Innovationsstrategie des Landes

Innovationsstrategie des Landes

Innovationskraft sichert Wettbewerbsfähigkeit

  • Leichtbau im Fokus der Werkstoffforschung (Quelle: Fraunhofer IWM, Foto: Benjamin Blankenburg)

Baden-Württemberg zählt seit Jahrzehnten zu den führenden Innovationsregionen in Europa. Bahnbrechende Erfindungen wie das Automobil haben ihren Ursprung im heutigen Baden-Württemberg. In keiner anderen Region Europas ist der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen am Bruttoinlandsprodukt so hoch wie hier, wobei rund 80 Prozent dieser FuE-Aufwendungen auf die Wirtschaft und 20 Prozent auf den öffentlichen Bereich entfallen.

Die Sicherung der strukturellen Stärke Baden-Württembergs ist kein Selbstläufer. Der demografische Wandel, soziale Ungleichheit, Energie- und Ressourcenknappheit sowie der Klimawandel sind Herausforderungen, vor denen auch das Land Baden-Württemberg steht. Um diese zu bewältigen, sollen in Baden-Württemberg innovative Lösungen unter Berücksichtigung der regionalen Besonderheiten des Landes entwickelt werden. In diesem Zusammenhang soll Baden-Württemberg als Standort industrieller Produktion sowie wirtschaftsnaher und sozialer Dienstleistungen sowie eines leistungsfähigen Handwerks gestärkt werden. Dabei sollen neue dynamische und nachhaltige Wachstumsfelder erschlossen werden. Um hier Erfolge zu erzielen, setzt das Land auf eine dialogorientierte Politik. Durch das Miteinander von Politik mit Unternehmen, Verbänden, Kammern, Netzwerken und Clustern, Wissenschaft, Gewerkschaften und weiteren Akteuren gerade auch auf der regionalen Ebene werden neue Impulse gesetzt.

Wachstumsfelder für Baden-Württemberg

Auf der Grundlage eingehender Untersuchungen der spezifischen Stärken und Schwächen des Landes und unter Beteiligung des unabhängigen Innovationsrats wurden globale Wachstumsfelder identifiziert, an denen Baden-Württemberg aufgrund seiner wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kompetenzen maßgeblich partizipieren kann. Daher ist die Innovations- und Wirtschaftspolitik der Landesregierung in Baden-Württemberg auf die folgenden vier Wachstumsfelder ausgerichtet:

  • nachhaltige Mobilität,
  • Umwelttechnologien, Erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz,
  • Gesundheit und Pflege sowie
  • Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), Green IT und intelligente Produkte.

Ergänzend werden innovative Kerne, wie zum Beispiel die Luft- und Raumfahrt oder die Kreativwirtschaft, vorangetrieben, welche die Diversifikation des Landes hin zu neuen Produkten und Branchen stützen. Neben den branchenorientierten Aktionsfeldern sind die Schlüsseltechnologien ( z.B. Mikrosystemtechnik, Photonics, Nanotechnologie, IT, Leichtbau, Ressourceneffizienz, Biotechnologien und neue Werkstoffe) fester Bestandteil der Innovationspolitik.

Ausbau des Wissenschaftsstandorts

Ein Schwerpunkt in der Innovationsstrategie des Landes ist der weitere Ausbau des Wissenschaftsstandorts Baden-Württemberg im Hinblick auf die Forschung, den Transfer der Forschungsergebnisse in Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch für die wissenschaftliche Ausbildung und die Qualifizierung des Fachkräftenachwuchses.

Innovationserfolge leben von einer international wettbewerbsfähigen Grundlagenforschung, denn ohne neue Erkenntnisse wird es künftig keine Innovationen zur Lösung der „Grand Challenges“ geben. Dazu gehört eine möglichst große Bandbreite wissenschaftlicher Disziplinen und Themen, wobei stets darauf geachtet wird, dass die notwendige „kritische Masse“ in quantitativer Hinsicht gewährleistet ist.

Leitlinie der Forschungspolitik ist die Sicherung einer möglichst hohen Qualität in der Breite bei gleichzeitiger Förderung von Spitzenleistungen. Um wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in wirtschaftliche Wertschöpfung umsetzen zu können, muss die Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft weiter ausgebaut werden. Den Rahmenbedingungen und der Infrastruktur für die  anwendungsorientierte, wirtschaftsnahe Forschung im Land kommt deshalb eine zentrale Bedeutung zu. Die anwendungsorientierte Forschung findet sowohl in den wirtschaftsnahen außeruniversitären Forschungsinstituten als auch an den Hochschulen im Land statt. Die Anwendungsforschung trägt in besonderem Maß zur Qualifizierung des Nachwuchses für Wissenschaft und Wirtschaft bei. Der schnelle Transfer von neuem Wissen in Produkte, Verfahren und Dienstleistungen verlangt dabei eine enge Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschung, angewandter Forschung und Wirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette.


Dokumentation

Innovationsstrategie BW

Darstellung der Innovations-

politik

Baden-

Württemberg

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Titel der Dokumentation Innovationsstrategie Baden-Württemberg

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