Die Regionen in den Alpen sind sehr heterogen, was durch die wirtschaftlichen und demografischen Unterschiede noch verschärft wird. Außerdem gibt es viele große Herausforderungen wie den Klimawandel oder die Abgelegenheit/Zugänglichkeit der Region. Das Alpenraumprogramm bietet wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Akteuren aus sieben Alpenländern einen Rahmen, um Lösungen für diese gemeinsamen Herausforderungen zu entwickeln und ihre Zusammenarbeit zu stärken. In der aktuellen Förderperiode 2021 – 2027 stehen dafür ca. 107 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Die Förderquote beträgt 75 Prozent der Projektkosten.
Aktuelles
Das Interreg Alpenraumprogramm hat bisher drei klassische Calls sowie drei small-scale Calls abgeschlossen. In den bewilligten Projekten der ersten beiden klassischen Calls sowie der drei small-scale Calls wurden 47 Projekte mit rund 64,1 Millionen Euro gefördert.
Dabei sind 13 Projektpartner aus Baden-Württemberg vertreten und erhalten insgesamt rund 2,1 Millionen Euro an Fördermitteln. Die Bekanntgabe der Ergebnisse des dritten klassischen Calls wird für Sommer 2026 erwartet. Zusätzlich wurde ein Capitalisation Call gestartet, mit Einreichfrist am 30. Juni 2026, der Projekte in Priorität 4 „Kooperativ verwalteter und entwickelter Alpenraum“ fördert.
Teilnehmerstaaten
Das Kooperationsgebiet beinhaltet sowohl naturbelassene Räume als auch einige der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Als große Naturressource und als innovativer Vorreiter wird im Alpenraumprogramm im Rahmen der territorialen Zusammenarbeit erprobt, was für Europa als Ganzes wichtig ist. Beteiligte deutsche Bundesländer sind Baden-Württemberg und Bayern und die folgenden vier EU-Mitgliedsstaaten: Frankreich mit den einzelnen Regionen, Italien mit den Regionen im Norden sowie Österreich und Slowenien mit dem vollen Staatsgebiet. Außerdem umfasst der Programmraum die Nicht-EU-Mitgliedsstaaten Schweiz und Liechtenstein.
Förderprioritäten und spezifische Ziele 2021-2027
Das Alpenraumprogramm fördert Projekte zu den folgenden vier Themen:
Priorität 1: Klimaresilienter und grüner Alpenraum
- Förderung der Anpassung an den Klimawandel, der Risikovorsorge und der Katastrophenresilienz
- Verbesserung des Schutzes und der Erhaltung der Natur, der biologischen Vielfalt und der grünen Infrastruktur, auch in städtischen Gebieten, sowie Verringerung aller Formen von Umweltverschmutzung
Priorität 2: CO2-neutraler und ressourcensensibler Alpenraum
- Förderung von Energieeffizienz und Reduzierung von Treibhausgasemissionen
- Förderung des Übergangs zu einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft
Priorität 3: Innovation und Digitalisierung für einen grünen Alpenraum
- Verbesserung der Forschungs- und Innovationskapazitäten und Förderung des Einsatzes moderner Technologien;
- Nutzung der Vorteile der Digitalisierung für Bürger, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden
Priorität 4: Kooperativ verwalteter und entwickelter Alpenraum
- Verbesserung der institutionellen Kapazitäten von Behörden und Interessensvertretern zur Umsetzung makroregionaler Strategien
Bei Fragen zum Programm, den Förderbedingungen und zur Antragsstellung oder für Feedback zu Ihrer Projektidee empfehlen wir Ihnen, sich an die Nationale Kontaktstelle zu wenden (siehe unten).
Kontakt
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg
Neues Schloss, Schlossplatz 4
70173 Stuttgart
Daniel Mondon
Tel: +49 711 123-2332
Daniel.mondon@wm.bwl.de
Dr. Judit Schrick-Szenczi
Tel.: + 49 711 123-2402
Judit.Schrick-Szenczi@wm.bwl.de
Nationale Kontaktstelle Interreg B Alpenraumprogramm
Florian Ortanderl
Tel: +49 89 92142314
Florian.Ortanderl@stmuv.bayern.de
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Rosenkavalierplatz 2
81925 München