Wirtschaftsministerkonferenz

Baden-Württemberg ist für die Jahre 2025 und 2026 das Vorsitzland der Wirtschaftsministerkonferenz. Der Vorsitz steht für das Jahr 2025 unter dem Schwerpunktthema „Mut zum Unternehmertum – Innovation und neue Wertschöpfung durch Start-ups und Unternehmensnachfolge“.

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Rückblick auf die WMK in Stuttgart am 4. und 5. Juni 2025

Gelebter Föderalismus bei der Wirtschaftsministerkonferenz

Die Wirtschaftsministerkonferenz (WMK) ist eine von mehreren Fachministerkonferenzen in Deutschland. Die Teilnehmer der Konferenz sind die Wirtschaftsministerinnen und Wirtschaftsminister sowie die Wirtschaftssenatorinnen und Wirtschaftssenatoren der 16 Länder

Bei der WMK werden wirtschaftspolitische Themen angegangen, die zwischen den Ländern untereinander und/oder im Verhältnis der Länder gegenüber dem Bund aktuell sind. Dabei tauschen die Länder untereinander Informationen und Erfahrungen aus. Außerdem koordinieren sie gemeinsames Handeln auf Länderebene oder treten dem Bund gegenüber mit Beschlüssen auf. Die WMK befasst sich nicht nur mit wirtschaftspolitischen Fragen, sondern auch mit Fragen aus anderen Zuständigkeitsbereichen, wenn ein wirtschaftspolitischer Bezug besteht.

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Schwerpunktthema der WMK für 2026

Mit Wettbewerb und Innovationen den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken

Der durch freie Märkte vermittelte Wettbewerb ist der stärkste Motor für Innovation. Freie Märkte und starkes Unternehmertum sind entscheidend für Wertschöpfung, Beschäftigung und Wohlstand. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken, ist es Aufgabe der Industriepolitik Unternehmertum zu stärken und mehr Freiraum für Innovationen zu schaffen.

Unternehmen können sich am Standort Deutschland nur dann behaupten und Ideen zur Marktreife bringen, wenn die staatlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. Dazu bedarf es bürokratiearmer Regelungen, die soziale und ökologische Anforderungen berücksichtigen und größtmögliche unternehmerische Freiheit eröffnen.

Digitale Infrastrukturen und Schlüsseltechnologien, beispielsweise Künstliche Intelligenz, Quantencomputing oder Robotik, sind für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit Deutschlands und Europas von zentraler Bedeutung. Doch die Innovationskraft Deutschlands wird derzeit durch hohe Kosten, Rückstände bei der Digitalisierung, fehlende Fachkräfte, durch einen Mangel an Risikokapital, eine enge und bürokratische Regulatorik sowie Schwächen im Bildungssystem gehemmt. Es müssen Forschung und Entwicklung erleichtert werden, damit aus Ideen marktfähige Innovationen entstehen. Es muss in die Aus- und Weiterbildung junger Menschen sowie der Beschäftigten investiert werden; da sie als Unternehmerinnen und Unternehmer sowie als Fachkräfte Ideen entwickeln und in Innovationen umsetzen können.

Dies sind die Schwerpunktthemen der Wirtschaftsministerkonferenz im Jahr 2026, zu denen entsprechende Beschlüsse erarbeitet werden.