Forum

Wirtschaftsforum Baden-Württemberg

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Wirtschaftsforum Baden-Württemberg am 9. Oktober 2017
Quelle: Wolfram Scheible

„Die digitale Zukunft ist reich an Chancen, wenn Unternehmen wie auch die Beschäftigten selbst die Möglichkeiten der Digitalisierung mutig ergreifen“, erklärte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Eröffnung des Wirtschaftsforums Baden-Württemberg „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ heute (9. Oktober) im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. „Die Digitalisierung bietet die Chance für den Ausbau einer modernen Arbeitswelt mit gleichberechtigter und partnerschaftlicher Beschäftigung.“

Die digitale Transformation werde zu einer Neustrukturierung der Arbeitswelt führen. Dies biete die Chance, den veränderten, vielfältigeren Werte-, Lebens- und Berufsvorstellungen der Beschäftigten gerechter zu werden – gerade auch für Frauen, so Hoffmeister-Kraut. Durch veränderte Berufsbilder, neue Karriereprofile und moderne, digital unterstützte Arbeitsmodelle würden einst männlich dominierte Arbeitsbereiche, insbesondere in den MINT-Berufen und Führungspositionen, verstärkt auch für Frauen geöffnet und attraktiver.

Denn durch die Digitalisierung sei möglich, flexibler und mobiler zu arbeiten, Beruf und Privatleben partnerschaftlicher zu vereinbaren und in neuen und vielfältigeren Arbeits- und Karrieremodellen tätig zu sein.

„Wir wollen zeigen, wie die Digitalisierung als Chance für eine moderne gleichberechtigte Arbeitswelt konkret genutzt werden kann und wie sich Unternehmen bereits heute auf die digitale Zukunft vorbereiten und ihre Unternehmensorganisation und -kultur weiterentwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen als wichtigster Erfolgsfaktor und die Bedeutung von Chancengleichheit und Vielfalt für die Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft der Wirtschaft 4.0“, erläuterte die Ministerin.

Allerdings gelte es auch, sich mutig den Herausforderungen zu stellen, da sich wirtschaftliche Strukturen wandeln und sich viele berufliche Aufgaben durch die Digitalisierung stark verändern. Es gelte daher Vorsorge zu treffen, damit neue Formen der Zusammenarbeit die Erwerbstätigen nicht entgrenzen oder im Homeoffice isolieren; der Einsatz von digitalen Plattformen dürfe auch der prekären Beschäftigung keinen Vorschub leisten. Gestaltungsansätze und Rahmenbedingungen, die Chancengleichheit sowie eine geschlechter- und diversitätsgerechte Arbeitswelt im Blick haben und aktiv herstellen, müssen deshalb einen integralen Bestandteil bei allen Maßnahmen bilden.

Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut ist überzeugt: „Vielfalt ist eine wichtige Voraussetzung, um Innovations- und Digitalisierungsprozesse erfolgreich zu gestalten. Unternehmen müssen eine moderne Führungs- und Unternehmenskultur entwickeln und verstärkt die Qualifikationen von Frauen als Fach- und Führungskräfte nutzen, um erfolgreich im Wettbewerb zu bestehen. Gleichzeitig sollten Frauen die Chancen der digitalen Arbeitswelt nutzen, digitale Kompetenzen erwerben und in digitalen Arbeitsfeldern verstärkt tätig werden.“

Hintergrund zum Wirtschaftsforum

Das Wirtschaftsforum „Die Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ zeigt die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung und wie diese für eine moderne gleichberechtigte Arbeitswelt konkret genutzt werden kann. Acht Chancenräume vermitteln einen Einblick in die unterschiedlichen Dimensionen von „Digitalisierung und Chancengleichheit“: in die chancenreiche, agile Unternehmenskultur 4.0, in erforderliche digitale Kompetenzen und künftige Karriereprofile, flexible, digital unterstützte Arbeitsformen, Auswirkungen der Plattform-Ökonomie und Tech-Trends auf Chancengleichheit. Inspiration für innovative Geschäftsanwendungen erhalten die rund 400 Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer bei digitalen Pionieren im Rahmen einer Ausstellung: VR-Brillen, 3-D-Druck, ein digitaler Rollator und andere digitale Anwendungen können dort getestet werden. Trends und zentrale Ergebnisse aus elf Studien zum Themenspektrum „Digitalisierung und Chancengleichheit“ werden in einer Think Tank Arena präsentiert. Frauen-Business-Netzwerke laden zu intensivem Networking in die Matchmaking Arena. Den Nachmittag krönt die Auftaktveranstaltung für die diesjährigen Frauenwirtschaftstage in Baden-Württemberg mit dem landesweiten Motto „Chancen für Frauen in der digitalen Arbeitswelt“.

Zum Programm

Zur Mediathek

Weitere Meldungen

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
EU-Donaurraumstrategie

Europäische KI-Netzwerke stärken die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus dem gesamten Donauraum treffen sich heute (3. Juli) in Ulm, um über Digitalisierung, Künstliche Intelligenz (KI) und Cybersicherheit in Unternehmen zu diskutieren.

Wirtschaftsministerkonferenz 2026
Wirtschaftsministerkonferenz

WMK 2026: Mit Wettbewerb und Innovationen den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken

Die Wirtschaftsministerinnen und Wirtschaftsminister sowie Senatorinnen und Senatoren der Länder haben auf der Wirtschaftsministerkonferenz (WMK) in Baden-Württemberg ein klares Signal gesetzt.

Wirtschaftsministerkonferenz 2026 in Konstanz
Wirtschaftsministerkonferenz

Wirtschaftsminister der Länder tagen in Konstanz

Wirtschaftsminister der Länder tagen in Konstanz: Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland im Mittelpunkt.

Logo von Start up BW
Start-up BW

energieleser aus Stuttgart gewinnt den Regional Cup GROUND-BREAKERS

Bühne frei für Innovation: energieleser aus Stuttgart gewinnt den Regional Cup GROUNDBREAKERS Region Stuttgart des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Bescheidübergabe Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach | Neu-Ulm
Förderung

Digitalisierungszentrum mit rund 500.000 Euro gefördert

Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach | Neu-Ulm mit rund 500.000 Euro gefördert

Futuromundo 2026
Start-up BW

Schülerteam „Cover Curtains“ siegt beim Landesfinale „Start-up BW Young Talents“

Schülerteam „Cover Curtains“ aus Weil der Stadt siegt beim Landesfinale „Start-up BW Young Talents“ im Rahmen der FUTUROMUNDO.

Digital Hub Stuttgart
Digital Hub

Digital Hub Region Stuttgart mit 500.000 Euro gefördert

Der neu zusammengeschlossene Digital Hub Region Stuttgart wurde feierlich durch Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut in Böblingen eröffnet.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Futoromundo

Wirtschaftsministerium treibt interdisziplinäre Innovationen voran

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus präsentiert auf der FUTUROMUNDO CROSS INNOVATION CONFERENCE + FESTIVAL mit CYBERLÄND ein interdisziplinäres und hochkarätiges Programm.

unsplash / kendall ruth
Wirtschaftsgipfel

Wirtschaftsgipfel BW-EU on Tour

Mit der Premiere des neuen Formats „Wirtschaftsgipfel BW-EU on Tour“ bringt das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg seinen etablierten Dialog erstmals nach Stuttgart.

Die am Oberlauf der Donau gelegene Heuneburg
Tourismus

Tourismus Erfolgsfaktor im Land / Infrastrukturprogramm 2027 startet

Ab sofort können Städte und Gemeinden wieder Anträge auf Förderung ihrer geplanten touristischen Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des Tourismusinfrastrukturprogramms 2027 (TIP) stellen.

Regional Cup der IHK Rhein-Neckar
Start-up BW

Linq Photonics aus Heidelberg gewinnt den Regional Cup der IHK Rhein-Neckar

Zwei Rentner stehen mit ihren Fahrrädern am Bodensee und schauen auf den See.
Rentenreform

Wirtschaftsministerin fordert zügige Umsetzung der Vorschläge der Rentenkommission

Um Deutschlands Zukunftsfähigkeit zu sichern, seien jetzt Kompromissfähigkeit und Reformbereitschaft gefragt.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Konjunkturprognose

Zumeldung zur aktuellen Konjunkturprognose des IAW und der Universität Hohenheim

Endlich wieder Wachstum im Land!

Eine Gruppe Menschen steht auf einer Wiese. Im Hintergrund ist ein Baum zu sehen. Vor der Gruppe stehen gelbe und blaue Buchstaben: BW und UK.
Brexit-Referendum

10 Jahre Brexit-Referendum

Wirtschaftsministerin fordert noch ambitioniertere EU-UK-Partnerschaft.

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Die Umsetzung der vereinbarten Arbeitszeitreform ist völlig unzureichend.

Die Ausnahme muss zur Regel werden, fordert Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut.