Förderung

Baden-Württemberg fördert Fraunhofer-Institute mit rund 3,9 Millionen Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert acht Transferprojekte von 12 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft in Baden-Württemberg mit insgesamt rund 3,9 Millionen Euro in den Jahren 2025 bis 2028.

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unsplash / Johannes Plenio

Ziel der Förderung ist es, den Wissens- und Technologietransfer von der Forschung in mittelständische Unternehmen im Land zu stärken und den Innovationsstandort Baden-Württemberg zukunftsfähig aufzustellen. Die wirtschaftsnahen Institute der Fraunhofer-Gesellschaft sind seit Jahrzehnten ein zentraler Innovationsfaktor in Baden-Württemberg – insbesondere für den Mittelstand.

Mit dem Doppelhaushalt 2025/2026 stehen dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg Sondermittel für die Förderung von Kollaborationen der Institute der Fraunhofer-Gesellschaft mit mittelständischen Unternehmen zur Verfügung. Im Rahmen eines Förderwettbewerbs wurden dazu acht Projekte ausgewählt, die sich durch hohe Innovationskraft, praxisnahe sowie niederschwellige Transferformate und eine breite wirtschaftliche Wirkung auszeichnen.

„Unser Ziel ist klar: Aus exzellenter Forschung soll greifbarer Fortschritt für den Mittelstand werden. Die ausgewählten Projekte zeigen, wie leistungsfähig unsere Forschungseinrichtungen sind, wenn es um den Transfer in die Wirtschaft geht. Gerade in Zeiten technologischen Wandels braucht der Mittelstand exzellente Partner aus der Forschung.“, sagt Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus.

Die Projekte decken ein breites thematisches Spektrum ab – von Wasserstofftechnologien über KI-gestützte Werkstoffdatenanalysen bis hin zur Digitalisierung des Bauwesens. Besonders hervorzuheben ist der hohe Anwendungsbezug: Alle Vorhaben zielen darauf ab, gemeinsam mit Unternehmen neue Lösungen zu entwickeln, in der Praxis zu testen und nachhaltig zu etablieren.

Ausgewählte Projekte (PDF)

„Mit diesen Projekten wird deutlich, wie Transfer gelingen kann – nicht nur durch technische Exzellenz, sondern durch Kooperation, Kommunikation und regionale Verankerung“, so Ministerin Hoffmeister-Kraut.

Hintergrundinformationen

Die 1949 gegründete Fraunhofer-Gesellschaft betreibt in Deutschland derzeit 76 Institute und Forschungseinrichtungen. Dort sind deutschlandweit rund 32.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung. Sie erarbeiten ein jährliches Forschungsvolumen von rund 3,4 Milliarden Euro, davon entfallen 3,0 Milliarden Euro auf den Bereich Vertragsforschung. Rund zwei Drittel davon erwirtschaftet Fraunhofer mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Rund ein Drittel steuern Bund und Länder als Grundfinanzierung bei. In den 13 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft in Baden-Württemberg sind etwa 6.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und das Haushaltsvolumen einschließlich Investitionen in Baden-Württemberg beträgt rund 600 Millionen Euro. Alle modernen Schlüsseltechnologien der Fraunhofer-Gesellschaft sind auch in Baden-Württemberg hervorragend vertreten. So haben Institute aus jedem der sieben Institutsverbünde ihren Sitz in Baden-Württemberg. Örtliche Schwerpunkte bilden die Regionen Stuttgart mit fünf Instituten, Freiburg mit fünf und Karlsruhe mit drei Instituten. Thematisch decken die Fraunhofer-Institute alle wichtigen Technologiefelder ab, das Spektrum umfasst die Bereiche Energieforschung, Produktionsforschung, Werkstoffforschung, Sicherheit, Mobilität, Lernende Systeme und Künstliche Intelligenz, Quantensensorik sowie Bioökonomie und Umwelttechnologien.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert die Institute der wirtschaftsnahen Forschung, bestehend aus der Innovationallianz Baden-Württemberg (InnBW), den Instituten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie der Fraunhofer-Gesellschaft, institutionell und unterstützt ihren Ausbau und ihre Weiterentwicklung durch Investitionen in Gebäude und Geräte. Die Fördermittel sind wesentlicher Beitrag für die Leistungsfähigkeit der wirtschaftsnahen Forschung. Der weitere Ausbau der wirtschaftsnahen Forschung sowie auch die Gründung und Ansiedlung neuer Institute gehören zu den strategischen Zielen der Landesregierung in der Innovationspolitik.

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