Berufsorientierung und Berufsvorbereitung
Die Phase der Berufsorientierung ist wichtig, um berufliche Interessen, Fähigkeiten und Ziele zu erkunden. So können Schülerinnen und Schüler beispielsweise während den Praktikumswochen wertvolle Einblicke in Betriebe erhalten und erste Kontakte knüpfen.
Ausbildungsbotschafter/-innen sind Auszubildende, die in Schulen für eine Berufsausbildung werben. Sie berichten von ihren persönlichen Erfahrungen und ermöglichen Schülerinnen und Schülern authentische Einblicke in ihre Ausbildungsberufe. Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus fördert eine Leitstelle die für die Gesamtsteuerung und einheitliche Umsetzung im Land verantwortlich ist.
Weiterführende Informationen gibt es auf unserem Fachportal gut-ausgebildet.de
Durch das Angebot einer frühzeitigen, praxisbezogenen und systematischen Berufsorientierung in überbetrieblichen oder vergleichbaren Bildungsstätten soll Jugendlichen ab Klasse 7 aller allgemein bildender Schulen der direkte Übergang von der Schule in eine betriebliche Berufsausbildung erleichtert werden. Außerdem sollen Ausbildungsabbrüche vermieden und genügend Bewerber für eine betriebliche Ausbildung gewonnen werden.
Damit dies gelingt, sollen in den Bildungsstätten vier bis fünf Berufsfelder angeboten werden, aus denen die teilnehmenden Jugendlichen in zwei bis drei Berufen eine praktische Einweisung über einen Zeitraum von fünf bis zehn Tagen (max. 80 Zeitstunden) pro Schülerin / Schüler erhalten.
Am Ende der Berufsorientierungsmaßnahme erfolgt für die Schülerinnen und Schüler eine individuelle Rückmeldung.
Bei ProBerufGYM lernen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II an Gymnasien an drei bis fünf Tagen anspruchsvolle Ausbildungsberufe als gleichwertige Alternativen zu einer akademischen Laufbahn kennen und können sie zudem praktisch erproben. Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Schnittstellen der beiden Bildungswege werden erlebt.
In der Alternative 1 finden die praxisorientierten Maßnahmen in überbetrieblichen Bildungsstätten statt. In Alternative 2 erhalten die Schülerinnen und Schüler durch den Einsatz von Mentorinnen und Mentoren in Betrieben einen Einblick in die Berufsausbildung.
Ziel ist es den Jugendlichen in Baden-Württemberg den direkten Übergang von der Schule in eine betriebliche Berufsausbildung zu erleichtern, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und mehr zukünftige Fachkräfte für eine betriebliche Ausbildung zu gewinnen.
Während den Praktikumswochen, die meist im Oktober stattfinden, erhalten Schülerinnen und Schüler wertvolle Praxiseinblicke in Betrieben. Die Praktikumswochen Baden-Württemberg werden gemeinsam durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus, das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, den Arbeitgeberverband Südwestmetall, den Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag und Handwerk BW finanziert und durch die Partner des Ausbildungsbündnisses Baden-Württemberg und SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg unterstützt.
2026 finden die Praktikumswochen vom 12. Oktober bis zum 6. November statt.
Durch die Neugestaltung Übergang Schule-Beruf schaffen mehr Schülerinnen und Schüler den direkten Übergang in Ausbildung und Beruf und Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf werden so vorbereitet, dass sie möglichst schnell eine Ausbildung aufnehmen und diese erfolgreich abschließen können. Zur passgenauen Umsetzung und zur Koordinierung der Partner vor Ort fördert das Wirtschaftsministerium Personalstellen im Regionalen Übergangsmanagement (RÜM).
Weiterführende Informationen gibt es auf unserem Fachportal Übergang-Schule-Beruf.
Im Bildungsgang Ausbildungsvorbereitung dual (AVdual) mit seinen vielen Betriebspraktika erhalten Jugendliche eine bessere Vorstellung von ihrer beruflichen Interessen und knüpfen Kontakte zu Ausbildungsbetrieben. Gezielt werden sie von AVdual-Begleitungen (Förderung der Personalstellen durch das Wirtschaftsministerium) bei der Akquise, Durchführung und Nachbereitung der Praktika sowie bei der Vermittlung in Ausbildung unterstützt.
Weiterführende Informationen gibt es auf unserem Fachportal Übergang-Schule-Beruf.
Unterstützung während der Ausbildung
Auch im Laufe einer Ausbildung können Unterstützungsangebote wahrgenommen werden. Ziel ist es, bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu begleiten.
Die AzubiCardBW ermöglicht Auszubildenden aus Baden-Württemberg den Zugang zu Vergünstigungen von attraktiven Einrichtungen und Betrieben. Zudem haben die Auszubildenden Informationen zu Beratungsangeboten ihrer zuständigen Stellen immer griffbereit. Mit der AzubiCardBW soll außerdem die Gleichwertigkeit der beruflichen zur akademischen Laufbahn unterstrichen werden und mit Blick auf die angespannte Situation am Ausbildungsmarkt ein positives Signal für die berufliche Ausbildung gesetzt werden.
Gegenstand des Programms ist die Förderung von „Lotsinnen und Lotsen“, welche dual Auszubildende oder Personen in Vorbereitung auf eine duale Ausbildung, die vorübergehend oder dauerhaft in einer Einrichtung zur Unterbringung von Auszubildenden in Baden-Württemberg leben, begleiten. Das Ziel ist, die Aufnahme, den Fortgang und den erfolgreichen Abschluss einer dualen Ausbildung zu unterstützen.
Landesweit werden Stellen von Ausbildungsbegleiterinnen und -Begleitern gefördert, die bei Trägern angestellt sind. Sie unterstützen Auszubildende sowie Ausbilderinnen und Ausbilder in den Betrieben individuell, wenn ein Ausbildungsverhältnis gefährdet ist. Ist ein Abbruch nicht zu vermeiden, so werden gemeinsam geeignete Anschlussperspektiven entwickelt und umgesetzt. Zudem unterstützen die Ausbildungsbegleiterinnen und -Begleiter kleine und mittlere Betriebe so, dass eine qualitativ hochwertige Ausbildung gelingt.
Gefördert wird auch eine landesweite Koordinierungsstelle. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, branchenspezifische Angebote im Hinblick auf die Qualität der Ausbildung zu erarbeiten und den Erfahrungsaustausch sowie Fortbildungen für die Ausbildungsbegleiterinnen und -Begleiter anzubieten.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite erfolgreich-ausgebildet.de
Das Wirtschaftsministerium fördert überbetriebliche Berufsausbildungslehrgänge, die an rund 100 Bildungs- und Technologiezentren der Wirtschaftsorganisationen im Land durchgeführt werden. Die Lehrgänge sind ergänzender Bestandteil der betrieblichen Ausbildung und garantieren ein hohes Niveau der Ausbildung. Die Auszubildenden lernen hier die Ausbildungsinhalte, die der jeweilige Ausbildungsbetrieb aufgrund seiner Größe oder Spezialisierung nicht vermitteln kann. Neben den Kosten der Lehrgänge können auch die Kosten für eine Internatsunterbringung bezuschusst werden.
Weitere Informationen zur Förderung der überbetrieblichen Berufsausbildung.
Integration in der Ausbildung
Fremdsprachen und interkulturelle Kompetenzen werden in den Unternehmen immer stärker gefragt. Zugewanderte werden durch Deutschkurse und so genannte "Kümmerer" unterstützt.
Mit dem Kümmerer-Programm fördert das Wirtschaftsministerium seit 2016 flächendeckend im Land sogenannte regionale Kümmerinnen und Kümmerer. Deren Aufgabe ist es, geeignete junge Menschen passgenau in Praktikum, Einstiegsqualifizierung und Ausbildung zu vermitteln.
Dafür bieten so genannte "Kümmerer" ein umfassendes Unterstützungsangebot. Sie helfen den Zugewanderten bei der Berufswahlentscheidung, unterstützen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Gleichzeitig sind sie Ansprechpersonen für die Betriebe und beraten diese beispielsweise zu Unterstützungsangeboten während der Ausbildung.
Um eine Berufsausbildung erfolgreich abzuschließen sind die deutschen Sprachkenntnisse entscheidend. Um Sprachkompetenzen zu fördern, bieten die Partner des Ausbildungsbündnisses Baden-Württemberg passende Unterstützung an.
