Steuern

Mai-Steuerschätzung liegt vor

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Der aktuellen Mai-Steuerschätzung zufolge kann Baden-Württemberg gegenüber dem Nachtragshaushalt 2015/2016 mit Nettosteuermehreinnahmen in Höhe von 179 Millionen Euro im Jahr 2015 und 29 Millionen Euro im Jahr 2016 rechnen. Die Bruttosteuereinnahmen in den Monaten Januar bis April 2015 liegen allerdings um rund 340 Millionen Euro bzw. 3,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau und rund 465 Million Euro unter dem Haushaltssoll.

 „Das Ergebnis liegt im erwartbaren Rahmen“, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid. „Es zeigt, dass wir unseren vorausschauenden Kurs weiterführen müssen. Angesichts der erheblichen finanziellen Herausforderungen aufgrund der neuen Zugangsprognose im Flüchtlingsbereich und der strukturellen Mehrkosten durch den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst müssen wir unsere umsichtige Haushaltspolitik fortsetzen.“

Wegen der relativ geringen Abweichungen der Schätzergebnisse von den Haushaltsansätzen bestehe aktuell aus Haushaltssicht kein Handlungsbedarf, so der Minister. Allerdings bestehe derzeit auch kein finanzieller Spielraum für zusätzliche Ausgabenwünsche.

Hintergrund

Die schwache Ist-Entwicklung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im März 2015 eine Umsatzsteuerausgleichszahlung in Höhe von 250 Millionen Euro für das vierte Quartal 2014 geleistet werden musste. Außerdem musste das Land in der Folge von Entscheidungen des Bundesfinanzhofes aus dem Jahr 2014 hohe Körperschaftsteuererstattungen für zurückliegende Jahre begleichen.

Das aktuelle Schätzergebnis für Baden-Württemberg umfasst bereits die in der bundesweiten Steuerschätzung noch nicht berücksichtigten finanziellen Auswirkungen der anstehenden Steuerrechtsänderungen wie die Erhöhung des Grund- und Kinderfreibetrages sowie des Kindergeldes. Da diese Auswirkungen im Jahr 2016 deutlich höher sein werden als im Jahr 2015, sind die Mehreinnahmen im Jahr 2016 auch wesentlich niedriger als im Jahr 2015.

Nach der neuen Prognose des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) kann die Anzahl der Flüchtlinge, die erstmals einen Antrag auf Asyl stellen, in Baden-Württemberg im Jahr 2015 auf bis zu 52.000 ansteigen. Die Ansätze des Haushalts 2015/2016 basieren derzeit auf der Annahme eines Zugangs von jährlich 33.000 Flüchtlingen.

Ergebnisse der Steuerschätzung, Mai 2015 (PDF)

Ergebnisse der Steuerschätzung, regionalisiert, Mai 2015 (PDF)

Weitere Meldungen

Zu sehen ist ein Portraitbild von Thomas Dörflinger
Sommertour

Viertägige Handwerkssommertour durch Baden-Württemberg gestartet

Staatssekretär Thomas Dörflinger startet viertägige Handwerkssommertour durch Baden-Württemberg.

Ein Gruppenbild mit einer Delegation aus Lwiw und der Ministerin
Pressemitteilung

Wirtschaftsforum Baden-Württemberg - Ukraine

Das Wirtschaftsforum Baden-Württemberg - Ukraine zeigt Chancen auf für die baden-württembergische Wirtschaft.

Bescheidübergabe Digital Hubs
Pressemitteilung

Baden-Württemberg fördert Digitalisierung der Wirtschaft mit rund 6 Millionen Euro

Am 23. Juli hat Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut vier symbolische Förderschecks von insgesamt rund zwei Millionen Euro an regionalen Digital Hubs übergeben.

Bescheidübergabe Hahn-Schickard
Pressemitteilung

Wirtschaftsministerium fördert Electronic Packaging mit rund 2,4 Millionen Euro

Stärkung resilienter Lieferketten: Wirtschaftsministerium fördert Electronic Packaging mit rund 2,4 Millionen Euro

Bescheidübergabe FZI und HdM
Förderung

Baden-Württemberg fördert Robotik-Innovation mit rund 1 Million Euro aus EU-Mitteln

Das Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe und die Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) erhalten für das Projekt „Roboter-Simulacrum“ einen symbolischen Förderscheck in Höhe von einer Million Euro.

Portraitbilder Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Wirtschaftsförderung

Neue Zeitrechnung für Risikokapital-Förderung in Baden-Württemberg

Landesgesellschaft: BW-Capital startet operativen Betrieb

Zu sehen ist eine Gruppe von Menschen auf einer Bühne zur 40-jährigen Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und der Provinz Liaoning
Wirtschaftsrepräsentanz

40 Jahre Partnerschaft: BW und Liaoning setzen auf Kontinuität und Zukunft

Baden-Württemberg und die chinesische Provinz Liaoning feiern am 20. Juli 2026 im Stuttgarter Rathaus das 40-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft.

Elevator Pitch Landesfinale - alle Start-ups
Start-up BW

Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch 2026“

Start-up Linq Photonics GmbH aus Heidelberg gewinnt Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch 2026“.

Elevator Pitch Landesfinale - Scheckübergabe
Förderung

Digital Hub Südbaden mit 500.000 Euro gefördert

Auf dem Käpsele Innovation Festival in Freiburg hat Staatssekretär Thomas Dörflinger heute (16. Juli) einen Förderbescheid in Höhe von 500.000 Euro an die Projektverantwortlichen des Digital Hubs Südbaden übergeben.

Auftakt High-Tech BW
HighTech

HighTech-Agenda BW

Hoffmeister-Kraut: HighTech-Agenda BW schafft den Rahmen für mehr Tempo, Mut und Vernetzung bei Innovation.

Bescheidübergabe am 15. Juli 2026
Förderung

Baden-Württemberg unterstützt den Ausbau von Forschungsinfrastruktur

Schlüsseltechnologie Lasertechnik: Baden-Württemberg unterstützt den Ausbau von Forschungsinfrastruktur mit rund 2 Millionen Euro.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
GreenTech

GreenTech in Baden-Württemberg: Mit Innovationen Zukunft gestalten

GreenTech in Baden-Württemberg: Mit Innovationen Zukunft gestalten

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Gesetz nimmt Druck von unseren Unternehmen und bricht verkrustete Strukturen auf

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Automobilstandort

Hoffmeister-Kraut: Taskforce zur Stärkung des Automobilstandorts

Angesichts der ernsten Lage in der Automobilwirtschaft hatte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zu einem Spitzengespräch eingeladen.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Spitzengespräch

Wirtschaftsministerin lädt zu Spitzengespräch ein: „Es geht um jeden Arbeitsplatz“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut lädt angesichts der schwierigen Lage der Automobilindustrie zu einem Spitzengespräch ein.