Neckar
Start-up BW

Linq Photonics aus Heidelberg gewinnt den Regional Cup der IHK Rhein-Neckar

Zwei Rentner stehen mit ihren Fahrrädern am Bodensee und schauen auf den See.
Rentenreform

Wirtschaftsministerin fordert zügige Umsetzung der Vorschläge der Rentenkommission

Um Deutschlands Zukunftsfähigkeit zu sichern, seien jetzt Kompromissfähigkeit und Reformbereitschaft gefragt.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Konjunkturprognose

Zumeldung zur aktuellen Konjunkturprognose des IAW und der Universität Hohenheim

Endlich wieder Wachstum im Land!

Eine Gruppe Menschen steht auf einer Wiese. Im Hintergrund ist ein Baum zu sehen. Vor der Gruppe stehen gelbe und blaue Buchstaben: BW und UK.
Brexit-Referendum

10 Jahre Brexit-Referendum

Wirtschaftsministerin fordert noch ambitioniertere EU-UK-Partnerschaft.

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Die Umsetzung der vereinbarten Arbeitszeitreform ist völlig unzureichend.

Die Ausnahme muss zur Regel werden, fordert Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut.

Heute Shuttle, morgen Lieferfahrzeug
U-Shift

Ein Fahrzeug für (fast) alle Fälle: U-Shift denkt Mobilität neu

Bei der Abschlussveranstaltung des Förderprojekts „U-Shift II“ zeigen die Projektpartner in Karlsruhe, wie die Mobilität der Zukunft aussehen kann, und sie geben Einblicke in ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich Autonomes Fahren.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Start-up BW

Zwei IW JUNIOR Schülerfirmen aus Baden-Württemberg gewinnen in Köln

Zwei Schülerfirmen aus Baden-Württemberg haben im IW JUNIOR Bundeswettbewerb in Köln am 16. Juni die Bronzemedaille sowie den Sonderpreis für das "Beste Pitch Deck" geholt.

Asien-Pazifik Summit 2026
Summit

Erster Asien-Pazifik Summit in Stuttgart

Leitthema: „Wie sichert Baden-Württemberg seine Wettbewerbsfähigkeit im Innovationswettlauf in der Asien-Pazifik-Region?“

Eine Lehrerin hängt ein Bild an einer Tafel auf. Im Hintergrund sind Schüler zu sehen.
Zumeldung

Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial von Frauen

Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut unterstützt die Einschätzung von DIW-Chef Marcel Fratzscher, dass in der hohen Teilzeitquote von Frauen ein riesiges ungenutztes Arbeitskräftepotenzial liege. Dies sei auch in Baden-Württemberg der Fall.

Logo von Start up BW
Start-up BW

SquareNeo GmbH aus Karlsruhe gewinnt den Regional Cup Karlsruhe

Bühne frei für Innovation: SquareNeo GmbH aus Karlsruhe ge-winnt den Regional Cup Karlsruhe des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.