Wirtschaft

Internationalisierung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes

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„Die Jahresprogramme 2013 unserer Wirtschaftsfördergesellschaft bw-i sind ein hervorragendes Angebot für die Wirtschaft und Wissenschaft im Südwesten", sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid heute nach der Verabschiedung umfangreicher Jahresprogramme zur Internationalisierung von Wirtschaft und Wissenschaft in Baden-Württemberg durch den Aufsichtsrat von Baden-Württemberg International (bw-i), der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes.

„Das Programm für die Wirtschaft zeichnet sich durch eine klare regionale Ausrichtung und gezielte thematische Schwerpunkte aus", so Schmid. Schmid ist Vorsitzender des Aufsichtsrates von bw-i. Insgesamt umfassen die Jahresprogramme zur Internationalisierung und Vermarktung der baden-württembergischen Wirtschaft und Wissenschaft im nächsten Jahr 121 Maßnahmen in 32 Ländern.

„Wir laden die baden-württembergischen Unternehmen ein, sich an den über siebzig Veranstaltungen zu beteiligen, die von Baden-Württemberg International im kommenden Jahr im In- und Ausland mit dem Ziel angeboten werden, sie bei der Erschließung neuer Märkte zu unterstützen", so bw-i-Geschäftsführer Jürgen Oswald.

Firmengemeinschaftsstände auf internationalen Leitmessen

Aus Haushaltsmitteln des Finanz- und Wirtschaftsministeriums sollen allein zwölf baden-württembergische Firmengemeinschaftsstände auf internationalen Leitmessen in Deutschland wie der CeBIT, der Hannover Messe oder der Intersolar in München gefördert werden. Darüber hinaus wird bw-i Standortpräsentationen in Frankreich, Dänemark, der Schweiz, Österreich, Türkei, Polen, Russland, USA, Kanada, Brasilien, Indien, China, Taiwan und Singapur durchführen, um den Innnovationsstandort Baden-Württemberg mit seinen umfassenden Kompetenzen in Wirtschaft und Wissenschaft auch vor möglichen Investoren vorzustellen. Diese Messe- und Präsentations-veranstaltungen werden in enger Zusammenarbeit mit den branchen- und technologieorientierten Landesgesellschaften BioPro, e-mobil BW, Umwelttechnik BW und der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg durchgeführt.

Unter dem Dach des Landes Baden-Württemberg werden im kommenden Jahr auch Gemeinschaftsstände auf bedeutenden Messen im Ausland angeboten. Die erste Messebeteiligung, die bw-i in Zusammenarbeit mit dem VDMA im kommenden Jahr anbietet, ist die IMTEX im indischen Bangalore, eine Leitmesse für Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau und Werkzeugmaschinenbau. Der Messestand des Landes ist mit 23 baden-württembergischen Ausstellern seit langem ausgebucht.

Wirtschaftsdelegationen mit Minister Schmid

Darüber hinaus sind für das kommende Jahr Wirtschaftsdelegationsreisen in die Türkei, nach Indien und auf die arabische Halbinsel unter Leitung des Finanz- und Wirtschaftsministers Dr. Nils Schmid geplant. „Mit der Reise nach Indien werde ich Wirtschaftsdelegationen dann in alle führenden Schwellenländer, die sogenannten BRIC-Staaten, begleitet haben. Bereits die Reisen nach Brasilien, Russland und China haben den mitreisenden Unternehmen eine ganze Reihe neuer Geschäftsmöglichkeiten eröffnet", so Schmid.

Weitere Länder, in denen bw-i im kommenden Jahr mit Firmeninformations-reisen und Kontakt- und Kooperationsbörsen präsent ist, sind beispielsweise auch Malaysia, Indonesien und Myanmar. „Mit unserem Außenwirtschafts-programm verfolgen wir zwei Ziele: Zum einen wollen wir uns eng am Bedarf unserer Wirtschaft orientieren, die nach wie vor ein großes Interesse hat, sich an Maßnahmen in den USA, China, Russland oder Brasilien zu beteiligen. Zum anderen wollen wir aber auch Lotse sein und neue Marktchancen in Ländern aufzeigen, die bislang noch nicht im Fokus der baden-württembergischen Exportwirtschaft standen. Deshalb steht im kommenden Jahr auch eine Firmeninformationsreise nach Myanmar auf unserem Programm", so Geschäftsführer Jürgen Oswald.

Mehr zu den Jahresprogrammen:

Neben branchenübergreifenden Maßnahmen werde der baden-württembergischen Wirtschaft ein Angebot insbesondere in den Branchen Maschinenbau, Fahrzeugbau und Mobilität, Umwelttechnik, Gesundheitswirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnologie, Kreativitätswirtschaft sowie Luft- und Raumfahrt gemacht. „Damit setzen wir ein klares Zeichen, dass wir in unserer Außenwirtschaftspolitik sowohl unsere klassischen Leitbranchen als auch Unternehmen unterstützen, die in neuen Zukunftsfeldern tätig sind", erläuterte Minister Schmid.

Die jetzt vom Aufsichtsrat verabschiedeten Programme seien in enger Abstimmung mit den Industrie- und Handelskammern, dem baden-württembergischen Handwerkstag, dem Landesverband der baden-württembergischen Industrie, den anderen Landesgesellschaften, den Cluster- und Netzwerkorganisationen sowie mit Partnern aus dem Wissenschaftsbereich entstanden.

„Wir haben", so Minister Dr. Schmid weiter, „bereits in diesem Jahr sehr gute Erfahrungen damit gemacht, unsere Außenwirtschaftsmaßnahmen auch für die Hochschulen und Forschungseinrichtungen und umgekehrt zu öffnen. Wenn sich Wirtschaft und Wissenschaft im Ausland auf Veranstaltungen wie den von bw-i organisierten Baden-Württemberg-Foren gemeinsam präsentieren, können wir deutlich machen, dass wir in Baden-Württemberg Systemlösungskompetenz anbieten können." Die Zeiten, in denen Außenwirtschaftspolitik im Wesentlichen mit Exportförderung gleichzusetzen war, seien längst vorbei. „Dem entsprechend müssen wir auch unser außenwirtschaftliches Instrumentarium ständig weiterentwickeln. Eines werde sich dabei aber nicht ändern", so Minister Dr. Schmid, „die besten Botschafter unseres Landes im Ausland sind unsere Unternehmen selbst."

Ebenfalls vom bw-i-Aufsichtsrat beschlossen wurde ein spezielles Maßnahmenprogramm zur Internationalisierung und Vermarktung des Hochschul- und Forschungsstandortes Baden-Württemberg. Das Programm wird aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert und verfolgt neben der Anbahnung von Kooperationen und intensiver Netzwerkarbeit die Rekrutierung von Masterstudierenden, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftlern. In diesem Bereich werden 2013 weltweit rund 50 Maßnahmen durchgeführt.

Hintergrundinformation:

Baden-Württemberg International (bw-i) hat ihren Sitz im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Die Gesellschaft, die zu 51 Prozent im Besitz des Landes ist, wurde 1984 mit dem Ziel gegründet, die mittelständische baden-württembergische Wirtschaft bei der Erschließung neuer Auslandsmärkte und der Anbahnung internationaler Unternehmenskontakte zu unterstützen.

Zudem soll das Unternehmen ausländische Investoren bei Ansiedlungen im Südwesten Deutschlands unterstützen.

Neben dem internationalen Marketing für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg gehört seit 2004 auch die Internationalisierung des Hochschul- und Forschungsstandortes Baden-Württemberg zum Aufgabenspektrum von bw-i. Seit diesem Zeitpunkt sind neben dem Land und den weiteren Gründungsgesellschaften, der L-Bank Baden-Württemberg und dem Landesverband der baden-württembergische Industrie e.V. (LVI) auch der Industrie- und Handelskammertag sowie der Handwerkstag Baden-Württemberg Mitgesellschafter.

Aufsichtsratsvorsitzender der bw-i ist Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid, seine Stellvertreterin ist Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Seit Beginn des Jahres 2012 ist Jürgen Oswald Geschäftsführer dieser Landesgesellschaft, die zur Zeit 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Im Auftrag des Landes führt Baden-Württemberg International Messebeteiligungen im In- und Ausland, Wirtschaftsdelegationsreisen und Informationsveranstaltungen durch. Für die Wirtschaftsfördereinrichtungen auf kommunaler und regionaler Ebene hält bw-i ein breites Dienstleistungsangebot bereit wie beispielsweise den Internet-Auftritt bw-invest.de mit 15.000 registrierten baden-württembergischen Unternehmen, die nach Branchen, Produktgruppen und Regionen gegliedert sind. Zudem ist das Standortinformationssystem der Industrie- und Handelskammern in den Internetauftritt integriert, das einen umfassenden Überblick über die rund 1.100 Kommunen und deren Gewerbeflächen gibt.

2012 setzte die Gesellschaft rund 15 Millionen Euro um.

Quelle:

Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg

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