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Clusterpolitik ist wirtschaftspolitischer Aktivposten zur Innovationsförderung

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„Das bereits fünfte baden-württembergische Cluster-Forum des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft steht unter dem Motto ‚Innovation à la Asien. Rund 400 Teilnehmer werden der Fragen nachgehen, wie kann Baden-Württemberg mit der Innovationsregion Asien konkurrieren. Clusterpolitik kann dafür eine spannende wirtschaftspolitische Antwort sein“, erklärte Wirtschaftsminister Nils Schmid heute anlässlich der Tagung im Stuttgarter Haus der Wirtschaft. „In Baden-Württemberg leben inzwischen rund 130 Clusterinitiativen oder Innovationsnetzwerke die interdisziplinäre Zusammenarbeit, um gemeinsam innovative Produkte und Verfahren zu entwickeln“, betonte Peter Hofelich, der Mittelstandsbeauftragte der Landesregierung bei der Veranstaltung.

Das Cluster-Forum zeigt, wie Clusterpolitik in Baden-Württemberg und Innovationsprozesse in Asien zusammenhängen können. Einerseits agieren China, Japan und Südkorea in vielen Innovationsfeldern in der Weltspitze. China sieht sich als ein weltweit führendes Innovations- und Produktionszentrum. Andererseits gewinnen in Europa Cluster zunehmend an Bedeutung, um Innovationen vor allem in der mittelständisch geprägten Wirtschaft zu fördern. Denn die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren erfordert die Zusammenarbeit mehrerer Experten aus Unternehmen, Forschung und Entwicklung oder Verbänden. Diese Zusammenarbeit kann entlang der Wertschöpfungskette sehr gut in Clustern und in Innovationsnetzwerken geleistet werden.

Wirtschaftsminister Schmid und Peter Hofelich sehen „Clusterpolitik als einen wirtschaftspolitischen Aktivposten. Die nun schon mehrfache Auflage des regionalen Clusteratlas’, die Einführung der regionalen Clusterdatenbank, die Durchführung eines regionalen Clusterwettbewerbs und die Förderung der Internationalisierung der baden-württembergischen Clusterinitiativen sind wesentliche Elemente der Clusterpolitik in Baden-Württemberg“, so Hofelich.

In regionalen Clusterinitiativen und Innovationsnetzwerken können kleine und die mittlere Unternehmen vom technischen Fortschritt in der Verbindung mit ihren Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette profitieren. Solche Innovationspotenziale bieten sich beispielsweise im Bereich der Elektromobilität, die das Zusammenwirken von Experten aus der Antriebstechnik, der Speichertechnologie oder der Mechatronik, Elektronik, des Leichtbaus oder der Oberflächentechnik erfordert.

Baden-Württemberg und Asien

Die Exporte der baden-württembergischen Hersteller in die Länder der Welt sind von 2000 bis 2011 um 71 Prozent auf 143 Milliarden Euro gestiegen. Die Exporte in die asiatischen Länder sind demgegenüber in diesem Zeitraum um 153 Prozent auf 31,1 Milliarden Euro gestiegen.

Der Exportanteil in diese Länder liegt heute bei 18 Prozent. China ist heute das viertwichtigste Exportland für Baden-Württemberg. In diesen Jahren ist der Export dorthin um 850 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro gestiegen und übernimmt damit einen Exportanteil von 7,7 Prozent.

Die Einfuhr von chinesischen Produkten nach Baden-Württemberg stieg von 6,5 Milliarden Euro 2008 auf 9,5 Milliarden Euro. Der größte Teil entfiel dabei auf die Gruppe DV-Geräte/optische Erzeugnisse, die von 2,4 Milliarden Euro 2008 auf 4,1 Milliarden Euro 2010 anstieg.

Quelle:

Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg

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