Brutto-Inlands-Produkt der Länder

„Wir brauchen Impulse und wachstumsfreundliche Rahmenbedingungen“

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Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sagte heute (30. März) anlässlich der veröffentlichten BIP-Zahlen nach Bundesländern: „Dass Baden-Württembergs Wirtschaft von den Auswirkungen der Corona-Pandemie überdurchschnittlich betroffen ist, zeichnete sich schon in der ersten Jahreshälfte ab. Neben dem Herunterfahren weiter Teile der Dienstleistungsbranchen aufgrund des Lockdowns, hatten wir es im Frühjahr mit einem Nachfrage- und Angebotsschock zu tun, der die Lieferketten der Industrie stark unter Druck setzte. Hierunter hatte unsere heimische Wirtschaft besonders zu leiden. Der Einbruch der Wirtschaftsleistung zeigt: für die Zeit nach den tiefgreifenden Einschnitten brauchen wir Impulse und wachstumsfreundliche Rahmenbedingungen.“

In der zweiten Jahreshälfte standen die Zeichen auf Erholung, bevor die Wirtschaftsentwicklung im Schlussquartal durch die notwendigen Maßnahmen zum Infektionsschutz wieder einen Dämpfer erhielt. Konjunkturstützend wirkte sich vor allem die anziehende Auslandsnachfrage nach heimischen Industriegütern aus. „Die BIP-Zahlen machen deutlich: Alles steht und fällt mit der Eindämmung des Infektionsgeschehens. Sie machen aber auch einmal mehr deutlich, dass der Lockdown einen gesamtwirtschaftlichen Preis hat“, so die Ministerin. Es gelte nun mehr denn je, Maßnahmen zum Infektionsschutz streng einzuhalten und aufeinander abzustimmen. Beschränkungen seien eine Säule der Pandemiebekämpfung, andere seien Impfungen, Teststrategien und Hygienekonzepte.

Auch für die Zeit nach den tiefgreifenden Einschnitten aufgrund der Pandemie brauche es eine wirtschaftspolitische Strategie, so die Ministerin weiter. „Rettungsmaßnahmen waren das Gebot der Stunde. Ohne sie wäre der Einbruch zweifellos stärker ausgefallen. Über den Tag hinaus müssen wir zum Beispiel auch die Rahmenbedingungen für Beschäftigung verbessern und zukunftsfest gestalten“, erklärte Hoffmeister-Kraut. Perspektivisch gehe es darum, von kurzfristiger Konjunkturpolitik zu einer an digitalen und ökologischen Herausforderungen orientierten Wachstumspolitik umzusteuern.

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