Frauenwirtschaftstage

Frauenwirtschaftstage starten am 19. Oktober

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Frauenwirtschaftstage Frauenwirtschaftstage starten am 19. Oktober

Die diesjährigen Frauenwirtschaftstage starten am 19. Oktober mit dem Schwerpunkt „Frauen.Gründen.Zukunft.". Landesweit finden zahlreiche Veranstaltungen für Frauen und interessierte Männer statt.

„Unser Land braucht den Ideenreichtum und die Kreativität der am besten qualifizierten Frauengeneration aller Zeiten. Gründerinnen und Unternehmerinnen und ebenso Frauen in Fach- und Führungspositionen sorgen für frischen Wind in der Wirtschaft und schaffen Chancen für Innovationen. Denn Frauen erkennen oft frühzeitig zukünftige Trends, bringen andere Perspektiven ein und haben ein hohes Verantwortungsbewusstsein. Sie verlassen tradierte Wege und wagen es auch einmal, neue Pfade einzuschlagen“, betonte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Mit den diesjährigen Frauenwirtschaftstagen möchte die Wirtschaftsministerin mehr Frauen zum Schritt in die Selbstständigkeit motivieren. „Als Chefin eigenständige Entscheidungen zu treffen, der Kreativität freien Raum zu lassen und die persönlichen Zeitressourcen individuell zu gestalten, sind starke Gründungsmotive, gerade für Frauen. Dennoch sehe ich Nachholbedarf bei den Gründerinnen und selbstständigen Frauen im Land“, so die Ministerin.

Laut dem deutschen Start-up-Monitor beträgt der Anteil von Frauen in Gründungsteams im Jahr 2022 bisher nur 20,3 Prozent. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Selbstständigen: Laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg waren im Jahr 2021 nur 31,3 Prozent der Selbstständigen im Alter zwischen 30 und 49 Jahren Frauen. Zum Vergleich waren 47,5 Prozent der abhängig Beschäftigten in dieser Altersgruppe Frauen.

Auffällig ist zudem, dass der Anteil der Väter an den abhängig Beschäftigten 29,8 Prozent beträgt, bei den Selbstständigen hingegen sind es 46,6 Prozent. Der Anteil der Mütter an den abhängig Beschäftigten beläuft sich auf 31,8 Prozent. Selbstständige Mütter gibt es hingegen lediglich in 22,2 Prozent der Fälle. Es sind also verhältnismäßig viele Väter, aber wenig Mütter unter den Selbstständigen vertreten – und das, obwohl gerade die Selbstständigkeit enormes Potenzial für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit bietet.

Genau hier sollen die Frauenwirtschaftstage ansetzen. „Wir wollen Frauen Mut machen und ihren Fokus noch stärker auf die Vorteile des Gründens und der Selbstständigkeit lenken. Dass wir mit unserem diesjährigen Schwerpunktthema ‚Frauen. Gründen. Zukunft‘ und weiteren Themen landesweit in rund 100 Online- und Präsenzveranstaltungen vertreten sein werden, ist ein starkes Signal. Ich danke allen, die sich im Rahmen der diesjährigen Frauenwirtschaftstage engagieren“, so die Ministerin.

Veranstaltungen richten sich an breites Publikum

Die Frauenwirtschaftstage werden auf Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus durchgeführt. Zielsetzung ist, die Chancen und die Bedeutung von Frauen als Fach- und Führungskräfte, Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen in und für die Wirtschaft in den Fokus zu rücken. Die regionalen Veranstaltungen widmen sich daher auch weiteren Themen, wie zum Beispiel dem Aufstieg von Frauen in Führungspositionen, Frauen in MINT-Berufen, Erfolgsfaktoren für Gründerinnen und Unternehmerinnen, der Unternehmensnachfolge als Karriereoption, dem Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit, Diversity Management und einer modernen Arbeitswelt und Unternehmenskultur sowie Vernetzungs- und Kooperationsmöglichkeiten. Die Frauenwirtschaftstage richten sich insbesondere an Frauen und Männer, unternehmerisch Selbstständige, Unternehmensverantwortliche im Bereich Personalmanagement sowie weitere Interessierte.

Im Rahmen der Frauenwirtschaftstage 2022 werden vielfältige Veranstaltungen, unter anderem von Kontaktstellen Frau und Beruf, Agenturen für Arbeit, Regionalbüros für berufliche Fortbildung, Frauen- und Wirtschaftsorganisationen, Gleichstellungsbeauftragten der Kreise und Kommunen, Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Verbänden angeboten.

Eine Teilnahme an den Events ist durch zahlreiche Online-Formate auch ortsunabhängig möglich.

 

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