Berufsorientierung
Die Phase der Berufsorientierung ist wichtig, um berufliche Interessen, Fähigkeiten und Ziele zu erkunden. So können Schülerinnen und Schüler beispielsweise während den Praktikumswochen wertvolle Einblicke in Betriebe erhalten und erste Kontakte knüpfen.
Ausbildungsbotschafter/-innen sind Auszubildende, die in Schulen für eine Berufsausbildung werben. Sie berichten von ihren persönlichen Erfahrungen und ermöglichen Schülerinnen und Schülern authentische Einblicke in ihre Ausbildungsberufe. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert eine Leitstelle die für die Gesamtsteuerung und einheitliche Umsetzung im Land verantwortlich ist.
Weiterführende Informationen gibt es auf unserem Fachportal gut-ausgebildet.de
Durch das Angebot einer frühzeitigen, praxisbezogenen und systematischen Berufsorientierung in überbetrieblichen oder vergleichbaren Bildungsstätten soll Jugendlichen ab Klasse 7 aller allgemein bildender Schulen der direkte Übergang von der Schule in eine betriebliche Berufsausbildung erleichtert werden. Außerdem sollen Ausbildungsabbrüche vermieden und genügend Bewerber für eine betriebliche Ausbildung gewonnen werden.
Damit dies gelingt, sollen in den Bildungsstätten vier bis fünf Berufsfelder angeboten werden, aus denen die teilnehmenden Jugendlichen in zwei bis drei Berufen eine praktische Einweisung über einen Zeitraum von fünf bis zehn Tagen (max. 80 Zeitstunden) pro Schülerin / Schüler erhalten.
Am Ende der Berufsorientierungsmaßnahme erfolgt für die Schülerinnen und Schüler eine individuelle Rückmeldung.
Während den Praktikumswochen, die meist im Oktober stattfinden, erhalten Schülerinnen und Schüler wertvolle Praxiseinblicke in Betrieben. Die Praktikumswochen Baden-Württemberg werden gemeinsam durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, den Arbeitgeberverband Südwestmetall, den Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag und Handwerk BW finanziert und durch die Partner des Ausbildungsbündnisses Baden-Württemberg und SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg unterstützt.
2026 finden die Praktikumswochen vom 12. Oktober bis zum 6. November statt.
Leistungsstarke und engagierte Auszubildende können parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife erwerben. Dieses Angebot erhöht die Attraktivität einer dualen Ausbildung für Schülerinnen und Schüler mit einem guten mittleren Bildungsabschluss.
Jugendliche, die sich für diesen Weg entscheiden, können so im Anschluss an die Schulausbildung schon innerhalb von drei Jahren eine Doppelqualifikation - einen beruflichen und gleichzeitig einen höheren allgemein bildenden Abschluss - erreichen.
Weiterführende Informationen hierzu gibt es auf unserem Fachportal Gut Ausgebildet
Unterstützung während der Ausbildung
Auch im Laufe einer Ausbildung können Unterstützungsangebote wahrgenommen werden. Ziel ist es, bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu begleiten.
Die AzubiCardBW ermöglicht Auszubildenden aus Baden-Württemberg den Zugang zu Vergünstigungen von attraktiven Einrichtungen und Betrieben. Zudem haben die Auszubildenden Informationen zu Beratungsangeboten ihrer zuständigen Stellen immer griffbereit. Mit der AzubiCardBW soll außerdem die Gleichwertigkeit der beruflichen zur akademischen Laufbahn unterstrichen werden und mit Blick auf die angespannte Situation am Ausbildungsmarkt ein positives Signal für die berufliche Ausbildung gesetzt werden.
Gegenstand des Programms ist die Förderung von „Lotsinnen und Lotsen“, welche dual Auszubildende oder Personen in Vorbereitung auf eine duale Ausbildung, die vorübergehend oder dauerhaft in einer Einrichtung zur Unterbringung von Auszubildenden in Baden-Württemberg leben, begleiten. Das Ziel ist, die Aufnahme, den Fortgang und den erfolgreichen Abschluss einer dualen Ausbildung zu unterstützen.
Landesweit werden Stellen von Ausbildungsbegleiterinnen und -Begleitern gefördert, die bei Trägern angestellt sind. Sie unterstützen Auszubildende sowie Ausbilderinnen und Ausbilder in den Betrieben individuell, wenn ein Ausbildungsverhältnis gefährdet ist. Ist ein Abbruch nicht zu vermeiden, so werden gemeinsam geeignete Anschlussperspektiven entwickelt und umgesetzt. Zudem unterstützen die Ausbildungsbegleiterinnen und -Begleiter kleine und mittlere Betriebe so, dass eine qualitativ hochwertige Ausbildung gelingt.
Gefördert wird auch eine landesweite Koordinierungsstelle. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, branchenspezifische Angebote im Hinblick auf die Qualität der Ausbildung zu erarbeiten und den Erfahrungsaustausch sowie Fortbildungen für die Ausbildungsbegleiterinnen und -Begleiter anzubieten.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite erfolgreich-ausgebildet.de
Das Wirtschaftsministerium fördert überbetriebliche Berufsausbildungslehrgänge, die an rund 100 Bildungs- und Technologiezentren der Wirtschaftsorganisationen im Land durchgeführt werden. Die Lehrgänge sind ergänzender Bestandteil der betrieblichen Ausbildung und garantieren ein hohes Niveau der Ausbildung. Die Auszubildenden lernen hier die Ausbildungsinhalte, die der jeweilige Ausbildungsbetrieb aufgrund seiner Größe oder Spezialisierung nicht vermitteln kann. Neben den Kosten der Lehrgänge können auch die Kosten für eine Internatsunterbringung bezuschusst werden.
Weitere Informationen zur Förderung der überbetrieblichen Berufsausbildung.
Internationale Themen
Fremdsprachen und interkulturelle Kompetenzen werden in den Unternehmen immer stärker gefragt. Je nach Ausbildungsgang besteht die Möglichkeit, während der Ausbildungszeit wichtige Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Zugewanderte werden durch Deutschkurse und so genannte "Kümmerer" unterstützt.
Fremdsprachen und interkulturelle Kompetenzen werden in den Unternehmen immer stärker gefragt. Je nach Ausbildungsgang besteht die Möglichkeit, während der Ausbildungszeit wichtige Erfahrungen im Ausland zu sammeln.
Die verschiedenen Angebote werden in der Broschüre „Neugierig auf Europa? Programme für Auszubildende (PDF)“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus vorgestellt.
Weitere Infos und Partnerlinks gibt es hier.
Mit dem Kümmerer-Programm fördert das Wirtschaftsministerium seit 2016 flächendeckend im Land sogenannte regionale Kümmerinnen und Kümmerer. Deren Aufgabe ist es, geeignete junge Menschen passgenau in Praktikum, Einstiegsqualifizierung und Ausbildung zu vermitteln.
Dafür bieten so genannte "Kümmerer" ein umfassendes Unterstützungsangebot. Sie helfen den Zugewanderten bei der Berufswahlentscheidung, unterstützen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Gleichzeitig sind sie Ansprechpersonen für die Betriebe und beraten diese beispielsweise zu Unterstützungsangeboten während der Ausbildung.
Um eine Berufsausbildung erfolgreich abzuschließen sind die deutschen Sprachkenntnisse entscheidend. Um Sprachkompetenzen zu fördern, bieten die Partner des Ausbildungsbündnisses Baden-Württemberg passende Unterstützung an.
