Auszeichnung

Arbeitgeberpräsident Hundt und Staatssekretär Rust zeichnen familienfreundliche Unternehmen aus

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie steht längst auf der Agenda des Großteils der Unternehmen in Baden-Württemberg. Im Rahmen des landesweiten Projekts familyNET werden sie dabei durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft sowie die Arbeitgeberverbände Südwestmetall und Chemie Baden-Württemberg unterstützt. Am 23. Juni 2014 wurden bereits zum 2. Mal Unternehmen mit dem familyNET-Award für besonders familienfreundliche Projekte ausgezeichnet.

Insgesamt 41 Firmen und Betriebe hatten ihre Bewerbungen für den 2. familyNET-Award abgegeben. In den Themenfeldern „Kinderbetreuung“, „Arbeitszeitgestaltung/ -organisation und Arbeitsort“, „Betriebliches Gesundheitsmanagement, Work Life Balance“ und „Elternzeit und Wiedereinstieg“ wurden die Preise vergeben. Die Jury setzte sich zusammen aus Vertretern von Wirtschaft, Verbänden und dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft.

Staatssekretär Ingo Rust betonte: „Für immer mehr Männer und Frauen geben familiengerechte Arbeitsbedingungen und eine moderne Unternehmenskultur den Ausschlag für die Wahl des passenden Arbeitgebers. Die Wettbewerbsteilnehmer haben mit kreativen Ideen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie der Jury die Wahl nicht leicht gemacht. Ich wünsche mir, dass der familyNET-Award einen Anstoß gibt, damit Familienfreundlichkeit zur Selbstverständlichkeit wird.“

Stellvertretend für die beteiligten Arbeitgeberverbände wies Landesarbeitgeber-Präsident Professor Dr. Dieter Hundt darauf hin, dass immer mehr Betriebe nicht zuletzt mit Blick auf den demografischen Wandel und das knapper werdende Angebot an Fachkräften ihren Beschäftigten Flexibilität bieten und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter verbessern wollten: „Mit dem familyNET-Award zeichnen wir besonders innovative und nachhaltige Modelle aus. Damit wollen wir auch kleinere und mittlere Unternehmen ermutigen, sich auf den Weg zu machen. Den Unternehmen ist bewusst, dass eine große Mehrheit der Beschäftigten Familienfreundlichkeit im Unternehmen fordert und dies für viele ein Kriterium bei der Wahl des Arbeitgebers darstellt. Dabei kommt es darauf an, den Flexibilitätsbedarf der Unternehmen mit den Flexibilitätserwartungen der Beschäftigten auszubalancieren.“ Hundt forderte in diesem Zusammenhang die Politik auf, die richtigen Prioritäten mit Investitionen in Bildung und Betreuung zu setzen und so Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu unterstützen.

Für den familyNET-Award im Themenfeld „Kinderbetreuung“ konnte die SHW-SHS GmbH in Hüttlingen den Preis für ihr bemerkenswertes Kinderbetreuungsangebot „Kocherwichtel“, ein Kooperationskonzept mit der Gemeinde, gewinnen.

Im Themenfeld  Arbeitszeitgestaltung/ -organisation und Arbeitsort hat die Holzmanufaktur Rottweil GmbH, ein Handwerksunternehmen mit 80 Mitarbeitenden den familyNET Award gewonnen. Das Unternehmen zeichnet sich aus durch besonders individuelle Lösungen bei der Arbeitszeitgestaltung und nimmt beispielsweise besondere Rücksicht auf junge Väter, die Baustellen ohne Übernachtung übernehmen.

Im Themenfeld Betriebliches Gesundheitsmanagement und Work Life Balance heißt das Siegerunternehmen WERMA Signaltechnik GmbH aus  Rietheim-Weilheim, wo ein sehr umfassendes ganzheitliches BGM-Konzept „gelebt wird“ und sich auch durch eine psychosomatische Sozialberatung hervorhebt.

Sieger im Themenfeld Elternzeit und Wiedereinstieg ist die Convensis Group, Stuttgart. Für deren 24 Beschäftigte gibt es ein sehr durchdachtes dreistufiges Wiedereinstiegskonzept, das bereits mit der Schwangerschaft der Mitarbeiterin oder dem werdenden Vater beginnt und sich während und nach der Elternzeit fortsetzt, wovon sowohl die Beschäftigten als auch das Unternehmen profitieren.

Mit einem Sonderpreis wurde darüber hinaus Die Familiengenossenschaft eG in Mannheim ausgezeichnet, die mit 32 Unternehmensmitgliedern ein breites „Verbund-Angebot“ an Beratung, Information und Vermittlung von Betreuungskräften für Kinderbetreuung und Pflege lebt und beispielsweise eine Kindertagespflegestelle für Kleinkinder bei John Deere betreiben.

Information
Ziel des landesweiten Projekts familyNET ist es, Unternehmen Beratung und Coaching anzubieten, um sie individuell und betriebsspezifisch bei der Entwicklung und Einführung einer familienbewussten Personalpolitik zu unterstützen. familyNET wird unterstützt durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes. Darüber hinaus beteiligen sich an der Finanzierung der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e. V., Südwestmetall und der Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e. V. Die BBQ Berufliche Bildung gGmbH, eine Tochtergesellschaft des Bildungswerke der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V., setzt das Projekt familyNET um.
Kooperationspartner ist der Landesfamilienrat Baden-Württemberg.

Weitere Meldungen

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Chemieagenda 2045

Gemeinsames Länderschreiben zur Chemieagenda 2045

Gemeinsames Länderschreiben zur Chemieagenda 2045: Ergebnisse und dringender Handlungsbedarf

Regional Cup Böblingen - Elevator Pitch 2025/26
Start-up BW

Viktor Becker aus Geislingen an der Steige gewinnt den Regional Cup Böblingen

Bühne frei für Innovation: Viktor Becker aus Geislingen an der Steige gewinnt den Regional Cup Böblingen des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Siegerehrung Start-up BW Elevator Pitch Vorentscheid Rems-Murr
Start-up BW

Fibryx GmbH aus Stuttgart-Vaihingen gewinnt Regional Cup „START-UP & GROW REMS-MURR“

Bühne frei für Innovation: Fibryx GmbH aus Stuttgart-Vaihingen gewinnt den Regional Cup „START-UP & GROW REMS-MURR“ des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Start-up BW

EasZotic GmbH, Jakob und Elisabeth Tillery aus Horb gewinnen Regional Cup

Bühne frei für Innovation: EasZotic GmbH, Jakob und Elisabeth Tillery aus Horb sichern sich das Ticket für das Landesfinale.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Förderung

Land fördert Miniatur-Batterien für die Medizintechnik mit rund acht Millionen Euro

Das Land Baden-Württemberg startet im März das Projekt „Medicell“.

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Mentorinnen-Programm

10 Jahre Empowerment - Mentorinnen-Programm startet in die Jubiläumsrunde

10 Jahre Empowerment – Mentorinnen-Programm für Migrantinnen startet in die Jubiläumsrunde

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Wirtschaftsministerin lehnt erneute Verbote für Automobilbranche rundweg ab

Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates hat in seiner heutigen Sitzung (12. März) einem Antrag der Länder Bayern und Baden-Württemberg zugestimmt.

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW Local

Landeswettbewerb Start-up BW Local – jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Baden-Württembergische Kommunen haben jetzt wieder die Möglichkeit, gründungsfreundliche Strukturen aufzubauen und damit am Landeswettbewerb „Start-up BW Local – gründungsfreundliche Kommune“ teilzunehmen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Zumeldung zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA)

Hoffmeister-Kraut äußert sich zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts - Baden-Württemberg weiter an der Spitze!

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes stärkt die Forschungsinstitute der Länder.

Mikrochip / ©Rutkovski.by
Förderung

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI mit fünf Millionen Euro.

©Martina Berg, stock.adobe.com
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen – Klares Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg.

Europaflagge / ©Harald Richter
Industrial Accelerator Act

EU veröffentlicht Industrial Accelerator Act

Hoffmeister-Kraut: Vorschlag weist in falsche Richtung

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Dienstleistungswirtschaft

Impulse für die Zukunft der Dienstleistungswirtschaft im Land

Die Dienstleistungswirtschaft ist ein wichtiger Pfeiler der baden-württembergischen Wirtschaft. Sie sichert Wertschöpfung und Beschäftigung, treibt Innovationen voran und gewinnt im Zuge des industriellen Strukturwandels weiter an Bedeutung.

Bescheidübergabe am 4. März 2026
Förderung

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro