Wohnungsbau

Hoffmeister-Kraut kommentiert Positionspapier zum Wohnungsbau

Berechne Lesezeit
  • Teilen

„Nur, wenn ausreichend Flächen zur Bebauung – gerade auch im preisgünstigen Marktsegment – zur Verfügung stehen, können wir dem herrschenden Wohnraummangel gezielt entgegenwirken. Ich begrüße deshalb ausdrücklich, dass der Gemeindetag Baden-Württemberg und seine Bündnispartner uns in unseren Anstrengungen unterstützen, mehr Flächen für den Wohnungsbau zu gewinnen“, kommentiert Wirtschafts- und Wohnungsbauministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut das Positionspapier, das heute vorgestellt wurde. Die Forderungen seien zum Teil bereits im Rahmen der Wohnraum-Allianz besprochen und in die Empfehlungen aufgenommen, vieles sogar schon umgesetzt worden. Hoffmeister-Kraut machte deutlich, dass das Thema auch bei ihr oberste Priorität hat: „Wohnen ist Daseinsvorsorge und damit elementarer Bestandteil einer Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.“

Die Grundlage einer nachhaltigen Stadt- und Gemeindeentwicklung sei eine bedarfsgerechte Ausweisung von Neubauflächen. „Ohne die Ausweisung neuer Bauflächen werden wir die Wohnraumnot nicht lösen können“, mahnte Hoffmeister-Kraut. Wie die Bündnispartner sehe sie hierbei auch Beschleunigungserfordernisse in den Verfahren.

Bereits im August 2018 hat Hoffmeister-Kraut angekündigt, einen „Kommunalfonds Wohnraumoffensive BW“ einzurichten, der in Ergänzung des Förderprogramms „Wohnungsbau BW“ dazu beitragen soll, den Wohnraummangel zu bekämpfen. „Ein Bestandteil unseres geplanten Kommunalfonds ist der Aufbau eines Grundstücksfonds, der es Gemeinden ermöglicht, Wohnbauflächen zu erwerben, wozu sie sonst selbst nicht in der Lage sind“, so die Ministerin. Daneben sollen kommunale Initiativen unterstützt werden, um Wohnraum und Flächen zu aktivieren. Aber auch nichtinvestive Maßnahmen der Kommunen wolle man unterstützen, die insbesondere darauf abzielen, ungenutzten privaten Wohnraum im Mietwohnungsbestand zu akquirieren. „Meine Vorschläge liegen seit Sommer 2018 auf dem Tisch“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Der Gemeindetag empfiehlt in seinem Papier, das beschleunigte Bebauungsplanverfahren im Außenbereich nach § 13b Baugesetzbuch zu entfristen. Auch das Wirtschaftsministerium unterstützt das Ziel, diese Vorschrift zu entfristen. Deshalb wird sich Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut auf Bundesebene auch weiter dafür einsetzen, das Baugesetzbuch entsprechend zu ändern. „Diese Regelung ist eine enorme Erleichterung für unsere Städte und Gemeinden, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen“, so Hoffmeister-Kraut. Die Regelung des § 13b BauGB ist bislang bis zum 31. Dezember 2019 befristet. Sie erlaubt es den Kommunen, Bebauungspläne schneller und leichter aufzustellen, als es beim Normalverfahren möglich wäre.

Auch die Forderung, Bürgerbegehren zu komprimieren, wurde innerhalb der Wohnraum-Allianz bereits diskutiert. Das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration wird die erweiterten Möglichkeiten für Bürgerbegehren, die nach der Gemeindeordnung bestehen, und deren Auswirkungen auf die kommunale Bauleitplanung noch in diesem Jahr auswerten.

Zur Forderung, die artenschutzrechtliche Prüfung besser in den Rahmen der Bauleitplanung einzubinden, sagte die Ministerin: „Es ist bekannt, dass artenschutzrechtliche Anforderungen die Bauleitplanung verzögern können. Deshalb erarbeiten wir derzeit gemeinsam mit dem Umweltministerium und einem Fachbüro einen Handlungsleitfaden für unsere Kommunen. In die Erarbeitung sind u. a. auch die Kommunalen Landesverbände aktiv eingebunden. So wollen wir den Planungsträgern wertvolle Hinweise für einen praxisgerechten Umgang mit dem Artenschutz und bei Einzelbauvorhaben geben.“

 

Weitere Meldungen

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Förderung

Land stärkt digitale Innovationszentren

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert für drei Jahre die beiden Euro-pean Digital Innovation Hubs (EDIHs) in Baden-Württemberg mit jeweils 720.000 Euro.

Bescheidübergabe am 6. Mai 2026
Förderung

Digital Hubs Bodensee und Region Bruchsal gefördert

Rund 6 Millionen Euro für Digitalisierung in der Fläche: Digital Hubs Bodensee und Region Bruchsal erhalten jeweils rund 500.000 Euro Förderung.

Bescheidübergabe am 6. Mai 2026
Förderung

Land fördert kommunale Innovationsinfrastrukturen mit rund 9,4 Millionen Euro

Das Wirtschaftsministerium hat im Rahmen des Förderaufrufs „Stärkung Regionaler Innovationssysteme (RIS) durch Ausbau und Modernisierung kommunaler Innovationsinfrastrukturen“ elf Vorhaben zur Förderung bewilligt.

Zwei Männer arbeiten in einer Bäckerei. Einer lacht dem anderen zu, während er mit den Händen Backwaren bearbeitet. Im Hintergrund ist die Backstube zu sehen.
Tag der Arbeit

Ministerin Hoffmeister-Kraut: Arbeit ist Basis für Wohlstand und Zusammenhalt

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, betont zum internationalen Tag der Arbeit am 1. Mai die Bedeutung von Arbeit, gesellschaftlichem Zusammenhalt und sozialer Marktwirtschaft.

Regional Cup Bodensee-Oberschwaben
Start-up BW

Regional Cup Bodensee-Oberschwaben des „Start-up BW Eleva-tor Pitch 2025/26“

Bühne frei für Innovation: Moritz Gloger und Nico Haas aus Uhldingen-Mühlhofen gewinnen den Regional Cup Bodensee-Oberschwaben des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichern sich das Ticket fürs Landesfinale.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Arbeitsmarktzahlen

Die übliche Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt bleibt aus

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, äußert sich anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.

Mensch und Roboter begrüßen sich, indem Sie die Knöchel aneinanderdrücken.
Förderung

Rund zwei Millionen Euro für Innovationen in KI und Robotik

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert das „Reallabor für rechtskonforme KI und Robotik am KI-Fortschrittszentrum“ bis Februar 2028 mit rund zwei Millionen Euro.

unsplash / kendall ruth
familyNET 4.0

familyNET 4.0: Wettbewerb für moderne Unternehmenskultur geht in die achte Runde

Am 27. April startet der Wettbewerb „familyNET 4.0 – Der Wettbewerb für eine moderne Unternehmenskultur“ in die achte Runde.

Hannover Messe 2026
Hannover Messe

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026: Motor für industrielle Innovation.

Logo von Start up BW
Start-up BW

Förderung im Gründungsprogramm Start-up BW Pre-Seed

Wirtschaftsministerium und L-Bank benennen elf Kandidaten für Förderung im Gründungsprogramm Start-up BW Pre-Seed.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Förderung

Land stärkt Innovationsallianz Baden-Württemberg mit rund 40,6 Millionen Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg unterstützt die Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW) im Jahr 2026 mit einer Grundfinanzierung in Höhe von rund 40,6 Millionen Euro.

Zwei Frauen sitzen vor einem Laptop / ©Kobu Agency / Unsplash
Arbeitsmarkt

Mehr Frauen in Beschäftigung – strukturelle Hürden bleiben bestehen

Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e. V. (IAW) hat im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg einen neuen Bericht zur geschlechterspezifischen Beschäftigungsentwicklung im Land vorgestellt.

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal aus Tübingen gewinnt den Regional Cup Tübingen

Bühne frei für Innovation: ELASTheal aus Tübingen gewinnt den Regional Cup Tübingen des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Förderung

Land fördert Technologiekooperation mit der Ukraine

Land fördert Technologiekooperation mit der Ukraine.

Europaflagge / ©Harald Richter
Förderung

Großes wirtschaftliches Potenzial: Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologie

Auch die zweite Runde der Prototypenförderung für innovative Technologien ist ein Erfolg: Aus 52 Anträgen von staatlichen Hochschulen und den wirtschaftsnahen außeruniversitären Forschungseinrichtungen wurden 14 Projekte bewilligt.