Zusammenarbeit der Alpenstaaten stärken

EU-Alpenraumstrategie

Zusammenarbeit der Alpenstaaten stärken

  • Kartenausschnitt der Alpenstaaten

Die im November 2015 verabschiedete EU-Alpenraumstrategie verfolgt neben der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Wirtschaft des Alpenraums auch die Verbesserung des Natur- und Umweltschutzes.

Insgesamt ist die EU-Alpenraumstrategie in neun Schwerpunktbereiche gegliedert. Ziel ist es, die verschiedenen Aktivitäten unter anderem in den Bereichen Wettbewerbsfähigkeit, Energie, Umwelt und Naturschutz fester zu bündeln und somit die Zusammenarbeit der Alpenstaaten zu stärken. Unter dem politischen Dach der Strategie sollen gemeinsame Ziele identifiziert und durch länderübergreifende Zusammenarbeit effektiver erreicht werden. Aufgrund der hohen Anzahl an innovations- und wirtschaftsstarken Regionen (z. B. München, Mailand, Lyon, Grenoble, Zürich) bietet der Alpenraum auch für die baden-württembergische Wirtschaft besondere Chancen. Die EU-Alpenraumstrategie ist als Plattform zur Netzwerkbildung und politischer Rahmen häufig nützlich bei der Antragstellung in vielen EU-Förderprogrammen und bei der nachhaltigen Umsetzung von Projekten.

Regionale Ausdehnung

Die EU-Alpenraumstrategie umfasst Deutschland (Baden-Württemberg und Bayern), den südöstlichen Teil Frankreichs, Liechtenstein, Norditalien, Österreich, die Schweiz und Slowenien.

Zielgruppe

Die EU-Alpenraumstrategie richtet sich aufgrund ihrer Schwerpunkte in erster Linie an regionale und staatliche Akteure. Innerhalb einzelner Arbeitsgruppen und über die zuständigen staatlichen Stellen sind aber auch wirtschaftsnahe Organisationen (Wirtschaftsförderungseinrichtungen, Kammern, Clusterorganisationen) sowie Akteure aus Forschung und Zivilgesellschaft und einzelne Unternehmen beteiligt.

Schwerpunkte

Jeder der neun Schwerpunktbereiche der EU-Alpenraumstrategie wird jeweils von einer Aktionsgruppe umgesetzt. Baden-Württemberg koordiniert, gemeinsam mit der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes, die Aktionsgruppe 2 (AG 2) der EU-Alpenraumstrategie „Steigerung des wirtschaftlichen Potenzials strategischer Branchen“ im thematischen Schwerpunktbereich „Wachstum und Innovation“. Schwerpunkte der AG 2 sind bislang die Themen:

  • Clusterentwicklung und Bioökonomie
  • Tourismus und Gesundheitswirtschaft
  • Holz- und Forstwirtschaft

AlpGov-Projekt

Für die Umsetzung und Finanzierung der Aktionsgruppe 2 und Koordinierung der Aktivitäten der EU-Alpenraumstrategie hat sich das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg mit den anderen Leitern der Aktionsgruppen zusammengeschlossen und gemeinsamen einen Projektantrag im Interreg Alpenraumprogramm gestellt. Aus diesem EU-geförderten Projekt "AlpGov" erhält das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg eine 85-prozentige EFRE Förderung in Höhe von 149.600 Euro für die Projektlaufzeit Juni.2016 bis Mai 2019, mit der es Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Arbeitsschwerpunkte der AG 2 umsetzen kann (Projektinitiativen, Workshops, Veranstaltungen etc.).

Ansprechpartner

AG 2 der EU-Alpenraumstrategie:
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Dr. Susanne Ast
Susanne.Ast@wm.bwl.de
Tel.: +49 711/123-2712

Daniel Mondon
Daniel.Mondon@wm.bwl.de
Tel.: +49 711/123-2332