Start-up BW

Sommerreise durch den Gründungsstandort Baden-Württemberg

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Sommerreise 2020 Ministerin besucht die Gründerszene in Baden-Württemberg

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat heute (27. Juli) ihre Sommerreise durch Baden-Württemberg fortgesetzt. Unter dem Titel „Der Wirtschaftsstandort von morgen: Start-ups zwischen Venture Capital, High-Tech und der Corona-Krise“ besuchte sie das CyberForum und die Technologiefabrik in Karlsruhe sowie den Grünhof in Freiburg. „Die Gründerszene im Land ist innovativ und vielfältig. Bei Business to Business-Geschäftsmodellen sind wir bundesweit die Nummer eins. Mit unserer 2017 gegründeten Landeskampagne ‚Start-up BW‘ bündeln wir alle Start-up-Aktivitäten im Land und fördern Neugründungen. Jetzt gilt es, den Start-ups auch in der Corona-Krise den Rücken zu stärken und sie passgenau zu unterstützen. Wir dürfen vielversprechende Geschäftsmodelle in der Corona-Krise nicht verlieren“, erklärte die Ministerin.

Im CyberForum in Karlsruhe tauschte sich Hoffmeister-Kraut mit Start-ups aus dem CyberLab Karlsruhe aus. „Das CyberLab ist ein durch die Landeskampagne Start-up BW geförderter Accelerator mit Schwerpunkt auf IT-Start-ups, ein echtes Vorzeigeprojekt und nimmt in unserer Gründungsszene eine Vorbildrolle ein. Hier wurde eine optimale Umgebung geschaffen, um bahnbrechende Ideen für Industrie 4.0-Produkte und -Dienstleistungen zum Erfolg zu bringen“, betonte die Ministerin.

„Das CyberLab ist auch ein wichtiger Partner bei unseren Förderprogrammen ‚Start-up BW Pre-Seed‘ und dem in der Corona-Krise geschaffenen ‚Start-up BW Pro-Tect‘.“ Bereits 17 Start-ups werden durch „Start-up Bw Pre-Seed“ gefördert. Hinzu kommen sieben Start-ups, die im Rahmen von „Start-up BW Pro-Tect“ zur Überbrückung der Corona-Krise unterstützt werden. „Start-up BW Pro-Tect“ richtet sich an Start-ups, welche schon die erste Phase hinter sich haben, aber aufgrund der Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind – vorausgesetzt, sie sind nicht älter als fünf Jahre. Ziel des Förderprogramms ist es, kurzfristige Liquiditätsengpässe bis zur nächsten Finanzierungsrunde zu überbrücken. Betroffene Start-ups erhalten einen rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 200.000 Euro, wobei 20 Prozent von privaten Investoren stammen müssen. „Start-ups mit großem Wachstumspotential wie im IT-Bereich sind häufig auf Bankdarlehen und mutige Investoren angewiesen. Schon unter normalen Umständen bedeutet das nicht selten das Aus für viele Geschäftsideen. Aufgrund der Corona-Pandemie haben Gründerinnen und Gründer nun verstärkt mit ausbleibenden Finanzierungsrunden und daraus resultierenden Liquiditätsengpässen zu kämpfen. Hier setzt unsere Hilfe an“, betonte die Ministerin.

Programmauftakt in Karlsruhe war eine Einführung in das Start-up Ökosystem, seine Entwicklung und wichtigsten Player vor Ort. Die Start-ups Nesto, dooshop und HQS Quantum Simlulations berichteten von ihren Erfahrungen und der Unterstützung, die sie durch das CyberForum, das Acceleratorenprogramm und die Start-up BW Finanzierungsinstrumente Start-up BW Pre-Seed und Start-up BW Pro-Tect erfahren haben. Zudem berichteten die Start-ups von ihrer Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmenspartnern und das Start-up auvisus demonstrierte live seinen auf Künstliche Intelligenz basierenden Scanner für den Gastronomiebereich.

In der nur wenige Meter vom CyberForum entfernten Technologiefabrik Karlsruhe besichtigte die Ministerin den dort ansässigen Start-up BW geförderten Accelerator „AXEL – der Energie-Accelerator“. Dort stellte das Start-up HiLabs vor, wie es mit einer neuen Batterietechnologie namens ABBy die Speicherung von Strom auf Basis der Zink-Luft-Batterietechnologie in den Bereichen Luft- und Raumfahrttechnik, Sondermaschinenbau und elektrische Energiespeicherung vorantreibt. „Mit AXEL – der Energie-Accelerator wollen wir die TechnologieRegion Karlsruhe als Start-up Region im Energiesektor weiter etablieren, denn wir brauchen innovative Ideen und intelligente Lösungen um die Energiewirtschaft nachhaltig zu verändern und die Energiewende zu meistern“, so die Ministerin. Studien zufolge hinke die Energiewirtschaft anderen Branchen beim Investitionsvolumen in junge Unternehmen hinterher. „Mit einem auf die Energiewirtschaft ausgerichteten Accelerator-Programm wollen wir dem ein Stück weit entgegenwirken.“ Insgesamt erhalten drei Start-ups des Energie-Accelerator „Start-up BW Pre-Seed“ und ein Start-up wird mit „Start-up BW Pro-Tect“ gefördert.

Anschließend besuchte Ministerin Hoffmeister-Kraut den in Freiburg ansässigen Start-up Inkubator Grünhof. Der Grünhof beheimatet unter anderem den durch Start-up BW geförderten „<SMART> GREEN Accelerator“, der auf Umwelttechnik, Energie, Green Digital und Nachhaltiger Konsum spezialisiert ist. „Der Nachhaltigkeits-Aspekt spielt bei Neugründungen eine immer größere Rolle. Es ist wichtig, dass Start-ups mit einem Fokus auf Green Energy und Umwelttechnik sich hier vernetzen können und von Beginn an betreut werden“, erklärte Hoffmeister-Kraut.

Mit Start-ups wie dem Energie-Start-up greenventory, dem Telekommunikations-
Start-up Wetell und dem Raumfahrt und High-Tech Start-up ConstellR führte der Accelerator in Freiburg Olympiareife vor und demonstrierte wie Kooperationsanbahnungen zwischen Start-ups und innovationsgetriebenen Unternehmen wie Pfizer oder Unternehmen der Green Economy wie EWS Schönau funktionieren und Start-ups in ihrer Weiterentwicklung beflügeln können. Den Abschluss des Programms bildete eine Führung durch die denkmalgeschützte Lokhalle, die vielen Start-ups und Unternehmen einen inspirierenden Raum für Kreativität, Innovation und Co-Working-Space bietet. Auch der Grünhof ist mit aktuell 15 geförderten Start-ups ein wichtiger Start-up BW Pre-Seed Partner. Mit dem Förderprogramm „Start-up BW Pro-Tect“ überbrückt hier aktuell ein Start-up die Corona-Krise.

„Ich habe heute vielversprechende Start-ups und Geschäftsmodelle gesehen und engagierte Gründerinnen und Gründer erlebt“, resümierte die Ministerin. „Der Start-up-Spirit ist im ganzen Land spürbar. Es stimmt mich optimistisch für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts, dass wir motivierte Jungunternehmer haben, die mithilfe unserer Maßnahmen der Landeskampagne Start-up BW das Know-How und die Mittel an die Hand bekommen, um ihre Ideen zum Erfolg zu führen.“

Weitere Infos für die Redaktionen:

Aktuelle Fotos zur Sommerreise finden Sie hier.

Aktuelle Übersicht der Start-up BW Acceleratoren

Die Start-up BW Acceleratoren wurden bisher mit rund sieben Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, mit EFRE- und Landesmitteln gefördert. Ab 2021 stellt das Wirtschaftsministerium knapp vier Millionen Euro Landesmittel zur Förderung bereit.

Übersicht geförderter Start-up BW Pre-Seed Start-ups

Weitere Meldungen

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes stärkt die Forschungsinstitute der Länder.

Mikrochip / ©Rutkovski.by
Förderung

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI mit fünf Millionen Euro.

©Martina Berg, stock.adobe.com
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen – Klares Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg.

Europaflagge / ©Harald Richter
Industrial Accelerator Act

EU veröffentlicht Industrial Accelerator Act

Hoffmeister-Kraut: Vorschlag weist in falsche Richtung

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Dienstleistungswirtschaft

Impulse für die Zukunft der Dienstleistungswirtschaft im Land

Die Dienstleistungswirtschaft ist ein wichtiger Pfeiler der baden-württembergischen Wirtschaft. Sie sichert Wertschöpfung und Beschäftigung, treibt Innovationen voran und gewinnt im Zuge des industriellen Strukturwandels weiter an Bedeutung.

Bescheidübergabe am 4. März 2026
Förderung

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Glühbirnen / ©sdecoret - stock.adobe.com
Medizintechnik

Medizintechnik stärken: Land setzt sich in Brüssel erfolgreich für Reformen ein

Auf der Branchenveranstaltung „regularia“ in Tuttlingen hat sich Michael Kleiner, Ministerialdirektor am Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am 3. März erneut für Medizintechnikbranche eingesetzt.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Vertragspaket

Vertragspaket zwischen der Europäischen Kommission und des Schweizer Bundesrat

Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Unterzeichnung des Vertragspakets zwischen der Europäischen Union und der Schweiz durch die Europäische Kommission und den Schweizer Bundesrat.

Spatenstich Geradstetten
Förderung

Land fördert Neubau des Bildungscampus Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert den Ersatz-neubau für das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e. V. in Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro.

Übergabe der Verdienstmedaille an Herrn Kurt Lacher
Bundesverdienstmedaille

Wirtschaftsministerin überreicht Bundesverdienstmedaille an Kurt Josef Lacher

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, hat Kurt Josef Lacher im Rahmen einer Feierstunde die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Mercosur

Hoffmeister-Kraut: Wichtiges Signal für Europa als Wirtschaftsstandort

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Ankündigung der EU-Kommission, das Freihandelsabkommen Mercosur anzuwenden.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Arbeitsmarkt

Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, äußert sich anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.

Tourismus

Tourismusinfrastrukturprogramm 2026

38 Kommunen werden mit einer Gesamtfördersumme von rund 14,9 Millionen Euro bei der Umsetzung ihrer touristischen Infrastrukturmaßnahmen unterstützt.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (rechts) übergibt Albrecht Kruse (links) das Bundesverdienstkreuz.
Bundesverdienstkreuz

Wirtschaftsministerin überreicht Bundesverdienstkreuz an Albrecht Kruse

Albrecht Kruse wurde für seine großen Verdienste um die Wirtschaft sowie für sein hohes ehrenamtliches Engagement in Wirtschaft und Kultur mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Gruppenbild mit mehreren Personen vor einem THE LÄND Messestand
Messebesuch

Wirtschaftsstaatssekretär Rapp besucht Enforce Tac

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Patrick Rapp besucht heute (23. Februar) die Fachmesse Enforce Tac in Nürnberg und informiert sich vor Ort über die aktuellen Entwicklungen und Innovationen im Bereich Sicherheits- und Verteidigungstechnologien.