Preisverleihung

Caritas, Diakonie und Ministerium für Finanzen und Wirtschaft verleihen Mittelstandspreis 2015 für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg

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Drei mittelständische Unternehmen wurden am 1. Juli 2015 in Stuttgart mit dem „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg 2015“ ausgezeichnet: Natursteine Rongen aus Tübingen, die ascent AG aus Karlsruhe und die J.7group GmbH aus Stuttgart. Sie belegten in ihrer Kategorie jeweils den ersten Platz unter fünf Unternehmen, die aus 276 eingegangenen Bewerbungen für den Preis nominiert wurden. Der Mittelstandspreis für soziale Verantwortung hat in seinem neunten Jahr erneut einen Teilnahmerekord aufgestellt und ist somit der bundesweit teilnehmerstärkster Wettbewerb, der Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten (CSR) kleiner und mittlerer Unternehmen auszeichnet. Neben Caritas und Ministerium für Finanzen und Wirtschaft ist erstmals auch die Diakonie Baden-Württemberg Partner des undotierten Preises. Dieser steht unter dem Motto „Leistung – Engagement – Anerkennung“ und würdigt das freiwillige soziale und gesellschaftliche Engagement dieser Unternehmen.

„Mit viel Innovation und Kreativität setzen sich die Unternehmen Jahr für Jahr für den sozialen Zusammenhalt im Südwesten ein. Als Caritas schätzen wir dieses Engagement für das Gemeinwohl und halten es für ein starkes Signal“, erklärten die Caritasdirektoren Pfarrer Oliver Merkelbach (Stuttgart) und Monsignore Bernhard Appel (Freiburg) im Neuen Schloss in Stuttgart vor 400 Gästen. Es sei wichtig, diesen Einsatz zu würdigen und daher wollten Caritas, Diakonie und das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft mit dem Preis ihre Wertschätzung und Dank ausdrücken. Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, sagte: „Soziale Gerechtigkeit, Fairness, Respekt, die gemeinsame Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen – auf dieser Basis könnte die Vision eines guten Lebens für alle Menschen Wirklichkeit werden. Dafür setzt Diakonie sich ein. Ich freue mich, dass es gerade hier im Ländle so viele Unternehmer und noch mehr Mitarbeiter gibt, die sich ehrenamtlich für ein gutes soziales Miteinander einsetzen.“

Staatssekretär Peter Hofelich, der auch Beauftragter der Landesregierung für den Mittelstand und Handwerk ist, erklärte: „CSR stärkt das Kerngeschäft und ist ein wichtiger Bestandteil moderner Unternehmenskultur. CSR-Aktivitäten motivieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, schaffen eine langfristige Unternehmensbindung und verschaffen den Unternehmen darüber hinaus auch Wettbewerbsvorteile. Gesellschaftliche Verantwortung hat einen hohen Stellenwert in mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg - das zeigen die heute ausgezeichneten Unternehmen.“

Bischof Dr. Frank Otfried July und Bischof Dr. Gebhard Fürst würdigten als Vertreter der Schirmherren das soziale Engagement der Unternehmerinnen und Unternehmer, das auch für die Kirchen vorbildlich und nachahmenswert sei. „Gerade ist beim Evangelischen Kirchentag in Stuttgart mit einem Wirtschaftsführer als Präsidenten deutlich geworden, wie Engagement auch von Unternehmern und Unternehmen in die Gesellschaft wirken kann. Ich freue mich über viele Betriebe, die bewusst nach christlich-ethischen Maßstäben geführt werden und ihre soziale Verantwortung sowohl in der Personalführung als auch im globalen Wirtschaften wahrnehmen.“, sagte July. Bischof Fürst erklärte, „die Bereitschaft andere am eigenen Wohl teilhaben zu lassen, ist bei sehr vielen Unternehmern tief verwurzelt.“ Der Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg sei ein lebendiges Beispiel dafür, „dass diese christliche Idee des Teilens von kleinen und mittleren Unternehmen in unserem Land mitgetragen wird und sie ein hohes Maß an gesellschaftlicher Verantwortung übernehmen.“

Die drei Preisträger in der Übersicht

Den Preis für die Kategorie bis 20 Mitarbeiter erhielt Natursteine Rongen aus Tübingen. Das Unternehmen recycelt Natursteine und vertreibt keine Produkte aus Kinderarbeit und Übersee. Rongen unterstützt kontinuierlich soziale Projekte und Organisationen im Umkreis seines Firmensitzes in Tübingen, so auch den Neubau eines dringend benötigten Sportplatzes für die Tübinger Nordstadt.

In der zweiten Kategorie bis 150 Mitarbeiter ging als Preisträger die ascent AG aus Karlsruhe hervor. Der unabhängige Fondsspezialist hat 15 Bildungspartnerschaften mit Schulen geschlossen und vermittelt den Schülern, wie sie eigenverantwortlich mit Geld umgehen können. Dazu werden die ascent-Referenten zu „Schul-Wirtschafts-Coaches“ ausgebildet. Das Unternehmen führt zu diesem Thema Projekttage durch oder organisiert Besuche an der Wertpapierbörse.

Sieger der dritten Kategorie bis 500 Mitarbeiter war die J.7group GmbH aus Stuttgart. Das Friseurunternehmen mit 36 Filialen engagiert sich für die Tabaluga Kinderstiftung. Diese Stiftung betreut Kinder, die durch familiäre Krisen oder Verlust des Elternhauses traumatisiert sind. Beim Schönheitstag der Stiftung frisieren und stylen J.7-Mitarbeiter die Kinder und bringen dabei ihr Engagement in ihrer Freizeit ein. 

Preis soll Unternehmen in ihrem gesellschaftlichen Engagement stärken und fördern

Zur Bewerbung eingeladen waren alle baden-württembergischen Unternehmen mit maximal 500 Beschäftigten, die Wohlfahrtsverbände, soziale Organisationen, Initiativen, Einrichtungen oder (Sport-)Vereine unterstützen und sich gemeinsam mit ihnen gesellschaftlich engagieren. Die öffentliche Anerkennung dieser CSR-Aktivitäten soll zugleich Motivation dafür sein, in der Dauerhaftigkeit dieses Engagements nicht nachzulassen. Bis zum 31. März 2016 kann man sich wieder um den Mittelstandspreis 2016 bewerben. Infos unter www.mittelstandspreis-bw.de.

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