Wirtschaft

Studie zur Wirtschaftspolitik in Baden-Württemberg

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Die Landesregierung hat beim Abbau der Staatsverschuldung großen Rückhalt in der Bevölkerung. In einer aktuellen Studie zur Wirtschaftspolitik wird der Schuldenabbau als wichtigste Aufgabe der Wirtschaftspolitik von 61 Prozent der Befragten genannt.

Weitere wichtige Erkenntnisse: Geld für Bildung und Schulen, Investitionen in die Infrastruktur und der "Faktor Mensch" (Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Herausforderungen einer alternden Gesellschaft) sind für die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg die wichtigsten Aspekte der Wirtschaftspolitik.                                                                                           

"Die Ergebnisse der Studie sind für mich Bestätigung für die strategische Ausrichtung meines Hauses, aber auch Ansporn für die Aktivitäten in den nächsten zwei Jahren", sagte Schmid bei der Vorstellung der Studie in Stuttgart. "Mit der Studie öffnen wir das Ministerium für neue Impulse und verbreitern das Fundament, auf dem wir Entscheidungen treffen. Wir werden für jedes Thema, das aus Bürgersicht besondere Dringlichkeit hat, prüfen, inwieweit wir unsere Aktivitäten noch weiter verstärken können."

In seiner Wirtschaftpolitik kann sich Minister Schmid bereits jetzt auf einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung stützen. Die wirtschaftliche Situation in Baden-Württemberg wird von 85 Prozent der Befragten als sehr gut oder gut bezeichnet. 70 Prozent bewerten die Wirtschaftspolitik der aktuellen Landesregierung als sehr gut oder gut. Fast alle Befragten (96 Prozent) sind außerdem der Meinung, dass Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Bundesländern besser dasteht.

Die wichtigsten Aufgaben

Befragt nach den wichtigsten Aufgaben von Wirtschaftspolitik in Baden-Württemberg nannten 61 Prozent die Verringerung der Staatsverschuldung, 58 Prozent Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie und 55 Prozent die Modernisierung der Infrastruktur.

Als wichtigste Herausforderungen wurden zuvorderst mehr Geld für Schulen und Bildung (73 Prozent), die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (73 Prozent) sowie der Wandel zu einer immer älter werdenden Gesellschaft (68 Prozent) genannt.

Für die repräsentative Studie befragte TNS infratest von Oktober bis November des vergangenen Jahres 1.001 Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger. Sie ist die erste Studie dieser Art sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene.

Die Wirtschaftspolitik der Landesregierung

Bei der Sanierung des Landeshaushalts setzt die Landesregierung auf einen Kurs, der drei Elemente miteinander verbindet: Konsequentes Konsolidieren, schrittweises Sanieren, gezieltes Investieren. Gerade die von den Bürgern identifizierten Themen waren bislang im Fokus von Investitionen. Beispiele:

  • Allein in die Kleinkindbetreuung werden wir bis einschließlich 2014 über 970 Millionen Euro zusätzlich investiert haben.
  • Die Haushaltsplanung sieht vor, dass wir bis 2015 eine Milliarde Eurozusätzlich in Bildung investieren.
  • Im letzten Nachtragshaushalt haben wir zusätzliche Mittel für unsere Straßeninfrastruktur bereit gestellt, so dass wir im Jahr 2014 mehr als 100 Millionen Euro in diesen Bereich investieren.

Zudem wurde das Wirtschaftsministerium in der laufenden Legislatur umstrukturiert. Die wirtschaftspolitischen Aktivitäten werden dementsprechend an zwei Säulen ausgerichtet.

Vor allem die zweite Säule ist in dieser Form neu:

  • Erstens: Die Stärkung der Wirtschaft - beispielsweise durch die Innovationspolitik des Landes.
  • Zweitens: Die Stärkung des "Faktors Mensch" in seiner Rolle im Wirtschaftsleben - hier reichen die Maßnahmen vom Ausbildungsbündnis bis hin zu den Beratungsstellen Frau und Beruf.

Schlussfolgerungen

Die Studie bestärkt das Finanz- und Wirtschaftsministerium zunächst auf seinem bisherigen Weg: Die Haushaltspolitik stellt eine vernünftige Balance zwischen Konsolidierung und der weiteren Investition in die Zukunft des Landes dar. Gleichzeitig ist die Studie wichtiges Element der gerade laufenden strategischen Planung für die restliche Legislaturperiode. Neben fachlichen Erwägungen steht für die Wirtschaftspolitik jetzt die Bürgersicht als ergänzendes Entscheidungskriterium zur Verfügung. Erfreulich ist, dass ein hohes Interesse an Wirtschaftspolitik besteht. Es gilt daher stärker darüber nachzudenken, wie die Aktivitäten in dem Bereich für die Bürger deutlicher sichtbar gemacht werden können.

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Automobilstandort

Hoffmeister-Kraut: Taskforce zur Stärkung des Automobilstandorts

Angesichts der ernsten Lage in der Automobilwirtschaft hatte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zu einem Spitzengespräch eingeladen.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Spitzengespräch

Wirtschaftsministerin lädt zu Spitzengespräch ein: „Es geht um jeden Arbeitsplatz“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut lädt angesichts der schwierigen Lage der Automobilindustrie zu einem Spitzengespräch ein.

Bescheidübergabe
Förderung

Rund 400.000 Euro für Digitalisierung im Handwerk

Beim Besuch des regionalen Digital Hubs „Regionale Digitale Kooperation im Handwerk“ (ReDiKo) in Rutesheim übergab Staatssekretär Thomas Dörflinger einen Förderbescheid in Höhe von rund 400.000 Euro an die Projektverantwortlichen.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
EU-Donaurraumstrategie

Europäische KI-Netzwerke stärken die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus dem gesamten Donauraum treffen sich heute (3. Juli) in Ulm, um über Digitalisierung, Künstliche Intelligenz (KI) und Cybersicherheit in Unternehmen zu diskutieren.

Wirtschaftsministerkonferenz 2026
Wirtschaftsministerkonferenz

WMK 2026: Mit Wettbewerb und Innovationen den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken

Die Wirtschaftsministerinnen und Wirtschaftsminister sowie Senatorinnen und Senatoren der Länder haben auf der Wirtschaftsministerkonferenz (WMK) in Baden-Württemberg ein klares Signal gesetzt.

Wirtschaftsministerkonferenz 2026 in Konstanz
Wirtschaftsministerkonferenz

Wirtschaftsminister der Länder tagen in Konstanz

Wirtschaftsminister der Länder tagen in Konstanz: Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland im Mittelpunkt.

Logo von Start up BW
Start-up BW

energieleser aus Stuttgart gewinnt den Regional Cup GROUND-BREAKERS

Bühne frei für Innovation: energieleser aus Stuttgart gewinnt den Regional Cup GROUNDBREAKERS Region Stuttgart des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Bescheidübergabe Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach | Neu-Ulm
Förderung

Digitalisierungszentrum mit rund 500.000 Euro gefördert

Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach | Neu-Ulm mit rund 500.000 Euro gefördert

Futuromundo 2026
Start-up BW

Schülerteam „Cover Curtains“ siegt beim Landesfinale „Start-up BW Young Talents“

Schülerteam „Cover Curtains“ aus Weil der Stadt siegt beim Landesfinale „Start-up BW Young Talents“ im Rahmen der FUTUROMUNDO.

Digital Hub Stuttgart
Digital Hub

Digital Hub Region Stuttgart mit 500.000 Euro gefördert

Der neu zusammengeschlossene Digital Hub Region Stuttgart wurde feierlich durch Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut in Böblingen eröffnet.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Futoromundo

Wirtschaftsministerium treibt interdisziplinäre Innovationen voran

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus präsentiert auf der FUTUROMUNDO CROSS INNOVATION CONFERENCE + FESTIVAL mit CYBERLÄND ein interdisziplinäres und hochkarätiges Programm.

unsplash / kendall ruth
Wirtschaftsgipfel

Wirtschaftsgipfel BW-EU on Tour

Mit der Premiere des neuen Formats „Wirtschaftsgipfel BW-EU on Tour“ bringt das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg seinen etablierten Dialog erstmals nach Stuttgart.

Die am Oberlauf der Donau gelegene Heuneburg
Tourismus

Tourismus Erfolgsfaktor im Land / Infrastrukturprogramm 2027 startet

Ab sofort können Städte und Gemeinden wieder Anträge auf Förderung ihrer geplanten touristischen Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des Tourismusinfrastrukturprogramms 2027 (TIP) stellen.

Regional Cup der IHK Rhein-Neckar
Start-up BW

Linq Photonics aus Heidelberg gewinnt den Regional Cup der IHK Rhein-Neckar

Zwei Rentner stehen mit ihren Fahrrädern am Bodensee und schauen auf den See.
Rentenreform

Wirtschaftsministerin fordert zügige Umsetzung der Vorschläge der Rentenkommission

Um Deutschlands Zukunftsfähigkeit zu sichern, seien jetzt Kompromissfähigkeit und Reformbereitschaft gefragt.