Wirtschaftsministerium und IHK schaffen Kontaktstelle für die Sicherung von Lieferketten

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Zwei Männer sitzen an einem Tisch und nutzen Smartphones

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat gemeinsam mit der IHK Region Stuttgart eine Kontaktstelle für die Wirtschaft zur Unterstützung bei Lieferketten-Problemen mit Blick auf die Corona-Krise eingerichtet. „Es gilt, die Produktion im Land jetzt schrittweise wieder hochzufahren. Funktionierende und zuverlässige Lieferketten sind dafür unverzichtbar. Gerade in unseren Hochtechnologiebranchen wie der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der Medizintechnik muss die Zulieferung von Komponenten gesichert und pünktlich erfolgen“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (5. Mai) in Stuttgart.

Nach mehreren Wochen des Stillstands in den Werken der Automobilindustrie und anderen Branchen startet derzeit der schrittweise Wiederanlauf der Produktion. Damit rücken die internationalen Lieferketten in den Fokus, die mit der Corona-Pandemie nahezu zum Erliegen kamen. Zu wesentlichen Hemmnissen für ein reibungsloses Hochfahren der Produktion zählen vor allem Probleme beim grenzüberschreitenden Warenaustausch, bei der Handlungsfähigkeit von Zulieferbetrieben, die in Liquiditätsengpässe geraten sind, und bei der Bereitstellung ausreichender Logistikkapazitäten, wie etwa im Bereich der Luftfracht. „Unsere Expertinnen und Experten für die Außenwirtschaft, die betroffenen Industriebranchen sowie die Logistik sind eng in ein Lösungsnetzwerk des Bundes, der Bundesländer, vieler Verbände und relevanter Organisationen eingebunden. Sie können deshalb hochkompetente bedarfsorientierte Unterstützung bei Lieferketten-Problemen geben“, sagte Hoffmeister-Kraut.

„Dass wir als IHK Region Stuttgart die Koordination der Kontaktstelle übernehmen, ist eine gute und richtige Entscheidung. Denn wir kennen die Fragen der Unternehmen aus der täglichen Zusammenarbeit und es ist uns ein großes Anliegen, sie besonders jetzt zu unterstützen. Durch die enge Zusammenarbeit unserer Fachabteilungen über alle baden-württembergischen IHKs hinweg zu Themen wie Warenverkehr, Zoll, internationalen Verträgen, aktuellen Regelungen einzelner Länder sowie logistischen Fragestellungen kommt unser breites Know-how hier unmittelbar den Unternehmen zugute. Und das auf der Ebene einer persönlichen Beratung im Einzelfall. Darüber hinaus halten wir engen Kontakt zur Politik und können so direkt aus der Praxis zielgerichtete Unterstützung für die Unternehmen auf Bundesebene bekommen“, sagt Marjoke Breuning, Präsidentin der für Fragen des internationalen Warenverkehrs sowie der Globalisierung zuständigen IHK Region Stuttgart beim Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK).

Die gemeinsame Kontaktstelle soll Unternehmen bei der Wiederherstellung von sicheren internationalen Lieferketten unterstützen. Sie wird für verschiedenste Problemstellungen kompetente Ansprechpartner und Hilfestellungen für zeitnahe Lösungen vermitteln. Für konkrete Fragen aus der Wirtschaft steht die IHK unter der Mail-Adresse kontaktstelle-lieferketten@stuttgart.ihk.de zur Verfügung, im Wirtschaftsministerium ist für allgemeine Anfragen ab sofort die Mail-Adresse kontaktstelle-lieferketten@wm.bwl.de erreichbar.

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