Förderung

Ministerium für Finanzen und Wirtschaft fördert Sanierung des Gustav-Siegle-Hauses in Stuttgart

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Ministerialdirektor Guido Rebstock aus dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hat am 21. Oktober 2015 einen Förderbescheid über 130.000 Euro an Peter Pätzold, Baubürgermeister der Stadt Stuttgart, übergeben. Die Landesregierung unterstützt mit den Mitteln aus dem Denkmalförderprogramm die Sanierung des Gustav-Siegle-Hauses am Leonhardsplatz in Stuttgart.

Das Kulturdenkmal Gustav-Siegle Haus ist für Stuttgart ein wichtiger Veranstaltungsort. Hier finden zahlreiche kulturelle und künstlerische Veranstaltungen, Konzerte, Vorträge und Workshops statt“, sagte Ministerialdirektor Rebstock bei der Bescheidübergabe. „Darum freue ich mich sehr, dass die Landesregierung mit den Mitteln aus dem Denkmalförderprogramm den Erhalt des eines Gebäudes unterstützen kann, das für Bildung und Kultur steht“, so Rebstock weiter.

Die Denkmalpflege ist in Baden-Württemberg eine Aufgabe mit Verfassungsrang. In Baden -Württemberg existieren schätzungsweise über 90.000 Bau- und Kunstdenkmale sowie über 60.000 archäologische Denkmale. Zur Erhaltung und Pflege von Kulturdenkmalen stehen im Staatshaushaltsplan 2015 rund 16 Millionen Euro aus dem Denkmalförderprogramm zur Verfügung. Die Mittel für diese Landesdenkmalförderung werden aus den Erträgen der Staatlichen Toto - Lotto GmbH finanziert.

Informationen zum Gustav-Siegle-Haus
Das Gustav-Siegle-Haus am Leonhardsplatz in Stuttgart-Mitte geht auf den Industriellen Gustav-Siegle (1840-1905) zurück. Die 1907 gegründete Gustav-Siegle-Stiftung hatte zum Ziel, ohne Unterscheidung von religiösen und politischen Richtungen der Volksbildung zu dienen. Um der Stiftung die nötigen Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, wurde das Gustav-Siegle-Haus ab 1910 von bedeutenden süddeutschen Architekten Theodor Fischer im romantischen Stil erbaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gustav-Siegle-Haus 1944 bei schweren Luftangriffen zerstört. Die Gustav-Siegle-Stiftung wurde 1949 aufgelöst, das nach Inflation und Währungsreform verbliebene Restvermögen auf die Stadt Stuttgart übertragen. Das Gebäude wurde 1953/54 von Architekt Martin Elsaesser, einem Schüler Fischers, wieder aufgebaut, wobei sich Elsaesser weitgehend an die Originalpläne anlehnte. Das seit der Renovierung im Jahr 2000 als Philharmonie Gustav-Siegle-Haus bezeichnete Gebäude dient weiterhin als Veranstaltungsort für Bildung und Kultur.. Auch die Stuttgarter Philharmoniker ihren Sitz und einen Probesaal. Am 6. März 2007 eröffnete darüber hinaus der "Kunstbezirk" im Gustav-Siegle-Haus, eine nicht kommerzielle Galerie für Kunst aus der Region Stuttgart.

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