Förderung

Entwicklung strategischer Technologien am ZSW mit rund 3 Millionen Euro gefördert

Wirtschaftsministerium fördert die Entwicklung strategischer Technologien am ZSW mit rund 3 Millionen Euro.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Glühbirne

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert die Projekte „DACscale“ und „HyReference“ am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) mit insgesamt rund drei Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Vorhaben sind Teil eines Maßnahmenbündels im Rahmen der Plattform „Strategische Technologien für Europa“ (STEP).

„Mit der Förderung unterstützen wir die Entwicklung strategischer Spitzentechnologien in Baden-Württemberg. Die Wettbewerbsfähigkeit, Souveränität und Sicherheit in der EU zu stärken sowie Abhängigkeiten in strategischen und kritischen Technologiesektoren zu verringern, ist angesichts der zahlreichen globalen Krisen wichtiger denn je“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus. „Das ZSW zählt sowohl im Bereich Direct Air Capture – also der Gewinnung von CO2 aus der Umgebungsluft –, als auch in der Elektrolysetechnologie zu den führenden Forschungsinstituten. Die Entwicklung in diesen Zukunftstechnologien voranzutreiben und Unternehmen den Marktzugang zu erleichtern, ist für die Wirtschaft in Baden-Württemberg von großer Bedeutung“, so die Ministerin weiter.

Weiterentwicklungen im Bereich der Direct Air Capture (DAC) Technologie

Direct Air Capture (DAC) zählt zu den Schlüsseltechnologien, um CO2 gezielt aus der Atmosphäre zu entfernen und damit Klimaneutralität voranzutreiben. Das ZSW forscht bereits seit über 25 Jahren im Bereich DAC und ist einer der weltweit führenden Forschungsakteure in diesem Themenfeld.

Ziel des geförderten Projekts „DACscale“ ist die Vorbereitung der Skalierung und Markteinführung von DAC-Technologie in Zusammenarbeit mit der Industrie in Baden-Württemberg. Da für entsprechende Technologien und Anlagen weltweit derzeit nur wenige vorkommerzielle Wettbewerber existieren, sind die Potenziale für den Maschinen- und Anlagenbau und die Zulieferindustrie, auch in Baden-Württemberg im Bereich DAC neue Geschäftsfelder zu erschließen, enorm hoch. Gleichzeitig erfordert dies jedoch einen raschen Einstieg der Industrie in das neue sich dynamisch entwickelnde Technologiefeld sowie die Erarbeitung von technologischen Konzepten, die sich schnell und kosteneffizient in die erforderlichen großen Abscheidemaßstäbe skalieren lassen.

Die neueste, im Jahr 2024 am ZSW in Betrieb genommene Anlage „DAC-10“ ist ein der beiden größten DAC-Anlagen, die aktuell in Deutschland betrieben werden. Die Anlage wird im Projekt „DACscale“ weiterentwickelt und einem mehrmonatigen Probebetrieb zur Validierung unterzogen. Von diesem Referenzbetrieb werden Unternehmen aus dem DAC-Netzwerk in Baden-Württemberg profitieren.

Marktzugang für die Elektrolyseindustrie erleichtern

Auch die Wasserelektrolyse ist eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg zu Klimaneutralität und stellt eine große industriepolitische Chance für Europa und Baden-Württemberg dar. Fehlende Referenzen sind in der Elektrolyseindustrie derzeit jedoch eine große Hürde für den Marktzugang.

Genau an dieser Stelle setzt das geförderte Vorhaben „HyReference“ an: Das bestehende Elektrolysesystem „Elektrolyse made in Baden-Württemberg“ wird in ein anwendungsnahes Betriebsumfeld mit nachgelagerter Wasserstoffnutzung an den ZSW-Standort Ulm integriert und dort über etwa 15 Monate betrieben.

Mit Hilfe der Betriebsdaten und der Erkenntnisse aus dem Referenzbetrieb soll die Wettbewerbsfähigkeiten der Industrie gestärkt, der Marktzugang erleichtert und Weiterentwicklungen oder Neuentwicklungen bei den Unternehmen angeregt werden.

EFRE-Förderung in Baden-Württemberg

Um regionale Strukturförderung zu betreiben, erhält Baden-Württemberg in der Förderperiode 2021-2027 rund 279 Millionen Euro von der Europäischen Union aus dem EFRE. Die Vorhaben „DACscale“ und „HyReference“ sind Teil eines Maßnahmenbündels im Rahmen der Plattform „Strategische Technologien für Europa“ („Strategic Technologies for Europe Platform“ – STEP), die seitens der EU Anfang März 2024 ins Leben gerufen wurde. Mit STEP sollen kritische und neu entstehende strategische Technologien unterstützt werden, um Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und Souveränität der EU zu stärken und Abhängigkeiten in strategischen Technologiebereichen zu verringern. Dazu zählen digitale Technologien und technologieintensive Innovationen (Deep Tech), umweltschonende und ressourceneffiziente Technologien sowie Biotechnologien. Das EFRE-Programm Baden-Württemberg ist an der Innovationsstrategie Baden-Württemberg ausgerichtet und unterstützt die Schwerpunkte Zukunftstechnologien und Kompetenzen sowie Ressourcen- und Klimaschutz.

Weitere Informationen unter: https://efre-bw.de/

Weitere Meldungen

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Mentorinnen-Programm

10 Jahre Empowerment - Mentorinnen-Programm startet in die Jubiläumsrunde

10 Jahre Empowerment – Mentorinnen-Programm für Migrantinnen startet in die Jubiläumsrunde

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Wirtschaftsministerin lehnt erneute Verbote für Automobilbranche rundweg ab

Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates hat in seiner heutigen Sitzung (12. März) einem Antrag der Länder Bayern und Baden-Württemberg zugestimmt.

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW Local

Landeswettbewerb Start-up BW Local – jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Baden-Württembergische Kommunen haben jetzt wieder die Möglichkeit, gründungsfreundliche Strukturen aufzubauen und damit am Landeswettbewerb „Start-up BW Local – gründungsfreundliche Kommune“ teilzunehmen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Zumeldung zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA)

Hoffmeister-Kraut äußert sich zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts - Baden-Württemberg weiter an der Spitze!

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes stärkt die Forschungsinstitute der Länder.

Mikrochip / ©Rutkovski.by
Förderung

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI mit fünf Millionen Euro.

©Martina Berg, stock.adobe.com
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen – Klares Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg.

Europaflagge / ©Harald Richter
Industrial Accelerator Act

EU veröffentlicht Industrial Accelerator Act

Hoffmeister-Kraut: Vorschlag weist in falsche Richtung

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Dienstleistungswirtschaft

Impulse für die Zukunft der Dienstleistungswirtschaft im Land

Die Dienstleistungswirtschaft ist ein wichtiger Pfeiler der baden-württembergischen Wirtschaft. Sie sichert Wertschöpfung und Beschäftigung, treibt Innovationen voran und gewinnt im Zuge des industriellen Strukturwandels weiter an Bedeutung.

Bescheidübergabe am 4. März 2026
Förderung

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Glühbirnen / ©sdecoret - stock.adobe.com
Medizintechnik

Medizintechnik stärken: Land setzt sich in Brüssel erfolgreich für Reformen ein

Auf der Branchenveranstaltung „regularia“ in Tuttlingen hat sich Michael Kleiner, Ministerialdirektor am Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am 3. März erneut für Medizintechnikbranche eingesetzt.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Vertragspaket

Vertragspaket zwischen der Europäischen Kommission und des Schweizer Bundesrat

Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Unterzeichnung des Vertragspakets zwischen der Europäischen Union und der Schweiz durch die Europäische Kommission und den Schweizer Bundesrat.

Spatenstich Geradstetten
Förderung

Land fördert Neubau des Bildungscampus Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert den Ersatz-neubau für das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e. V. in Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro.

Übergabe der Verdienstmedaille an Herrn Kurt Lacher
Bundesverdienstmedaille

Wirtschaftsministerin überreicht Bundesverdienstmedaille an Kurt Josef Lacher

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, hat Kurt Josef Lacher im Rahmen einer Feierstunde die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Mercosur

Hoffmeister-Kraut: Wichtiges Signal für Europa als Wirtschaftsstandort

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Ankündigung der EU-Kommission, das Freihandelsabkommen Mercosur anzuwenden.