Förderung

Rund 544.000 Euro für die Berufsorientierung von Geflüchteten

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Mit rund 544.000 Euro aus Mitteln des Bundes fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau landesweit die praktische Erprobung von Geflüchteten in mehreren Berufen.

„Eine betriebliche Ausbildung ist für viele junge Geflüchtete der Königsweg für eine gelingende Integration. Es ist mir sehr wichtig, dass wir damit einerseits den jungen Geflüchteten rasch eine berufliche Perspektive geben, und andererseits so dafür sorgen, dass die Betriebe geeignete und motivierte junge Auszubildende bekommen“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Damit das gelingen könne, sei es wichtig, dass die Geflüchteten „unsere Ausbildungsberufe kennen lernen und erfahren, wo ihre Fähigkeiten liegen“. Neben dem Spracherwerb sei das „ein zentraler Erfolgsfaktor für die Integration in die Ausbildung und damit in unseren Arbeitsmarkt und unsere Gesellschaft“, hob sie hervor.

Elf Träger erhalten Fördermittel und bieten im Jahr 2019 für insgesamt rund 800 Geflüchtete die Berufserprobung in ihren überbetrieblichen Bildungsstätten an. Profitieren können junge Geflüchtete an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen im Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB) oder in VAB zum Erwerb von Deutschkenntnissen (VABO). Aber auch nicht berufsschulpflichtige Geflüchtete, in der Regel bis zum Alter von 25 Jahren, die noch für eine Ausbildung gewonnen werden können, können daran teilnehmen.

In einer eintägigen Kompetenzanalyse können die Teilnehmenden ihre Fähigkeiten feststellen. Dann besteht die Möglichkeit, sich unter Anleitung eines Ausbilders in mindestens drei Berufsfeldern praktisch zu erproben. Zusätzlich werden sie vertiefend über das deutsche System der Berufsausbildung, die Berufe sowie die Werte der betrieblichen Arbeitswelt in Deutschland informiert.

Um die Ausbilderinnen und Ausbilder zu unterstützen, wird zudem bei Bedarf eine zusätzliche sozialpädagogische Betreuung, ein/e Dolmetscher/-in oder eine verantwortliche Ansprechperson gefördert.

Maßnahmen folgender Träger werden 2019 gefördert:

Träger

Fördersumme in Euro

Teilnehmende Geflüchtete

Standorte

Berufsbildungswerk Waiblingen, Berufsbildungswerk Aalen

6.000

10

Aalen

Berufliche Bildungsstätte Tuttlingen

42.000

60

Tuttlingen

Handwerkskammer Ulm

15.000

25

Ulm

Bildungsakademie Singen der Handwerkskammer Konstanz

49.700

71

Singen, Stockach, Konstanz

Bildungsakademie Waldshut der Handwerkskammer Konstanz

37.100

53

Waldshut, St. Blasien, Lauchringen

Handwerkskammer Heilbronn-Franken

48.000

80

Heilbronn, Weinsberg, Neckarsulm

Handwerkskammer Freiburg

91.000

130

Freiburg, Kehl, Lahr, Offenburg, Müllheim, Schopfheim

Handwerkskammer Karlsruhe

56.000

80

Karlsruhe, Ettlingen, Rastatt, Baden-Baden, Pforzheim

Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein

86.800

124

Freiburg

GARP Bildungszentrum für die IHK Region Stuttgart

28.000

40

Esslingen

Internationaler Bund Baden

84.700

121

Mannheim, Karlsruhe, Pforzheim

Die Mittel für dieses Förderprogramm stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Verfügung. Die Umsetzung des Programms erfolgt im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau.

Weitere Meldungen

Förderung

25 Millionen für Digitales Innovationszentrum am Universitätsklinikum Freiburg

Die Landesregierung fördert auf Vorschlag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus den Aufbau einer diagnostischen und therapeutischen Forschungs- und Entwicklungseinheit im Digitalen Innovationszentrum (DIGIZ) am Uniklinikum Freiburg.

Virtueller Datenfluss im Web
Förderung

4,2 Millionen Euro für Quantentechnologie-Demonstratoren

Das Land fördert die Entwicklung von Demonstratoren in der Quantensensorik und -kommunikation. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Krebsdiagnostik über die Navigation ohne Satellitensignale bis hin zur Materialprüfung auf dem Bau.

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

Für seine herausragenden Verdienste als Heimatkundler, Kirchenmusiker und Michaelsbruder hat Adolf Klek die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten.

Außenwirtschaft

Baden-Württembergs Wirtschaftsrepräsentanz in Japan neu besetzt und gestärkt

Das Wirtschaftsministerium hat die Wirtschaftsrepräsentanz des Landes in Japan neu besetzt und personell verstärkt. Dr. Lucas Witoslawski und Victor Arnhold stehen baden-württembergischen Unternehmen künftig als Türöffner zur Verfügung.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Ausbildung

Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Chance auf berufliche Karriere

Hoffmeister-Kraut: Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Chance auf berufliche Karriere.

Mensch und Roboter begrüßen sich, indem Sie die Knöchel aneinanderdrücken.
Förderung

Testfeld Urbane Robotik: Baden-Württemberg bringt Innovation in die Stadt

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert die Aufbauphase des Testfeldes Urbane Robotik am FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe mit rund einer Million Euro bis Mitte 2027.

Fahne des Landes Baden-Württemberg
Mittelstandsförderungsgesetz

Neufassung des Mittelstandsförderungsgesetzes beschlossen

Neufassung des Mittelstandsförderungsgesetzes beschlossen – Starkes Bekenntnis zum Mittelstand in Baden-Württemberg.

Glühbirne
Förderung

Wirtschaftsministerium fördert Deutsches Handwerksinstitut e.V. mit 240.000 Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus beteiligt sich an der Grundfinanzierung des Deutschen Handwerksinstituts e.V. (DHI) im Jahr 2026 mit 240.281 Euro.

Ein Mann und eine Frau geben sich in einem Meeting mit anderen die Hand
Fachkräftesicherung

Regionalprogramm Fachkräftesicherung bis 2027 verlängert

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert auch in den Jahren 2026 und 2027 Veranstaltungen und Aktivitäten der regionalen Fachkräfteallianzen des Landes und stellt dafür 400.000 Euro zur Verfügung.

Mensch und Roboter begrüßen sich, indem Sie die Knöchel aneinanderdrücken.
Innovation

Millionen-Impuls für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert das neue „Zentrum für industrienahe Dienstleistungen“ mit rund 1,6 Millionen Euro in 2026.

Logo der Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“
Wettbewerb

Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ zu vergeben

Das Land Baden-Württemberg vergibt die Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ in diesem Jahr gemeinsam mit der oberschwäbischen Stadt Bad Schussenried. Ab Montag, 2. Februar 2026 läuft die Bewerbungsfrist.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Arbeitsmarkt

Gesamtzahl der Arbeitslosen steigt auf höchsten Wert seit 2007

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.

Bundestag

Wirtschaftsministerin im Deutschen Bundestag

Wirtschaftsministerin kritisiert im Deutschen Bundestag Verzögerungen bei Mercosur-Abkommen und fordert vorzeitige Anwendung.

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp
Tourismus

Nationale Tourismusstrategie setzt klaren Kurs auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, äußert sich zur heutigen Verabschiedung der Nationalen Tourismusstrategie im Bundeskabinett.

Delegationsreise Indien
Freihandelsabkommen

Einigung der Europäischen Kommission mit Indien auf ein Freihandelsabkommen

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Einigung über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien.