Selbstanzeige

Finanzminister Nils Schmid zur Regierungserklärung von Bundesfinanzminister Schäuble

Berechne Lesezeit
  • Teilen

„Die Verschärfung der Selbstanzeige ist ein wichtiges Zeichen für alle ehrlichen Steuerzahler. Und die Bekämpfung aggressiver internationaler Steuergestaltungen auf europäischer Ebene gerät endlich ernsthaft in den Fokus. Baden-Württemberg hat beide Themen vorangetrieben und ich freue mich, dass unser Einsatz für mehr Steuergerechtigkeit für ein Umdenken gesorgt hat“, sagte Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid am 6. November 2014 in Stuttgart anlässlich der Regierungserklärung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

Baden-Württemberg hatte im Mai seine Bundesratsinitiative zur Bekämpfung inter-nationaler Steuergestaltungen in den Bundesrat eingebracht. Wie richtig das war, zeige die aktuelle Berichterstattung über aggressive Steuersparmodelle, betonte Schmid: „Es ist mit den europäischen Werten unvereinbar, dass EU-Mitgliedsstaaten sich zum Handlanger windiger Modelle zur Steuerverkürzung machen. Wir müssen die Lücken im internationalen Steuersystem schließen. Denn sie führen zu Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten unserer heimischen Betriebe und Milliardenverlusten für die öffentlichen Haushalte.“

Am Donnerstag wurde ein Gesetzentwurf zur Verschärfung der strafbefreienden Selbstanzeige in erster Lesung im Bundestag beraten, der am Freitag in den Bundesrat kommt und vor allem auf die Initiative Baden-Württembergs zurückgeht. „Die Verschärfung bei der strafbefreienden Selbstanzeige ist ein wichtiger Meilenstein für mehr Steuergerechtigkeit. Damit wird der Druck auf Steuersünder erhöht. Mit dem Gesetzentwurf gewinnen also vor allem die Millionen ehrlichen Steuerzahler in Deutschland“, sagte Schmid. „Es ist aber auch ein Erfolg für Baden-Württemberg. Wir haben den Gesetzentwurf entscheidend vorangetrieben und uns mit zentralen Forderungen durchgesetzt. Grundsätzlich hat sich die Selbstanzeige als wichtiges Instrument erwiesen, um Steuersündern den Weg zurück in die Steuerehrlichkeit zu ermöglichen“, so Schmid.

„Wir sind deshalb gottfroh, dass das Steuerabkommen mit der Schweiz noch verhindert werden konnte. Die pauschale Amnestie für Steuersünder bei dauerhafter Anonymität wäre ein Schlag ins Gesicht jedes ehrlichen Steuerzahlers gewesen“, sagte Minister Schmid weiter.

Baden-Württemberg ist das Land mit den meisten Selbstanzeigen. Zum 3. November 2014 gingen im Südwesten seit Februar 2010 (Ankauf erste Steuer-CD) insgesamt 25.124 Selbstanzeigen bei der Finanzverwaltung ein, davon allein im Jahr 2014 bisher 7670 Selbstanzeigen. Dabei wurden über zwei Milliarden Euro an Kapitalerträgen nacherklärt. Dies führt zu geschätzten Steuermehreinnahmen in Höhe von knapp 575 Millionen Euro.

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Ausbildung

Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Chance auf berufliche Karriere

Hoffmeister-Kraut: Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Chance auf berufliche Karriere.

Mensch und Roboter begrüßen sich, indem Sie die Knöchel aneinanderdrücken.
Förderung

Testfeld Urbane Robotik: Baden-Württemberg bringt Innovation in die Stadt

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert die Aufbauphase des Testfeldes Urbane Robotik am FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe mit rund einer Million Euro bis Mitte 2027.

Fahne des Landes Baden-Württemberg
Mittelstandsförderungsgesetz

Neufassung des Mittelstandsförderungsgesetzes beschlossen

Neufassung des Mittelstandsförderungsgesetzes beschlossen – Starkes Bekenntnis zum Mittelstand in Baden-Württemberg.

Glühbirne
Förderung

Wirtschaftsministerium fördert Deutsches Handwerksinstitut e.V. mit 240.000 Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus beteiligt sich an der Grundfinanzierung des Deutschen Handwerksinstituts e.V. (DHI) im Jahr 2026 mit 240.281 Euro.

Ein Mann und eine Frau geben sich in einem Meeting mit anderen die Hand
Fachkräftesicherung

Regionalprogramm Fachkräftesicherung bis 2027 verlängert

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert auch in den Jahren 2026 und 2027 Veranstaltungen und Aktivitäten der regionalen Fachkräfteallianzen des Landes und stellt dafür 400.000 Euro zur Verfügung.

Mensch und Roboter begrüßen sich, indem Sie die Knöchel aneinanderdrücken.
Innovation

Millionen-Impuls für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert das neue „Zentrum für industrienahe Dienstleistungen“ mit rund 1,6 Millionen Euro in 2026.

Logo der Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“
Wettbewerb

Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ zu vergeben

Das Land Baden-Württemberg vergibt die Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ in diesem Jahr gemeinsam mit der oberschwäbischen Stadt Bad Schussenried. Ab Montag, 2. Februar 2026 läuft die Bewerbungsfrist.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Arbeitsmarkt

Gesamtzahl der Arbeitslosen steigt auf höchsten Wert seit 2007

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.

Bundestag

Wirtschaftsministerin im Deutschen Bundestag

Wirtschaftsministerin kritisiert im Deutschen Bundestag Verzögerungen bei Mercosur-Abkommen und fordert vorzeitige Anwendung.

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp
Tourismus

Nationale Tourismusstrategie setzt klaren Kurs auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, äußert sich zur heutigen Verabschiedung der Nationalen Tourismusstrategie im Bundeskabinett.

Delegationsreise Indien
Freihandelsabkommen

Einigung der Europäischen Kommission mit Indien auf ein Freihandelsabkommen

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Einigung über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien.

Herr Peter S. Krause, Frau Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Frau Barbara Resch bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung
F&E Industrie

Agenda für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg

Wirtschaftsministerin stellt mit der Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg und dem neuen Vorsitzenden von Südwestmetall eine gemeinsame Erklärung für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg vor.

Auf dem Bild ist Ministerin Dr. Nicole-Hoffmeister-Kraut mit Herrn Dr. Andreas Zekorn zu sehen. Beide lächeln in die Kamera. Die Ministerin hält eine Urkunde in beiden Händen.
Ehrung

Dr. Andreas Zekorn mit Staufermedaille geehrt

Für seine herausragenden Verdienste als Archivar, als Forscher und Verfasser wissenschaftlicher Publikationen hat Dr. Andreas Zekorn die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten.

Innovationspreis 2025
Ausschreibung

Ausschreibung für den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg 2026 gestartet!

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus stellt auch in diesem Jahr wieder herausragende Innovationen von kleinen und mittleren Unternehmen aus Baden-Württemberg in den Mittelpunkt. Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2026 möglich.

CMT 2026 Tourismustag
Tourismus

Baden-Württemberg Tourismus kann in 2025 hohes Niveau halten

Mit einem positiven Resümee mit Blick auf die vergangenen Tourismusjahre begrüßte Staatssekretär Dr. Patrick Rapp die Gäste des Tourismustags 2026 des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus im Rahmen der Urlaubsmesse CMT in Stuttgart.