Ministerium baut Landesprogramm „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ aus

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Quelle: unsplash / dylan-gillis

Im Rahmen des Landesprogramms „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ gibt es ab 1. Oktober auch bei der Handwerkskammer Karlsruhe einen Ausbildungsbegleiter. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg stellt dafür 57.250 Euro bis Ende 2024 bereit. Damit sollen gefährdete Ausbildungsverhältnisse stabilisiert und die Zahl der Vertragslösungen verringert werden.

„Um die Fachkräfte von morgen zu sichern, müssen wir die Ausbildungsverhältnisse von heute festigen. Seit 2015 konnten wir über 5.800 Auszubildende und mehr als 500 Betriebe begleiten. In über 80 Prozent konnte ein Ausbildungsabbruch verhindert werden. Das ist eine hervorragende Bilanz, denn wir kämpfen um jede Ausbildung“, erklärte Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut in Stuttgart. „Ich freue mich sehr, dass unser flächendeckendes Angebot an Ausbildungsbegleiterinnen und -begleitern nun durch die Handwerkskammer Karlsruhe verstärkt wird“, so die Ministerin weiter.

Durch die Ausbildungsbeleiterinnen und -begleiter des Wirtschaftsministeriums wurden landesweit bislang in rund 2.700 Informationsveranstaltungen, Seminaren und Workshops Tipps und Hilfen für Auszubildende, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie weitere für die Ausbildung verantwortliche Personen in den Betrieben gegeben. Außerdem unterstützt das Förderprogramm vor allem kleine und mittlere Betriebe dabei, die Qualität der Ausbildung stetig an neue Entwicklungen anzupassen und zu verbessern. „Wenn nicht vermieden werden kann, dass ein Ausbildungsverhältnis beendet wird, führt dies nicht automatisch zu einem Ausbildungsabbruch. Oft kann in diesen Fällen die Ausbildung in einem anderen Betrieb oder einem anderen Beruf fortgesetzt werden kann“, sagte die Ministerin.

Die aktuell 26 Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter unterstützen Auszubildende und Betriebe sowie Eltern und Lehrkräfte, wenn es in der Ausbildung Probleme gibt. Sie sind bei Trägern angesiedelt, die 30 Prozent der Projektkosten übernehmen. So auch die Handwerkskammer Karlsruhe. Daneben finanziert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus die Koordinierungsstelle von „Erfolgreich ausgebildet“, die bei der Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand (BWHM GmbH) ansässig ist.

Auch im Gebiet der Handwerkskammer Karlsruhe blieben in den vergangenen Jahren viele Lehrstellen unbesetzt. Die Unterstützung der Betriebe in der Nachwuchswerbung und Fachkräftesicherung sieht die Kammer als wichtige Aufgabe an. Hauptgeschäftsführer Walter Bantleon erläuterte, dass im Kammerbezirk zuletzt 15,1 Prozent der Ausbildungsverhältnisse vorzeitig gelöst wurden. Das sei ein leichter Anstieg innerhalb der vergangenen drei Jahre. „Diese Entwicklung war Anlass, den Förderantrag für das Projekt Ausbildungsbegleitung zu stellen, um – in größerem Umfang als bisher über die Ausbildungsberatung möglich – abbruchgefährdete Ausbildungsverhältnisse zu erhalten“, so
Bantleon. „Vor allem kleine und mittlere Betriebe sollen bedarfsgerecht durch übergreifende und individuelle Maßnahmen unterstützt werden, so dass eine hohe Ausbildungsqualität sichergestellt wird.“

In der Region Karlsruhe gibt es mit der Handwerkskammer nun – neben der Q-Prints & Service gGmbH, die auch bisher mit der HWK Karlsruhe und der IHK Nordschwarzwald kooperiert hat, sowie der Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka) – eine dritte Anlaufstelle des Landesförderprogramms „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“.

Weitere Informationen und den direkten Kontakt zur Koordinierungsstelle beziehungsweise der Ausbildungsbegleitung finden Sie unter www.erfolgreich-ausgebildet.de.

Weitere Meldungen

Eine Roboterhand tippt auf einem Monitor aus Glas
Künstliche Intelligenz

Baden-Württemberg drängt auf praktikable KI-Regeln

Innovationskraft statt Formularflut: Baden-Württemberg drängt auf praktikable KI-Regeln

Logo der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg
Allianz Industrie 4.0

Fortsetzung der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ bis Ende 2029

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus setzt die Förderung der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg mit rund 3,85 Millionen Euro fort.

CMT 2026 Tourismustag
Tourismus

Zumeldung zur Tourismusbilanz im Jahr 2025

Der Tourismus in Baden-Württemberg bleibt auf hohem Niveau stabil. Das zeigt die am 18. Februar durch das Statistische Landesamt Baden-Württemberg veröffentliche Meldung zur Tourismusstatistik für das Kalenderjahr 2025.

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Bühne frei für Innovation: Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket für das Landesfinale.

Unterzeichnung Letters of Intent
Absichtserklärung

Absichtserklärung zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnet

Wirtschaftsministerium und die ukrainische Region Lwiw unterzeichnen Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

Förderung

25 Millionen für Digitales Innovationszentrum am Universitätsklinikum Freiburg

Die Landesregierung fördert auf Vorschlag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus den Aufbau einer diagnostischen und therapeutischen Forschungs- und Entwicklungseinheit im Digitalen Innovationszentrum (DIGIZ) am Uniklinikum Freiburg.

Virtueller Datenfluss im Web
Förderung

4,2 Millionen Euro für Quantentechnologie-Demonstratoren

Das Land fördert die Entwicklung von Demonstratoren in der Quantensensorik und -kommunikation. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Krebsdiagnostik über die Navigation ohne Satellitensignale bis hin zur Materialprüfung auf dem Bau.

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

Für seine herausragenden Verdienste als Heimatkundler, Kirchenmusiker und Michaelsbruder hat Adolf Klek die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten.

Skyline Tokio in Morgensonne
Außenwirtschaft

Baden-Württembergs Wirtschaftsrepräsentanz in Japan neu besetzt und gestärkt

Das Wirtschaftsministerium hat die Wirtschaftsrepräsentanz des Landes in Japan neu besetzt und personell verstärkt. Dr. Lucas Witoslawski und Victor Arnhold stehen baden-württembergischen Unternehmen künftig als Türöffner zur Verfügung.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Ausbildung

Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Chance auf berufliche Karriere

Hoffmeister-Kraut: Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Chance auf berufliche Karriere.

Mensch und Roboter begrüßen sich, indem Sie die Knöchel aneinanderdrücken.
Förderung

Testfeld Urbane Robotik: Baden-Württemberg bringt Innovation in die Stadt

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert die Aufbauphase des Testfeldes Urbane Robotik am FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe mit rund einer Million Euro bis Mitte 2027.

Fahne des Landes Baden-Württemberg
Mittelstandsförderungsgesetz

Neufassung des Mittelstandsförderungsgesetzes beschlossen

Neufassung des Mittelstandsförderungsgesetzes beschlossen – Starkes Bekenntnis zum Mittelstand in Baden-Württemberg.

Glühbirne
Förderung

Wirtschaftsministerium fördert Deutsches Handwerksinstitut e.V. mit 240.000 Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus beteiligt sich an der Grundfinanzierung des Deutschen Handwerksinstituts e.V. (DHI) im Jahr 2026 mit 240.281 Euro.

Ein Mann und eine Frau geben sich in einem Meeting mit anderen die Hand
Fachkräftesicherung

Regionalprogramm Fachkräftesicherung bis 2027 verlängert

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert auch in den Jahren 2026 und 2027 Veranstaltungen und Aktivitäten der regionalen Fachkräfteallianzen des Landes und stellt dafür 400.000 Euro zur Verfügung.

Mensch und Roboter begrüßen sich, indem Sie die Knöchel aneinanderdrücken.
Innovation

Millionen-Impuls für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert das neue „Zentrum für industrienahe Dienstleistungen“ mit rund 1,6 Millionen Euro in 2026.