Mittelstandspreis für soziale Verantwortung

Unternehmen erleichtern die Integration von geflüchteten Menschen

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Unternehmen können durch Schnupperpraktika, Ausbildungs- und Arbeitsplätze die Integration von geflüchteten Menschen in die Arbeitswelt und damit in unsere Gesellschaft erleichtern. Das war die Botschaft einer Veranstaltung mit Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, des Caritasverbandes Karlsruhe und des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV) am 7. Juni 2016 in Karlsruhe.

Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen tauschten sich über Rahmenbedingungen, Erfolgsfaktoren, Unterstützungsangebote und gelungene Beispiele aus, wie Flüchtlingen bei der Integration in Arbeit geholfen werden kann. Initiiert und gefördert wurde die Veranstaltung vom „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg“.

„Wir wollen mit dieser Veranstaltung deutlich machen, dass Maßnahmen der Corporate Social Responsibility (CSR) ein wichtiges Element des gegenwärtigen zivilgesellschaftlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe sind. In vielen Fällen ist gerade das freiwillige gesellschaftliche Engagement kleiner und mittlerer Unternehmen eine wichtige Ergänzung der sonstigen vielfältigen unternehmerischen Initiativen zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung“, betonte Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz.

BWGV-Präsident Roman Glaser unterstrich bei der Veranstaltung, dass Genos-senschaften bei der Integration von Flüchtlingen in Arbeit in vielfältiger Weise helfen. Das beginne bei Konten, die die Volksbanken und Raiffeisenbanken bereitstellen. „Wir unterstützen Unternehmen zudem bei der Einstellung von Flüchtlingen mit einem kulturunabhängigen Test. Dieser soll die Fähigkeiten und Kompetenzen der Bewerber für die ausgeschriebenen Stellen aufzeigen und damit die gegenseitige Eignung feststellen“, sagte Glaser. Darüber hinaus wolle man auch Flüchtlinge ermutigen, selbst Genossenschaften zu gründen: „Denn gemeinsam kann viel erreicht werden - auch die Integration in den Arbeitsmarkt“, so der BWGV-Präsident.

Für die Caritas betonten Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Appel und der Karlsruher Caritas-Vorstand Hans-Gerd Köhler, dass das primäre Ziel sein müsse, Flüchtlingen die Teilhabe an unserer Gesellschaft – und damit vor allem auch am Arbeitsmarkt – zu ermöglichen, um ein Leben in Würde führen zu können. „Das schließt die frühestmögliche Förderung von Potentialen ein, das heißt, geflüchtete Menschen müssen ausgebildet und fortgebildet werden, um beschäftigungsfähig zu sein“, so Hans-Gerd Köhler. Der entscheidende Aspekt dabei ist nach der Überzeugung von Bernhard Appel, „wie wir den Menschen, die zu uns kommen, nicht nur als Arbeitskräfte, sondern in ihrer Kultur, in ihren Erfahrungen und Kompetenzen, also in ihrem Menschsein, gerecht werden können“. Das sei eine große Aufgabe und Verantwortung für ein gelingendes Miteinander für alle Mitarbeitenden in den Unternehmen wie auch in der Gesellschaft.

Die Unternehmen bringen neben dem Engagement ihrer Mitarbeitenden häufig auch eigenes Know-how und ihre Netzwerke ein. Oftmals sind Unternehmen daneben an der Sprachförderung von Flüchtlingen beteiligt oder helfen den Flüchtlingen und deren Familien bei der Bewältigung des Alltags.

Weitere Informationen:
Der „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg“ – Leistung, Engagement, Anerkennung (Lea) würdigt das freiwillige Engagement (CSR-Aktivitäten) kleiner und mittelständischer Unternehmen, die gemeinsam mit ihren Partnern gesellschaftliche Problemlagen angehen. Am 5. Juli 2016 wird der Preis in Stuttgart zum zehnten Mal verliehen.

Weitere Meldungen

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal aus Tübingen gewinnt den Regional Cup Tübingen

Bühne frei für Innovation: ELASTheal aus Tübingen gewinnt den Regional Cup Tübingen des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Förderung

Land fördert Technologiekooperation mit der Ukraine

Land fördert Technologiekooperation mit der Ukraine.

Europaflagge / ©Harald Richter
Förderung

Großes wirtschaftliches Potenzial: Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologie

Auch die zweite Runde der Prototypenförderung für innovative Technologien ist ein Erfolg: Aus 52 Anträgen von staatlichen Hochschulen und den wirtschaftsnahen außeruniversitären Forschungseinrichtungen wurden 14 Projekte bewilligt.

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Förderung

Innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion gefördert

Vom Klimagas zum Rohstoff – Innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion in Baden-Württemberg mit rund 1,4 Millionen Euro gefördert.

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Förderung

Land stärkt den Automotive-Standort im Rems-Murr-Kreis mit rund fünf Millionen Euro

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut übergabam 31. März einen symbolischen Förderscheck in Höhe von rund fünf Millionen Euro an das Unternehmen ZF LIFETEC.

unsplash / kendall ruth
Arbeitsmarkt

Arbeitsmarktzahlen: Verhaltene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, äußert sich anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Chemieagenda 2045

Gemeinsames Länderschreiben zur Chemieagenda 2045

Gemeinsames Länderschreiben zur Chemieagenda 2045: Ergebnisse und dringender Handlungsbedarf

Regional Cup Böblingen - Elevator Pitch 2025/26
Start-up BW

Viktor Becker aus Geislingen an der Steige gewinnt den Regional Cup Böblingen

Bühne frei für Innovation: Viktor Becker aus Geislingen an der Steige gewinnt den Regional Cup Böblingen des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Siegerehrung Start-up BW Elevator Pitch Vorentscheid Rems-Murr
Start-up BW

Fibryx GmbH aus Stuttgart-Vaihingen gewinnt Regional Cup „START-UP & GROW REMS-MURR“

Bühne frei für Innovation: Fibryx GmbH aus Stuttgart-Vaihingen gewinnt den Regional Cup „START-UP & GROW REMS-MURR“ des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Logo von Start up BW
Start-up BW

EasZotic GmbH, Jakob und Elisabeth Tillery aus Horb gewinnen Regional Cup

Bühne frei für Innovation: EasZotic GmbH, Jakob und Elisabeth Tillery aus Horb sichern sich das Ticket für das Landesfinale.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Förderung

Land fördert Miniatur-Batterien für die Medizintechnik mit rund acht Millionen Euro

Das Land Baden-Württemberg startet im März das Projekt „Medicell“.

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Mentorinnen-Programm

10 Jahre Empowerment - Mentorinnen-Programm startet in die Jubiläumsrunde

10 Jahre Empowerment – Mentorinnen-Programm für Migrantinnen startet in die Jubiläumsrunde

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Wirtschaftsministerin lehnt erneute Verbote für Automobilbranche rundweg ab

Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates hat in seiner heutigen Sitzung (12. März) einem Antrag der Länder Bayern und Baden-Württemberg zugestimmt.

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW Local

Landeswettbewerb Start-up BW Local – jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Baden-Württembergische Kommunen haben jetzt wieder die Möglichkeit, gründungsfreundliche Strukturen aufzubauen und damit am Landeswettbewerb „Start-up BW Local – gründungsfreundliche Kommune“ teilzunehmen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Zumeldung zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA)

Hoffmeister-Kraut äußert sich zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts - Baden-Württemberg weiter an der Spitze!