Delegationsreise

Markterkundungsreise von Staatssekretärin Theresa Schopper und Staatssekretärin Katrin Schütz nach Äthiopien und Kenia

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Vom 26. November bis 2. Dezember werden Staatssekretärin Theresa Schopper (Staatsministerium) und Staatssekretärin Katrin Schütz (Wirtschaftsministerium) mit einer 28-köpfigen Delegation in die Demokratische Bundesrepublik Äthiopien und die Republik Kenia reisen. Zur Delegation gehören Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, Kammern, Wirtschaftsverbänden, der Wissenschaft sowie Mitglieder des Landtags.

„Die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den Ländern Subsahara-Afrikas steht immer mehr im Fokus von Politik und Wirtschaft. Äthiopien und Kenia als zwei der chancenreichsten Märkte Ostafrikas können baden-württembergischen Unternehmen langfristig Chancen für ein wirtschaftliches Engagement eröffnen – durch hohe Wirtschaftswachstumsraten, steigende Bevölkerungszahlen und eine sich etablierende Mittelschicht“, sagte Staatssekretärin Katrin Schütz vor ihrer Abreise in Stuttgart. Während Kenia bereits seit vielen Jahren eine führende Rolle als Wirtschaftsmotor in der Region einnehme, gelte Äthiopien aufgrund seiner beeindruckenden Entwicklung als neuer Wachstumsmarkt in Ostafrika.

„Neben einer frühzeitigen Wahrnehmung von Kooperationschancen für baden-württembergische Unternehmen hat diese Reise auch zum Ziel, Akteure aus der Wirtschaft, der Entwicklungszusammenarbeit und der Zivilgesellschaft zusammenzubringen“, so Staatssekretärin Theresa Schopper. „Ein Fokus liegt dabei auf Unternehmen, die zukunftsweisende Ideen im Sinne der Nachhaltigkeit realisiert haben.“

Staatssekretärin Schopper erläuterte, dass die Bundesregierung mit breit angelegten Initiativen wie dem „Marshallplan mit Afrika“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der „Initiative Pro! Afrika“ des Bundeswirtschaftsministeriums eine partnerschaftliche Wirtschaftsentwicklung für mehr Wachstum, zur Verbesserung der Investitionsbedingungen und des Außenhandels in und mit den Ländern Subsahara-Afrikas fördere. „Die Zielsetzung, den deutschen Mittelstand zur Zusammenarbeit zu ermutigen, unterstützt auch die Landesregierung von Baden-Württemberg ausdrücklich“, so Schopper. „Denn eine Stärkung der äthiopischen und kenianischen Wirtschaft hat die Chance, Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen, wodurch sich die Lebensqualität der Bevölkerung und die wirtschaftliche Entwicklung verbessern.“

„Deutsche und auch baden-württembergische Unternehmen sind in Subsahara-Afrika bislang weniger vertreten als Unternehmen anderer europäischer Länder. Der deutsche Außenhandel mit afrikanischen Staaten macht aktuell lediglich zwei Prozent des Außenhandels aus – es ist also höchste Zeit, dass beide Seiten die Chancen für eine Zusammenarbeit nutzen“, ergänzte Staatssekretärin Schütz. Als verlässlicher Partner sei die baden-württembergische Wirtschaft an langfristigen Lösungen interessiert und strebe einen dauerhaften Erfolg für beide Seiten an. „Allerdings benötigen vor allem unsere kleinen und mittleren Unternehmen transparente, faire und verlässliche Rahmenbedingungen für ein wirtschaftliches Engagement in Äthiopien und Kenia“, so Staatssekretärin Schütz weiter.

Fotos der Delegationsreise finden in unserer Mediathek

Zum Programm der Markterkundungsreise:
In Gesprächsterminen und Präsentationsveranstaltungen mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern von Ministerien beider Länder, staatlichen Einrichtungen, Kammern und Wirtschaftsverbänden wichtiger Schlüsselbranchen sollen die Delegationsteilnehmerinnen und Delegationsteilnehmer umfassend über die Chancen und Herausforderungen für ein wirtschaftliches Engagement in Äthiopien und Kenia informiert werden. Außerdem findet in beiden Ländern ein Erfahrungsaustausch mit bereits vor Ort tätigen deutschen Unternehmen sowie mit Institutionen der deutschen Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit statt (zum Beispiel Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH und Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH). Damit soll über bestehende Förderinstrumente zur Weiterentwicklung von Geschäftspotenzialen in Entwicklungs- und Schwellenländern an der Schnittstelle von Außenwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit informiert werden.

Um die politischen Rahmenbedingungen sowie die Chancen und Herausforderungen für baden-württembergische Unternehmen zu diskutieren werden Staatssekretärin Schopper und Staatssekretärin Schütz in Äthiopien mit dem Minister für Wasser und Elektrizität, Dr. Seleshi Bekele, und dem Minister für Wissenschaft und Technologie, Dr. Getahun Merkuria, zusammentreffen. In Kenia ist ein Gesprächstermin mit dem Minister für Industrie und Handel, Adan Mohamed, geplant.

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt der Reise ist die „Ethiopian-German Economic Conference“, die am 28. November 2017 in Addis Abeba in Zusammenarbeit von Baden-Württemberg International und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit dem äthiopischen Außenministerium und Ethiopia Invest veranstaltet wird. Darüber hinaus findet auch in Nairobi für die teilnehmenden Unternehmen eine Kooperationsbörse zur Anbahnung von Geschäftskontakten mit Unternehmen vor Ort statt.

Hintergrundinformation zu Äthiopien:
Die Demokratische Bundesrepublik Äthiopien ist mit circa 102 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern nach Nigeria das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung in Afrika. Seit einigen Jahren befindet sich Äthiopien auf einem wirtschaftlichen Wachstumskurs und gilt – ausgehend von einem niedrigen wirtschaftlichen Niveau – als einer der möglichen Zukunftsmärkte in Subsahara Afrika. Im vergangenen Jahrzehnt wuchs die äthiopische Wirtschaft jährlich zwischen acht und elf Prozent und gehört damit zu den 20 am schnellsten wachsenden Ländern der Erde. Die äthiopische Regierung hat in den vergangenen Jahren stark auf den Ausbau der Infrastruktur sowie der Förderung der Wirtschaft gesetzt. Neben einem wachsenden Dienstleistungssektor ist vor allem der Agrarsektor von hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung, wobei der Übergang zu einer kommerziellen Landwirtschaft in Äthiopien zunehmend gelingt. Hiervon profitiert auch der Ausbau der Agrarindustrie, der Infrastruktur und der Energieversorgung. Zudem ist die äthiopische Industrie auf einem Wachstumskurs, insbesondere durch ausländische Investitionen in die Textil- und Lederindustrie. Die Regierung verfolgt ambitionierte Entwicklungs- und Investitionspläne. Im Herbst 2015 wurde von der äthiopischen Regierung der „Groth and Transformation Plan II“ veröffentlicht, der bis 2020 die Industrie in Sektoren wie Textilien, Leder und verarbeitete Agrarprodukte weiter ausbauen soll. Dazu wurden neue Infrastrukturprojekte begonnen oder geplant, vor allem solche, die die Herstellung von Elektrizität zum Ziel haben. Äthiopien ist es gelungen in den letzten Jahren viele ausländische Investoren ins Land zu holen, die sich vor allem in den neu entwickelten Industrieparks des Landes angesiedelt haben. Lieferchancen für deutsche Unternehmen werden derzeit vor allem für Hersteller von Maschinen für die Nahrungsmittel- und die Textilindustrie sowie Spezialtechnik zur Realisierung von Infrastrukturprojekten gesehen.

Hintergrundinformationen zu Kenia:
Kenia gilt als Wachstumsmotor in der Region Ostafrika. Der florierende Dienstleistungssektor wird vor allem von Informations- und Kommunikationstechnologien mit einer sehr aktiven Start-up Szene, dem Transportgewerbe und Finanzdienstleisten beflügelt. In Ostafrika nimmt Kenia eine regionale Führungsrolle ein und ist treibende Kraft in der East-African Community.

Kenias Vorzüge sind seine strategische Lage in der Region mit Mombasa als Eingangshafen, auch für Binnenstaaten wie Uganda und Südsudan, und seine liberale Wirtschaftsordnung mit einem starken Privatsektor. Das stabile Wirtschaftswachstum von durchschnittlich zwischen fünf und sechs Prozent in den letzten Jahren ist vor allem auf Faktoren wie eine diversifizierte Ökonomie, einer geringen Abhängigkeit von Exporten wie Öl oder Mineralien, einem wachsenden und zunehmend produktiven Agrarsektor, Infrastrukturinvestitionen und einem wachsenden Finanz- und Versicherungssektor zurückzuführen.

Weitere Meldungen

Copyright: © facts and fiction / Stefan Schilling Fotografie
Ausstellung

Kreislaufwirtschaft zum Anfassen: Expo-Ausstellung aus Osaka kommt nach Stuttgart

Wie kann nachhaltiges Wirtschaften konkret aussehen? Antworten darauf gibt eine Wanderausstellung mit Exponaten aus dem Deutschen Pavillon der Expo 2025 in Osaka.

Portraitbilder Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Pharmaindustrie

Pharmaindustrie: Investitionen wandern ab – Deutschland muss gegensteuern

Die Ankündigungen von Boehringer Ingelheim und Eli Lilly, geplante Investitionen in Deutschland in erheblichem Umfang nicht zu realisieren, sind ein deutliches Warnsignal für den Pharmastandort Deutschland.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Medieninformation

Mannheim-Stadt beteiligt sich am bundesweiten Pilotprojekt „Schneller Gründen"

Finanzamt Mannheim-Stadt beteiligt sich am bundesweiten Pilotprojekt „Schneller Gründen“

Sieger Regional Cup Südlicher Oberrhein
Start-up BW

AugRep GmbH aus Freiburg gewinnt den Regional Cup Südlicher Oberrhein

Bühne frei für Innovation: AugRep GmbH aus Freiburg gewinnt den Regional Cup Südlicher Oberrhein des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Regional Cup Ludwigsburg - Sieger
Start-up BW

Camperr gewinnt den Regional Cup Ludwigsburg des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“

Bühne frei für Innovation: Camperr gewinnt den Regional Cup Ludwigsburg des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Sieger Regional Cup IP2INVEST
Start-up BW

OSORA medical aus Ulm gewinnt den Regional Cup IP2INVEST

Bühne frei für Innovation: OSORA medical aus Ulm gewinnt den Regional Cup IP2INVEST des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Elevator Pitch Region Heilbronn-Franken
Start-up BW

Elevator Pitch Region Heilbronn-Franken

Bühne frei für Innovation: Nils Krumm aus Heilbronn gewinnt den Elevator Pitch Region Heilbronn-Franken des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

IW Junior Landeswettbewerb - Gemeinschaftsladen
Start-up BW

IW JUNIOR Landeswettbewerb Baden-Württemberg

Schülerfirmen „WonderBall“ und „Dorfgemeinschaftsladen“ gewinnen den IW JUNIOR Landeswettbewerb Baden-Württemberg.

Quelle: unsplash / dylan-gillis
Überbetriebliche Ausbildung

13 Millionen Euro für die überbetriebliche Berufsausbildung

Land unterstützt kleine und mittlere Betriebe mit 13 Millionen Euro für die überbetriebliche Berufsausbildung

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Förderung

Land stärkt digitale Innovationszentren

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert für drei Jahre die beiden European Digital Innovation Hubs (EDIHs) in Baden-Württemberg mit jeweils 720.000 Euro.

Bescheidübergabe am 6. Mai 2026
Förderung

Digital Hubs Bodensee und Region Bruchsal gefördert

Rund 6 Millionen Euro für Digitalisierung in der Fläche: Digital Hubs Bodensee und Region Bruchsal erhalten jeweils rund 500.000 Euro Förderung.

Bescheidübergabe am 6. Mai 2026
Förderung

Land fördert kommunale Innovationsinfrastrukturen mit rund 9,4 Millionen Euro

Das Wirtschaftsministerium hat im Rahmen des Förderaufrufs „Stärkung Regionaler Innovationssysteme (RIS) durch Ausbau und Modernisierung kommunaler Innovationsinfrastrukturen“ elf Vorhaben zur Förderung bewilligt.

Zwei Männer arbeiten in einer Bäckerei. Einer lacht dem anderen zu, während er mit den Händen Backwaren bearbeitet. Im Hintergrund ist die Backstube zu sehen.
Tag der Arbeit

Ministerin Hoffmeister-Kraut: Arbeit ist Basis für Wohlstand und Zusammenhalt

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, betont zum internationalen Tag der Arbeit am 1. Mai die Bedeutung von Arbeit, gesellschaftlichem Zusammenhalt und sozialer Marktwirtschaft.

Regional Cup Bodensee-Oberschwaben
Start-up BW

Regional Cup Bodensee-Oberschwaben des „Start-up BW Eleva-tor Pitch 2025/26“

Bühne frei für Innovation: Moritz Gloger und Nico Haas aus Uhldingen-Mühlhofen gewinnen den Regional Cup Bodensee-Oberschwaben des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichern sich das Ticket fürs Landesfinale.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Arbeitsmarktzahlen

Die übliche Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt bleibt aus

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, äußert sich anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.