Außenwirtschaft

Wirtschaftsministerin verurteilt Einführung von US-Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte aus EU und Kanada

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Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut verurteilte die US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte scharf und warnte eindringlich vor einer weiteren Eskalation des Handelsstreits. „Abschottung und Protektionismus schaden den internationalen Handelsbeziehungen, den Unternehmen und letztlich allen Beteiligten“, so Hoffmeister-Kraut. „Die US-amerikanische Begründung, es handele sich um eine Maßnahme zur Stärkung der nationalen Sicherheit, ist so durchsichtig wie die Zielsetzung selbst: Die US-Administration unter Präsident Trump scheint Eskalation als zulässige Verhandlungstaktik zu betrachten.“

Der Hang zu Protektionismus, bei dem die USA im Zweifel auch Verletzungen von WTO-Regeln in Kauf nehmen, schade dem Welthandel enorm. Es gelte nun, für das Welthandelssystem gemeinsam geschlossen einzustehen, dabei aber den Gesprächskanal nach Washington offen zu halten, forderte die Ministerin.

Eine Reaktion der EU mit Augenmaß sei richtig, erklärte Hoffmeister-Kraut. Nun komme es darauf an, dass sich beide Seiten an den Verhandlungstisch setzen und im Interesse der in den USA und der EU lebenden Menschen Lösungen erarbeiten, die zu fairen Handelsbeziehungen und nicht zu einem Handelskrieg führen.

Sollten die USA auch noch Einfuhrzölle auf Autos erheben, wäre dies ein schwerer Schlag für Baden-Württemberg. Mit 12,2 Prozent aller Exporte sind die USA für Baden-Württemberg das mit Abstand wichtigste Absatzland - die größte Warengruppe sind Kfz und Kfz-Teile mit rund einem Drittel. „Das hätte spürbare Folgen für unseren Wirtschaftsstandort“, warnte Hoffmeister-Kraut. Insgesamt wurden 1,3 Millionen deutsche Autos 2017 in den USA verkauft.

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