Delegationsreise

Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid reist nach Schweden

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid ist am 7. Februar 2016 zu einer dreitägigen Delegationsreise nach Schweden aufgebrochen. Der Minister wird dort politische Gespräche führen und sich unter anderem zum Thema Digitalisierung der Industrie austauschen. Begleitet wird Minister Schmid von Vertretern einer 17-köpfigen Delegation aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften und Medien.

„Die schwedische Wirtschaft ist wegen ihrer hohen Innovationsfähigkeit schon seit langem ein sehr guter Partner für die baden-württembergischen Unternehmen. Schweden und Baden-Württemberg passen einfach gut zusammen. Wir stehen für Innovation und Technologie, gesellschaftlicher Zusammenhalt wird in beiden Ländern großgeschrieben und wir verbinden Modernität und Tradition auf ganz besondere Weise. Mit unserem Besuch wollen wir diese guten Beziehungen weiter ausbauen“, sagte Minister Nils Schmid.

Im Mittelpunkt des Programms, das in Kooperation mit Baden-Württemberg International (bw-i) organisiert wurde, stehen neben dem Ausbau der Handelsbeziehungen auch die Digitalisierung der Industrie. Wirtschaftsminister Schmid wird außerdem mit der Arbeitsmarktministerin Ylva Johansson über die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt sprechen. Daneben will er sich während der Delegationsreise auch zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Gleichstellung von Männern und Frauen austauschen.

„Schweden ist beim Thema Gleichstellung schon lange ein Erfolgsmodell. Baden-Württemberg hat zwar in den letzten Jahren ordentlich dazugelernt. Trotzdem haben wir immer den Anspruch, es noch ein bisschen besser zu machen“, so der Minister.

In Schweden stehen am Montag (8. Februar) und Dienstag (9. Februar) für Minister Schmid Gespräche mit dem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Oscar Stenström, Arbeitsministerin Ylva Johansson, sowie dem Staatssekretär für Internationale und EU-Angelegenheiten im Premierministeramt Hans Dahlgren an. Schmid wird sich im Anschluss mit Vertreterinnen und Vertretern des schwedischen Arbeitgeberdachverbands treffen. Die Delegation wird Europas führende Ingenieurberatung Sweco in den Bereichen Anlagen, Tiefbau, Architektur, Stadtplanung, Konstruktion, Energie, Industrietechnik, Installation, IT, Eisenbahntechnik, Verkehr, Wasser- und Umwelttechnik besuchen. Das Unternehmen ist auch in Stuttgart vertreten. Außerdem stehen ein Besuch des Xpres-Labors der Königlichen Technischen Hochschule zum Stand der Digitalisierung der schwedischen Industrie und der Besuch des Unternehmens Sandvik an. Sandvik produziert nicht nur Schneidewerkzeuge für die Metallindustrie, sondern hat auch eines der größten Zentren für Herstellung, Produktivität und Forschung in der Bearbeitungsindustrie aufgebaut.

Hintergrund
Als wirtschaftlich bedeutendstes Land im Norden Europas hat Schweden starke Industriezweige mit einem hohen Bedarf an Ausrüstungsgütern, Maschinen und anderen technischen Produkten. Das Land zeichnet sich durch ein hohes Maß an Innovationen und neuen Technologien aus. Schweden ist für seine aufgeschlossenen, technikaffinen Verbraucher mit hoher Kaufkraft und für international wettbewerbsfähige, global agierende Unternehmen bekannt. Der Außenhandel hat wegen des begrenzten Inlandsmarkts einen hohen Stellenwert. Deutschland ist Schwedens wichtigster Handelspartner. Schweden ist aufgrund der guten Erreichbarkeit und Bedarfsstrukturen der Industrie sowie der hohen Kaufkraft der Abnehmer ein lukrativer Absatzmarkt für deutsche Produkte. Umgekehrt ist Deutschland Nummer eins für Schwedens Exporte. Für viele große schwedische Konzerne ist Deutschland sogar wichtiger als der heimische Absatzmarkt.

Zahlreiche baden-württembergische Firmen sind mit Tochterunternehmen in ganz Schweden vertreten. In Baden-Württemberg sind 129 schwedische Unternehmen mit mindestens 20 Prozent ausländischer Kapitalbeteiligung angesiedelt.

Auch das Unternehmen Sandvik, ein bedeutendes Unternehmen der schwedischen Spezialstahlindustrie, das im Rahmen der Reise besucht wird, hält mehrere Tochterunternehmen in Baden-Württemberg.

Im Jahr 2014 wurden Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro von Baden-Württemberg nach Schweden exportiert. Schweden liegt damit an 17. Stelle der Handelsstatistik. Wichtigste Exportgüter sind Maschinen, Kraftwagen und Kraftwagenteile sowie elektrische Ausrüstungen. Umgekehrt wurden Waren im Wert von 2,2 Milliarden Euro aus Schweden nach Baden-Württemberg importiert. Damit belegt Schweden auch bei den Importen den 17. Platz. Importiert werden vor allem pharmazeutische Erzeugnisse sowie Metalle und Papier, Pappe sowie Maschinen.

Weitere Meldungen

Copyright: © facts and fiction / Stefan Schilling Fotografie
Ausstellung

Kreislaufwirtschaft zum Anfassen: Expo-Ausstellung aus Osaka kommt nach Stuttgart

Wie kann nachhaltiges Wirtschaften konkret aussehen? Antworten darauf gibt eine Wanderausstellung mit Exponaten aus dem Deutschen Pavillon der Expo 2025 in Osaka.

Portraitbilder Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Pharmaindustrie

Pharmaindustrie: Investitionen wandern ab – Deutschland muss gegensteuern

Die Ankündigungen von Boehringer Ingelheim und Eli Lilly, geplante Investitionen in Deutschland in erheblichem Umfang nicht zu realisieren, sind ein deutliches Warnsignal für den Pharmastandort Deutschland.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Medieninformation

Mannheim-Stadt beteiligt sich am bundesweiten Pilotprojekt „Schneller Gründen"

Finanzamt Mannheim-Stadt beteiligt sich am bundesweiten Pilotprojekt „Schneller Gründen“

Sieger Regional Cup Südlicher Oberrhein
Start-up BW

AugRep GmbH aus Freiburg gewinnt den Regional Cup Südlicher Oberrhein

Bühne frei für Innovation: AugRep GmbH aus Freiburg gewinnt den Regional Cup Südlicher Oberrhein des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Regional Cup Ludwigsburg - Sieger
Start-up BW

Camperr gewinnt den Regional Cup Ludwigsburg des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“

Bühne frei für Innovation: Camperr gewinnt den Regional Cup Ludwigsburg des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Sieger Regional Cup IP2INVEST
Start-up BW

OSORA medical aus Ulm gewinnt den Regional Cup IP2INVEST

Bühne frei für Innovation: OSORA medical aus Ulm gewinnt den Regional Cup IP2INVEST des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Elevator Pitch Region Heilbronn-Franken
Start-up BW

Elevator Pitch Region Heilbronn-Franken

Bühne frei für Innovation: Nils Krumm aus Heilbronn gewinnt den Elevator Pitch Region Heilbronn-Franken des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

IW Junior Landeswettbewerb - Gemeinschaftsladen
Start-up BW

IW JUNIOR Landeswettbewerb Baden-Württemberg

Schülerfirmen „WonderBall“ und „Dorfgemeinschaftsladen“ gewinnen den IW JUNIOR Landeswettbewerb Baden-Württemberg.

Quelle: unsplash / dylan-gillis
Überbetriebliche Ausbildung

13 Millionen Euro für die überbetriebliche Berufsausbildung

Land unterstützt kleine und mittlere Betriebe mit 13 Millionen Euro für die überbetriebliche Berufsausbildung

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Förderung

Land stärkt digitale Innovationszentren

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert für drei Jahre die beiden European Digital Innovation Hubs (EDIHs) in Baden-Württemberg mit jeweils 720.000 Euro.

Bescheidübergabe am 6. Mai 2026
Förderung

Digital Hubs Bodensee und Region Bruchsal gefördert

Rund 6 Millionen Euro für Digitalisierung in der Fläche: Digital Hubs Bodensee und Region Bruchsal erhalten jeweils rund 500.000 Euro Förderung.

Bescheidübergabe am 6. Mai 2026
Förderung

Land fördert kommunale Innovationsinfrastrukturen mit rund 9,4 Millionen Euro

Das Wirtschaftsministerium hat im Rahmen des Förderaufrufs „Stärkung Regionaler Innovationssysteme (RIS) durch Ausbau und Modernisierung kommunaler Innovationsinfrastrukturen“ elf Vorhaben zur Förderung bewilligt.

Zwei Männer arbeiten in einer Bäckerei. Einer lacht dem anderen zu, während er mit den Händen Backwaren bearbeitet. Im Hintergrund ist die Backstube zu sehen.
Tag der Arbeit

Ministerin Hoffmeister-Kraut: Arbeit ist Basis für Wohlstand und Zusammenhalt

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, betont zum internationalen Tag der Arbeit am 1. Mai die Bedeutung von Arbeit, gesellschaftlichem Zusammenhalt und sozialer Marktwirtschaft.

Portraitbilder Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Mercosur

Start des EU-Mercosur-Abkommens

Start des EU-Mercosur-Abkommens: Meilenstein für verlässliche Partnerschaften in Südamerika.

Regional Cup Bodensee-Oberschwaben
Start-up BW

Regional Cup Bodensee-Oberschwaben des „Start-up BW Eleva-tor Pitch 2025/26“

Bühne frei für Innovation: Moritz Gloger und Nico Haas aus Uhldingen-Mühlhofen gewinnen den Regional Cup Bodensee-Oberschwaben des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichern sich das Ticket fürs Landesfinale.