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Baden-württembergische IKT-Experten übergeben 16 Punkte-Plan

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Die Vertreter eines rund hundertköpfigen Expertenkreises übergaben eine "Digitale Agenda 2020+" an die Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und den Ministerialdirektor im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, Rolf Schumacher.

Die Agenda enthält einen 16 Punkte-Plan für die Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Baden-Württemberg und für die IKT-Politik des Landes. "Mit dem heutigen Expertenpapier haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht", erklärte Ministerin Bauer. "Die IKT bietet viele neue Möglichkeiten der technischen und organisatorischen Vernetzung, um die Wettbewerbsfähigkeit baden-württembergischer Unternehmen weiter zu stärken und ein nachhaltiges Baden-Württemberg zu ermöglichen."

"Die Weiterentwicklung der IKT in Baden-Württemberg ist eine Gemeinschaftsaufgabe", so Bauer und Schumacher. "Die Empfehlungen richten sich deshalb nicht nur an die Politik, sondern betreffen genauso viele andere Akteure der IKT in Baden-Württemberg. Wir wollen sie gemeinsam mit diesen nun prüfen, bewerten und priorisieren. Peter Hofelich wird deshalb als Mittelstandsbeauftragten der Landesregierung in den kommenden Wochen entsprechende Gespräche mit den Beteiligten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden führen." Die Ergebnisse dieser Gespräche sollen am 25. September in einem Spitzengespräch zu einem gemeinsamen Handlungskonzept von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden zusammengefasst werden und anschließend Inhalt des IKT-Kongresses, den die beiden Ministerien am 26. September im Rahmen der Stuttgarter Messe "IT&Business" veranstalten, sein.

Die Erstellung der Agenda war von den beiden Ministern 2012 initiiert worden. Koordiniert und moderiert wurden die Arbeiten von der Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg: Connected (bwcon) und dem Unternehmernetzwerk CyberForum e.V.  sowie vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). Übergeben wurde die Agenda an die Minister durch Alf Henryk Wulf (bwcon), Martin Hubschneider (CyberForum) und Prof. Peter Lockemann (Forschungszentrum Informatik).

Mit der Digitalen Agenda 2020+ an die Spitzenposition

Die Digitale Agenda 2020+ der Experten soll Baden-Württemberg in mehrfacher Hinsicht fit für die Zukunft machen: zum einen soll das Land durch weiteren Ausbau und Einsatz von IKT seine führende Rolle als Wirtschaftsstandort sichern; zum anderen sollen gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen gemeistert werden. „Schon heute nimmt Baden-Württemberg eine Spitzenposition in der IKT-Wirtschaft und vor allem in der Unternehmenssoftware ein“, so Martin Hubschneider, Vorstand des CyberForum e.V. „Durch die Umsetzung der Digitalen Agenda 2020+ kann diese Führungsrolle bis ins Jahr 2020 noch weiter ausgebaut werden. Baden-Württemberg wird so quasi zum „Musterländle“ für die Symbiose einer erfolgreichen und nachhaltigen Wirtschaft.“

IKT als zentrale Querschnittstechnologie

Besonders hervorheben wollten die Experten bei der Übergabe, wie IKT zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen maßgeblich beiträgt und wie die Wettbewerbsfähigkeit im Land für die Zukunft gesichert werden kann. Der Nachdruck der Empfehlungen liegt dabei auf der Nutzung der IKT als zentrale Querschnittstechnologie für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung, eine flexible und energiesparende Produktion, eine moderne und umfassende Gesundheitsversorgung und eine vielseitige und umweltverträgliche Mobilität. „IKT wird von Unternehmen aller Branchen als das aktuell und zukünftig wichtigste Technologiefeld für die eigene Leistungsfähigkeit erachtet“, so Alf Henryk Wulf, Vorstandsvorsitzender der bwcon. „Deshalb ist es für Baden-Württemberg existenziell wichtig traditionell starke Branchen wie Fahrzeug- und Maschinenbau durch den Einsatz von IKT fit zu machen für die Industrie 4.0, für die revolutionäre Umgestaltung der Produktion.“

Prof. Peter Lockemann vom Forschungszentrum Informatik fügt hinzu: „Dank der herausragenden Forschungsinfrastruktur bringt Baden-Württemberg für diese Umgestaltung gute Voraussetzungen mit. Doch neben der Infrastruktur bedarf es auch hochqualifizierter Fachkräfte. Und dazu gehört, bereits in den Schulen die Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik zu wecken."

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