Außenwirtschaft

Baden-Württembergs Wirtschaftsrepräsentanz in Japan neu besetzt und gestärkt

Das Wirtschaftsministerium hat die Wirtschaftsrepräsentanz des Landes in Japan neu besetzt und personell verstärkt. Dr. Lucas Witoslawski und Victor Arnhold stehen baden-württembergischen Unternehmen künftig als Türöffner zur Verfügung.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Skyline Tokio in Morgensonne

Das gab Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am 9. Februar in Stuttgart bekannt.

Dr. Lucas Witoslawski, Stellvertretender Geschäftsführer der Auslandshandelskammer (AHK) Japan wird zukünftig als Wirtschaftsrepräsentant des Landes die wirtschaftlichen Beziehungen Baden-Württembergs mit Japan vertiefen. Unterstützt wird er von Victor Arnhold, Consultant bei der AHK Japan, der als Innovationsscout die japanische Technologieszene für die Unternehmen in Baden-Württemberg beobachten wird.

Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut dazu: „Ich begrüße die neue Besetzung unserer Wirtschaftsrepräsentanz in Japan bei der AHK in Tokio ausdrücklich. Sie wird insbesondere unsere mittelständischen Unternehmen auf dem japanischen Markt unterstützen, unsere gute und langjährige Partnerschaft mit unserer Partnerpräfektur Kanagawa stärken und neue wirtschaftliche Kooperation und innovative Technologien ausloten.“

Zugleich dankte die Wirtschaftsministerin Prof. Dr. Hirohisa Uchida, der als ausgewiesener Wasserstoffexperte die Funktion seit 2018 mit großem Engagement und in hoher Loyalität ausgeübt und die Interessen Baden-Württembergs insbesondere mit exzellenten Beziehungen zur Präfektur Kanagawa vertreten habe.

„Die neu aufgestellte Wirtschaftsrepräsentanz in Japan verstärkt gezielt das Netzwerk der Wirtschaftsrepräsentanzen in unseren strategischen Zielmärkten“, so die Wirtschaftsministerin, „Die Intensivierung der wirtschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit zwischen Japan und Baden-Württemberg bietet bedeutende Potenziale für baden-württembergische Unternehmen aller Größenklassen und für unsere aufstrebende Startup-Szene.“

Inhaltlich wird sich die Wirtschaftsrepräsentanz insbesondere entlang der Schwerpunktbranchen Mobilität und Automotive, Robotik, Künstliche Intelligenz, Gesundheitswesen und Life Sciences sowie Erneuerbare Energien und ClimateTech ausrichten. Dabei soll die japanische Startup-Szene verstärkt mitberücksichtigt werden. Auch die wirtschaftlichen Potenziale im Bereich Defence und Sicherheitstechnologien sollen im NATO-Partnerland Japan mit in den Blick genommen werden.

Die Wirtschaftsrepräsentanz in Japan fungiert als Anlaufstelle für baden-württembergische Unternehmen und weitere Stakeholder mit Interesse am japanischen Markt. Gleiches gilt umgekehrt für japanische Unternehmen und Stakeholder, die Interesse am baden-württembergischen Standort haben.

Die Wirtschaftsrepräsentanz hat hierbei eine unterstützende „Türöffnerfunktion“, um Unternehmen beim Markteintritt und der Marktbearbeitung zu unterstützen sowie Kooperationspotenziale und Chancen des regionalen Standorts zu identifizieren. Zudem sollen baden-württembergische Unternehmen, relevante Wirtschaftsinstitutionen und Multiplikatoren mit japanischen Partnern vernetzt werden.

Die neubesetzte und gestärkte Wirtschaftsrepräsentanz in Japan unterstützt damit entlang der Asien-Pazifik-Leitlinien der Landesregierung die Diversifizierungsbemühungen baden-württembergischer Unternehmen und trägt zur Kompetenzstärkung bei.

Weiterführende Informationen unter:

Wirtschaftsrepräsentanzen Baden-Württemberg

www.bw-weltweit.de/japan

Wirtschaftliche Beziehungen:

Die wirtschaftlichen Beziehungen zu Japan sind durch Jahrzehnte lange enge partnerschaftliche Verbindungen geprägt. Seit 24. November 1989 unterhält Baden-Württemberg eine regionale Partnerschaft mit der Präfektur Kanagawa.

Bereits seit dem 1. Februar 2019 besteht ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan (EPA – EU-Japan Economic Partnership Agreement), zudem besteht seit Juni 2019 eine deutsch-japanische Energiepartnerschaft. Im Februar 2020 haben das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) und das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) eine Roadmap für ihre Zusammenarbeit im Rahmen der Energiepartnerschaft verabschiedet.

Japan ist bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt 2024/2025 die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt und ein forschungsorientierter Hightech-Standort.

Im Länderranking der Exporte Baden-Württembergs lag Japan 2024 auf dem 14. Platz. Innerhalb Asiens lag lediglich China (5. Platz) davor. Die Ausfuhren aus Baden-Württemberg nach Japan stiegen um 6,8 Prozent auf rd. 4,4 Mrd. Euro (2023 noch rd. 4,1 Mrd. Euro). Die wichtigsten Ausfuhrgüter sind Kraftwagen und Kraftwagenteile mit rund. 39 Prozent, pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse mit 22,5 Prozent und Maschinen mit 14,3 Prozent.

Im Länderranking der Importe Baden-Württembergs lag Japan 2024 auf dem 18. Platz und kam damit innerhalb Asiens direkt nach China (1. Platz). Die Einfuhren sanken um 8,2 Prozent auf rd. 3,2 Mrd. Euro (2023 noch rd. 3,5 Mrd. Euro). Die wichtigsten Einfuhrgüter sind Maschinen mit 41,3 Prozent, Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und optische Erzeugnisse mit 13,2 Prozent und elektrische Ausrüstungen mit 9,5 Prozent.

Weitere Meldungen

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Chemieagenda 2045

Gemeinsames Länderschreiben zur Chemieagenda 2045

Gemeinsames Länderschreiben zur Chemieagenda 2045: Ergebnisse und dringender Handlungsbedarf

Regional Cup Böblingen - Elevator Pitch 2025/26
Start-up BW

Viktor Becker aus Geislingen an der Steige gewinnt den Regional Cup Böblingen

Bühne frei für Innovation: Viktor Becker aus Geislingen an der Steige gewinnt den Regional Cup Böblingen des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Siegerehrung Start-up BW Elevator Pitch Vorentscheid Rems-Murr
Start-up BW

Fibryx GmbH aus Stuttgart-Vaihingen gewinnt Regional Cup „START-UP & GROW REMS-MURR“

Bühne frei für Innovation: Fibryx GmbH aus Stuttgart-Vaihingen gewinnt den Regional Cup „START-UP & GROW REMS-MURR“ des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Start-up BW

EasZotic GmbH, Jakob und Elisabeth Tillery aus Horb gewinnen Regional Cup

Bühne frei für Innovation: EasZotic GmbH, Jakob und Elisabeth Tillery aus Horb sichern sich das Ticket für das Landesfinale.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Förderung

Land fördert Miniatur-Batterien für die Medizintechnik mit rund acht Millionen Euro

Das Land Baden-Württemberg startet im März das Projekt „Medicell“.

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Mentorinnen-Programm

10 Jahre Empowerment - Mentorinnen-Programm startet in die Jubiläumsrunde

10 Jahre Empowerment – Mentorinnen-Programm für Migrantinnen startet in die Jubiläumsrunde

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Wirtschaftsministerin lehnt erneute Verbote für Automobilbranche rundweg ab

Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates hat in seiner heutigen Sitzung (12. März) einem Antrag der Länder Bayern und Baden-Württemberg zugestimmt.

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW Local

Landeswettbewerb Start-up BW Local – jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Baden-Württembergische Kommunen haben jetzt wieder die Möglichkeit, gründungsfreundliche Strukturen aufzubauen und damit am Landeswettbewerb „Start-up BW Local – gründungsfreundliche Kommune“ teilzunehmen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Zumeldung zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA)

Hoffmeister-Kraut äußert sich zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts - Baden-Württemberg weiter an der Spitze!

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes stärkt die Forschungsinstitute der Länder.

Mikrochip / ©Rutkovski.by
Förderung

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI mit fünf Millionen Euro.

©Martina Berg, stock.adobe.com
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen – Klares Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg.

Europaflagge / ©Harald Richter
Industrial Accelerator Act

EU veröffentlicht Industrial Accelerator Act

Hoffmeister-Kraut: Vorschlag weist in falsche Richtung

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Dienstleistungswirtschaft

Impulse für die Zukunft der Dienstleistungswirtschaft im Land

Die Dienstleistungswirtschaft ist ein wichtiger Pfeiler der baden-württembergischen Wirtschaft. Sie sichert Wertschöpfung und Beschäftigung, treibt Innovationen voran und gewinnt im Zuge des industriellen Strukturwandels weiter an Bedeutung.

Bescheidübergabe am 4. März 2026
Förderung

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro