Innovationsgutschein

Landesregierung startet Modellvorhaben für Kultur- und Kreativwirtschaft

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft wird Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft mit einem neuen Innovationsgutschein fördern.

Der neu angebotene Innovationsgutschein C (Kreativgutschein) mit einem Förderbetrag von bis zu 5.000 Euro soll Kleinstunternehmen und Freiberuflern der Branche den Markteintritt erleichtern und innovative Produkte oder Dienstleistungen befördern. Gefördert werden beispielsweise Investitionen in die Erstvermarktung von neuen, kreativen Produkten oder auch zum Schutz von geistigem Eigentum.

„Baden-Württemberg geht mit diesem Förderinstrument einen ganz neuen Weg“, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid heute (4. April) zum Start des neuen Gutscheins. „Für viele kleine Kreativunternehmen stellt der steigende Aufwand zur Kundengewinnung eine echte Markteintrittsbarriere dar. Mit dem Innovationsgutschein C wollen wir diese Hürde senken.“ Das Modellvorhaben für die Kreativwirtschaft ergänze die erfolgreich etablierten, technisch orientierten Innovationsgutscheine A, B und B High-Tech, so Schmid. „Mit dem Innovationsgutschein C greifen wir Kreativunternehmen auf den ersten Metern in den Markt unter die Arme“. Im Modellvorhaben mit Gesamtvolumen von rund 500.000 Euro wird die Ausgabe von bis zu 125 Innovationsgutscheinen angestrebt.

Förderfähig sind beispielsweise Ausgaben für Messeauftritte, Teilnahmegebühren für Kultur- und Kreativwettbewerbe, Honorare und Gebühren für den Schutz von Marken und Geschmacksmustern oder die Erstellung von Werbematerial, Katalogen oder Bedienungsanleitungen. Der Innovationsgutschein C hat eine Förderhöhe von bis zu 5.000 Euro und deckt maximal 50 Prozent der Ausgaben ab, die dem Unternehmen in Rechnung gestellt werden.

Ab sofort können Kleinstunternehmen und Freiberufler der Kultur- und Kreativwirtschaft aus Baden-Württemberg mit bis zu neun Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Umsatz bzw. Bilanzsumme einen Innovationsgutschein beantragen. Das sind Unternehmen aus den Bereichen Software und Games, Architektur, Design, Buch, Kunst, darstellende Künste, Film, Musik, Presse, Rundfunk oder Werbung. Die Anträge bewertet ein Kreativausschuss beim Ministerium für Finanzen und Wirtschaft.

Das baden-württembergische Modell der Innovationsgutscheine wurde nicht nur von Bayern und Sachsen übernommen, sondern hat auch internationale Anerkennung gefunden. Der indische Bundesstaat Tamil Nadu hat in einem Pilotprojekt die Innovationsgutscheine eingeführt, nachdem zuvor das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben hatte.

Informationen zur Kultur- und Kreativwirtschaft:

Nach dem vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in Auftrag gegebenen „Datenreport 2012 zur Kultur- und Kreativwirtschaft“ zählt die Branche im Jahr 2010 rund 30.000 Unternehmen mit insgesamt 218.000 Erwerbstätigen in Baden-Württemberg. Die Untersuchung geht von 116.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und ca. 30.000 Selbstständigen aus. Hinzu kommen rund 53.000 geringfügig Beschäftige sowie rund 19.000 freiberuflich tätige Künstlerinnen und Künstler. Die Branche erwirtschaftete 2010 ein Umsatzvolumen von insgesamt rund 22 Milliarden Euro. Der Umsatz je Kreativunternehmen liegt in Baden-Württemberg dabei um 140.000 Euro höher als in der bundesweiten Kultur- und Kreativwirtschaft.

Informationen zu Innovationsgutscheinen:

Der Kreativgutschein ergänzt das vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg entwickelte Modell der Innovationsgutscheine. Seit Frühjahr 2008 bis Ende März 2013 sind 2.600 Anträge auf Innovationsgutscheine eingegangen, rund 2.000 wurden bewilligt. Die Bewilligungsquote unter den formal einwandfreien Anträgen liegt bei etwa 85 Prozent. Anfang 2012 wurde der spezielle Innovationsgutschein B High Tech für Start-Ups aus dem Hightechbereich eingeführt. Seit 2012 wurden 49 Start-up-Unternehmen mit diesem Instrument gefördert.

Weitere Meldungen

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Die Umsetzung der vereinbarten Arbeitszeitreform ist völlig unzureichend.

Die Ausnahme muss zur Regel werden, fordert Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut.

Heute Shuttle, morgen Lieferfahrzeug
U-Shift

Ein Fahrzeug für (fast) alle Fälle: U-Shift denkt Mobilität neu

Bei der Abschlussveranstaltung des Förderprojekts „U-Shift II“ zeigen die Projektpartner in Karlsruhe, wie die Mobilität der Zukunft aussehen kann, und sie geben Einblicke in ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich Autonomes Fahren.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Start-up BW

Zwei IW JUNIOR Schülerfirmen aus Baden-Württemberg gewinnen in Köln

Zwei Schülerfirmen aus Baden-Württemberg haben im IW JUNIOR Bundeswettbewerb in Köln am 16. Juni die Bronzemedaille sowie den Sonderpreis für das "Beste Pitch Deck" geholt.

Asien-Pazifik Summit 2026
Summit

Erster Asien-Pazifik Summit in Stuttgart

Leitthema: „Wie sichert Baden-Württemberg seine Wettbewerbsfähigkeit im Innovationswettlauf in der Asien-Pazifik-Region?“

Eine Lehrerin hängt ein Bild an einer Tafel auf. Im Hintergrund sind Schüler zu sehen.
Zumeldung

Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial von Frauen

Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut unterstützt die Einschätzung von DIW-Chef Marcel Fratzscher, dass in der hohen Teilzeitquote von Frauen ein riesiges ungenutztes Arbeitskräftepotenzial liege. Dies sei auch in Baden-Württemberg der Fall.

Logo von Start up BW
Start-up BW

SquareNeo GmbH aus Karlsruhe gewinnt den Regional Cup Karlsruhe

Bühne frei für Innovation: SquareNeo GmbH aus Karlsruhe ge-winnt den Regional Cup Karlsruhe des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Regulierung

Wirtschaftsministerin: Wir regulieren an den Bürgerinnen und Bürgern vorbei

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat nach Gesprächen mit den CEOs führender Automobilhersteller und Zulieferer aus Baden-Württemberg vor den Folgen der aktuellen europäischen CO₂-Regulierung gewarnt.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
ILA

Baden-Württemberg setzt auf ILA ein deutliches Zeichen für Innovation und Technologie

Starker Auftritt in Berlin: Baden-Württemberg setzt auf ILA ein deutliches Zeichen für Innovation und Technologie .

Logo von Start up BW
Start-up BW

Neue Kandidaten für Gründungsprogramm Start-up BW Pre-Seed

Starthilfe für junge Unternehmen: Neue Kandidaten für Gründungsprogramm Start-up BW Pre-Seed.

Copyright: © facts and fiction / Stefan Schilling Fotografie
Ausstellung

Kreislaufwirtschaft zum Anfassen: Expo-Ausstellung aus Osaka kommt nach Stuttgart

Wie kann nachhaltiges Wirtschaften konkret aussehen? Antworten darauf gibt eine Wanderausstellung mit Exponaten aus dem Deutschen Pavillon der Expo 2025 in Osaka.

Portraitbilder Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Pharmaindustrie

Pharmaindustrie: Investitionen wandern ab – Deutschland muss gegensteuern

Die Ankündigungen von Boehringer Ingelheim und Eli Lilly, geplante Investitionen in Deutschland in erheblichem Umfang nicht zu realisieren, sind ein deutliches Warnsignal für den Pharmastandort Deutschland.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Medieninformation

Mannheim-Stadt beteiligt sich am bundesweiten Pilotprojekt „Schneller Gründen"

Finanzamt Mannheim-Stadt beteiligt sich am bundesweiten Pilotprojekt „Schneller Gründen“

Sieger Regional Cup Südlicher Oberrhein
Start-up BW

AugRep GmbH aus Freiburg gewinnt den Regional Cup Südlicher Oberrhein

Bühne frei für Innovation: AugRep GmbH aus Freiburg gewinnt den Regional Cup Südlicher Oberrhein des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Regional Cup Ludwigsburg - Sieger
Start-up BW

Camperr gewinnt den Regional Cup Ludwigsburg des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“

Bühne frei für Innovation: Camperr gewinnt den Regional Cup Ludwigsburg des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Sieger Regional Cup IP2INVEST
Start-up BW

OSORA medical aus Ulm gewinnt den Regional Cup IP2INVEST

Bühne frei für Innovation: OSORA medical aus Ulm gewinnt den Regional Cup IP2INVEST des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.