Digitalisierung

Wirtschaftsministerium fördert Forschungsprojekt zur Digitalisierung der Lebenswissenschaften mit rund 550.000 Euro

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Das für wirtschaftsnahe Forschung zuständige Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat für das Forschungsvorhaben „Applikationszentrum Labor 4.0 – Das Labor in der Cloud“ am Fraunhofer-Institut für Produktion und Automatisierung (IPA) in Stuttgart eine Förderung über rund 550.000 Euro zugesagt. Dies teilte Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Donnerstag (5. Oktober) mit.

„Baden-Württemberg muss zur Stärkung seiner Zukunftsfähigkeit neue Wertschöpfungsfelder erschließen. Die intensivere wirtschaftliche Nutzung der Forschung etwa im Bereich der Lebenswissenschaften ist ein solches Feld. Unsere Unterstützung für ein Projekt der Digitalisierung nach dem Vorbild der ‚Industrie 4.0‘ eröffnet in lebenswissenschaftlichen Forschungslaboren daher vielfältige Chancen, zum Beispiel bei der Entwicklung neuer Medikamente“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Im Zentrum des neuen Applikationszentrums Labor 4.0 steht die erstmalige Übertragung der Prinzipien der Industrie 4.0 auf den lebenswissenschaftlichen Bereich, und damit der Schritt zum Labor der Zukunft. Dabei ermöglicht die Förderung des Wirtschaftsministeriums den Aufbau einer neuen Forschungsgruppe am IPA, um dort anwendungsorientierte Forschungsarbeiten zum Themenkomplex Labor 4.0 durchzuführen. Diese Forschungsarbeiten sollen das Fraunhofer IPA in einer europa- und weltweiten Führungsrolle in der digitalen Transformation in den Lebenswissenschaften positionieren.

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Durch die Konzeption als Applikationszentrum erhalten Unternehmen aus Baden-Württemberg einen privilegierten Zugang zu den Zukunftstechnologien des Labors 4.0. Im Fokus steht dabei, Forschungskooperationen insbesondere zwischen kleinen und mittleren Unternehmen und den Forschern am Fraunhofer IPA zu etablieren sowie neue Technologien für Unternehmen zu erschließen. Unsere Förderung ist damit ein Beitrag, um nachhaltige Forschungs- und Entwicklungsimpulse im Bereich der Lebenswissenschaften in der Innovationsregion Baden-Württemberg zu generieren.“

Im Rahmen des Projektes „Labor 4.0“ sollen in Anlehnung an „Industrie 4.0“ Laborprozesse soweit wie möglich automatisiert, digitalisiert und vernetzt werden. Durch die Integration verschiedener automatisierter Instrumententypen in Form einer modernen, kognitiv arbeitenden Laboreinrichtung unter Zuhilfenahme von Robotik und Digitalisierung kann der menschliche Input wesentlich reduziert werden. Das bedeutet, anstatt wie bisher den Großteil ihrer Zeit mit sich wiederholender manueller Arbeit zu verbringen, können sich Forscher und Wissenschaftler wieder auf den kreativen Prozess der Forschung sowie der Interpretation von Forschungsdaten konzentrieren. In dem Vorhaben arbeiten Techniker, IT- und Naturwissenschaftler eng interdisziplinär zusammen. Durch die Einbindung der Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie (PAMB) in Mannheim ist insbesondere auch die Perspektive effizienterer Laborprozesse in der Klinik abgedeckt.

„Ich verspreche mir von diesem Projekt neben einer wesentlichen Effizienzsteigerung in akademischen und industriellen Laboren auch die Entwicklung völlig neuer Geschäftsmodelle mit innovativen Dienstleistungen und Produkten für den Laboralltag der Zukunft“, betonte die Ministerin.

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Wirtschaftsministerin lehnt erneute Verbote für Automobilbranche rundweg ab

Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates hat in seiner heutigen Sitzung (12. März) einem Antrag der Länder Bayern und Baden-Württemberg zugestimmt.

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW Local

Landeswettbewerb Start-up BW Local – jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Baden-Württembergische Kommunen haben jetzt wieder die Möglichkeit, gründungsfreundliche Strukturen aufzubauen und damit am Landeswettbewerb „Start-up BW Local – gründungsfreundliche Kommune“ teilzunehmen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Zumeldung zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA)

Hoffmeister-Kraut äußert sich zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts - Baden-Württemberg weiter an der Spitze!

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes stärkt die Forschungsinstitute der Länder.

Mikrochip / ©Rutkovski.by
Förderung

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI mit fünf Millionen Euro.

©Martina Berg, stock.adobe.com
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen – Klares Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg.

Europaflagge / ©Harald Richter
Industrial Accelerator Act

EU veröffentlicht Industrial Accelerator Act

Hoffmeister-Kraut: Vorschlag weist in falsche Richtung

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Dienstleistungswirtschaft

Impulse für die Zukunft der Dienstleistungswirtschaft im Land

Die Dienstleistungswirtschaft ist ein wichtiger Pfeiler der baden-württembergischen Wirtschaft. Sie sichert Wertschöpfung und Beschäftigung, treibt Innovationen voran und gewinnt im Zuge des industriellen Strukturwandels weiter an Bedeutung.

Bescheidübergabe am 4. März 2026
Förderung

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Glühbirnen / ©sdecoret - stock.adobe.com
Medizintechnik

Medizintechnik stärken: Land setzt sich in Brüssel erfolgreich für Reformen ein

Auf der Branchenveranstaltung „regularia“ in Tuttlingen hat sich Michael Kleiner, Ministerialdirektor am Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am 3. März erneut für Medizintechnikbranche eingesetzt.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Vertragspaket

Vertragspaket zwischen der Europäischen Kommission und des Schweizer Bundesrat

Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Unterzeichnung des Vertragspakets zwischen der Europäischen Union und der Schweiz durch die Europäische Kommission und den Schweizer Bundesrat.

Spatenstich Geradstetten
Förderung

Land fördert Neubau des Bildungscampus Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert den Ersatz-neubau für das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e. V. in Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro.

Übergabe der Verdienstmedaille an Herrn Kurt Lacher
Bundesverdienstmedaille

Wirtschaftsministerin überreicht Bundesverdienstmedaille an Kurt Josef Lacher

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, hat Kurt Josef Lacher im Rahmen einer Feierstunde die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Mercosur

Hoffmeister-Kraut: Wichtiges Signal für Europa als Wirtschaftsstandort

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Ankündigung der EU-Kommission, das Freihandelsabkommen Mercosur anzuwenden.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Arbeitsmarkt

Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, äußert sich anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.