Sport

Land und Landessportverband unterzeichnen Solidarpakt Sport III

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid und Kultusminister Andreas Stoch haben mit dem geschäftsführenden Präsidium des Landessportverbands Baden-Württemberg e.V. (LSV) die Fortführung des Solidarpakts Sport vereinbart.

„Die Sportorganisationen und ihre Vereine leisten einen dauerhaften und wertvollen Beitrag für unser Gemeinwesen. Diese Arbeit wollen wir als Land partnerschaftlich und nachhaltig unterstützen. Daher haben wir uns mit dem Sport frühzeitig auf eine Fortsetzung des Solidarpakts Sport verständigt. Nur so ist es möglich, rechtzeitig die Weichen für zukunftsorientierte Konzepte zu stellen“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Stuttgart.

Damit der Sport seine vielfältigen und zunehmenden Aufgaben weiterhin bewältigen kann, wurde der zum Jahresende 2016 auslaufende Solidarpakt um weitere fünf Jahre verlängert und das Fördervolumen von bisher jährlich rund 70 Millionen Euro deutlich aufgestockt. Über die Laufzeit des Solidarpakts Sport III von 2017 bis 2021 werden dem Sport insgesamt 87,5 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird die bereits 2016 im Haushalt verankerte Erhöhung des Programmvolumens für den kommunalen Sportstättenbau um jährlich 5 Millionen Euro beibehalten. Damit stehen für diesen Bereich auch künftig jährlich 17 Millionen Euro bereit. Die Aufstockung des Solidarpakts Sport II unter der seinerzeitigen Landesregierung fiel dagegen mit insgesamt 20 Millionen Euro deutlich geringer aus. „Gerade vor dem Hintergrund der Schuldenbremse ist die jetzige Aufstockung des Fördervolumens ein starkes Signal des Landes Baden-Württemberg für den Sport. Sport ist Leidenschaft, Engagement und trägt nicht zuletzt auch zur kulturellen Verständigung bei“, so Schmid.

Von dem Erhöhungsbetrag von 87,5 Millionen Euro profitieren insbesondere die nebenberuflichen Übungsleiterinnen und Übungsleiter mit zusätzlich 25 Millionen Euro. „Ohne unsere Übungsleiterinnen und Übungsleiter geht im Sport nichts. Deswegen ist es mir wichtig, in diesem Bereich ein deutliches Zeichen zu setzen“, bekräftigte Minister Nils Schmid. Mit den bereits bisher im Landeshaushalt enthaltenen 11,7 Millionen Euro stehen für die Übungsleiterpauschale jährlich rund 17 Millionen Euro zur Verfügung. Dadurch kann der Stundensatz seit seiner Einführung in den 1960er-Jahren erstmals von 1,80 Euro auf 2,50 Euro deutlich angehoben werden.

Ein weiterer Schwerpunkt des neuen Solidarpakts ist ein Sonderprogramm zum Abbau des Antragstaus im Vereinssportstättenbau in Höhe von 20 Millionen Euro. Daneben werden die bereits bisher für diesen Bereich zur Verfügung stehenden Fördermittel von jährlich 12 auf 13 Millionen Euro erhöht. Dies sorgt zusammen mit den zusätzlichen Mitteln für den kommunalen Sportstättenbau für eine deutliche Entspannung der Sportstättensituation in Baden-Württemberg und dürfte den Antragsstau erheblich reduzieren.

Auch der Leistungssport wird mit zusätzlich 12,5 Millionen Euro deutlich gestärkt. Ab 2017 steht für dieses Handlungsfeld ein jährliches Fördervolumen von über 16 Millionen Euro zur Verfügung.

„Neben der Erhöhung der Übungsleiterpauschale zählen die zusätzlichen Fördermittel zum Abbau des Antragsstaus sicherlich zu den wichtigsten Ergebnissen des neuen Solidarpakts“, erklärte LSV-Präsident Dieter Schmidt-Volkmar. „Sie werden unseren Sportvereinen bei der dringend notwendigen Modernisierung und Sanierung ihrer Sportanlagen helfen. Damit wird die Sportinfrastruktur in unserem Land nachhaltig gesichert und verbessert. Ganz besonders freue ich mich, dass der Leistungs- und Spitzensport eine Stärkung erfährt, denn ohne diese Stärkung wäre das anspruchsvolle Projekt ‚Spitzensportland Baden-Württemberg‘ kaum realisierbar.“

Die vier baden-württembergischen Sportschulen erhalten zusätzlich 8,5 Millionen Euro; weitere 2,5 Millionen Euro sind für die verbandseigenen Schulungsstätten eingeplant. Damit wird der Bildungsbereich innerhalb des Sports weiter verbessert.

Für integrative und inklusive Maßnahmen werden zusätzlich 5 Millionen Euro bereitgestellt. „Damit nutzen wir die vielfältigen Integrationsmöglichkeiten, die das sportliche und außersportliche Vereinsleben bieten und ergänzen dies mit Angeboten im Schulsport. Weitere 4 Millionen Euro sind für die Fortführung und den weiteren Ausbau des Formats ‚FSJ Sport und Schule‘ über den Landessportverband vorgesehen. Dadurch wird es möglich, bis zu 200 Freiwillige in bewegungserzieherische Kooperationsmaßnahmen zwischen Schulen und Sportvereinen einzubinden“, erläuterte Kultusminister Andreas Stoch.

Auch die Wander- und Rettungsdienstorganisationen profitieren vom Solidarpakt mit zusätzlich 2,5 Millionen Euro. Darüber hinaus werden die Mittel zur Förderung von Fanprojekten um 0,5 Millionen Euro aufgestockt. Weitere 2 Millionen Euro sind für die Förderung der Turnweltmeisterschaft reserviert. Diese konnte für 2019 nach Stuttgart geholt werden. Eine Bewerbung als Austragungsort wäre ohne die Unterstützung und Förderzusage von Finanzminister Nils Schmid nicht möglich gewesen.

„Durch die Verlängerung des Solidarpakts wird der Bedeutung des Sports mit seinen über 3,7 Millionen Mitgliedern auch im Bildungsbereich Rechnung getragen“, erklärten die Teilnehmer. Kultusminister Stoch betonte, „dass mit der Vereinbarung alle elementaren Bereiche des Sports zukunftsfähig gestaltet werden können und die Landesregierung dadurch ein deutliches Zeichen der Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit des Sports setzt.“

Weitere Meldungen

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Mentorinnen-Programm

10 Jahre Empowerment - Mentorinnen-Programm startet in die Jubiläumsrunde

10 Jahre Empowerment – Mentorinnen-Programm für Migrantinnen startet in die Jubiläumsrunde

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Wirtschaftsministerin lehnt erneute Verbote für Automobilbranche rundweg ab

Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates hat in seiner heutigen Sitzung (12. März) einem Antrag der Länder Bayern und Baden-Württemberg zugestimmt.

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW Local

Landeswettbewerb Start-up BW Local – jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Baden-Württembergische Kommunen haben jetzt wieder die Möglichkeit, gründungsfreundliche Strukturen aufzubauen und damit am Landeswettbewerb „Start-up BW Local – gründungsfreundliche Kommune“ teilzunehmen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Zumeldung zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA)

Hoffmeister-Kraut äußert sich zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts - Baden-Württemberg weiter an der Spitze!

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes stärkt die Forschungsinstitute der Länder.

Mikrochip / ©Rutkovski.by
Förderung

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI mit fünf Millionen Euro.

©Martina Berg, stock.adobe.com
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen – Klares Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg.

Europaflagge / ©Harald Richter
Industrial Accelerator Act

EU veröffentlicht Industrial Accelerator Act

Hoffmeister-Kraut: Vorschlag weist in falsche Richtung

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Dienstleistungswirtschaft

Impulse für die Zukunft der Dienstleistungswirtschaft im Land

Die Dienstleistungswirtschaft ist ein wichtiger Pfeiler der baden-württembergischen Wirtschaft. Sie sichert Wertschöpfung und Beschäftigung, treibt Innovationen voran und gewinnt im Zuge des industriellen Strukturwandels weiter an Bedeutung.

Bescheidübergabe am 4. März 2026
Förderung

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Glühbirnen / ©sdecoret - stock.adobe.com
Medizintechnik

Medizintechnik stärken: Land setzt sich in Brüssel erfolgreich für Reformen ein

Auf der Branchenveranstaltung „regularia“ in Tuttlingen hat sich Michael Kleiner, Ministerialdirektor am Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am 3. März erneut für Medizintechnikbranche eingesetzt.

Eine Gruppe Frauen schaut lachend in die Kamera.
Karriere

Frau und Beruf: Karriere-Hacks für Young Professionals

Die Digitale Plattform Frau und Beruf Baden-Württemberg startet eine neue Rubrik für junge Frauen, die ihrer Karriere ein Upgrade verpassen wollen und im Ratgeber-Dschungel den roten Faden für ihre beruflichen Möglichkeiten suchen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Vertragspaket

Vertragspaket zwischen der Europäischen Kommission und des Schweizer Bundesrat

Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Unterzeichnung des Vertragspakets zwischen der Europäischen Union und der Schweiz durch die Europäische Kommission und den Schweizer Bundesrat.

Spatenstich Geradstetten
Förderung

Land fördert Neubau des Bildungscampus Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert den Ersatz-neubau für das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e. V. in Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro.

Übergabe der Verdienstmedaille an Herrn Kurt Lacher
Bundesverdienstmedaille

Wirtschaftsministerin überreicht Bundesverdienstmedaille an Kurt Josef Lacher

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, hat Kurt Josef Lacher im Rahmen einer Feierstunde die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht