Digitalisierung

Wiederauflage der Digitalisierungsprämie

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Nach einem ersten erfolgreichen Modellversuch im Jahr 2017 wird die Digitalisierungsprämie des Wirtschaftsministeriums in einem weiteren Modellversuch als Tilgungszuschuss wiederaufgelegt. In 2018 stehen dafür aus Mitteln der Digitalisierungsstrategie der Landesregierung (digital@bw) 4 Millionen Euro zur Verfügung.

„Die Digitalisierung nimmt mehr und mehr Fahrt auf und prägt Alltag und Wirtschaft. Nur wenn wir ihre Chancen nutzen, werden wir weiter auf der Gewinnerseite stehen. Unser klarer Anspruch ist es, Baden-Württemberg auch in der digitalisierten Zukunft als führenden Innovations- und Wirtschaftsstandort zu positionieren. Das wird jedoch nur funktionieren, wenn auch der Mittelstand mitzieht und stark bleibt“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Montag (25. Juni).

Viele Mittelständler würden zwar die Bedeutung der Digitalisierung erkennen, zögen daraus jedoch noch keine oder nicht ausreichende Konsequenzen für die eigene Produktion oder das eigene Geschäftsmodell, so die Ministerin. „Mit der Prämie unterstützen wir deshalb die mittelständische Wirtschaft bei konkreten Schritten auf dem Weg in die digitalisierte Zukunft“, unterstrich Hoffmeister-Kraut.

Die Digitalisierungsprämie wird hierfür mit einem Förderdarlehen der L-Bank kombiniert. Die Digitalisierungsprämie war im Modellversuch des Jahres 2017 als direkter Zuschuss ausgereicht worden. Die dafür bereitgestellten Haushaltsmittel waren innerhalb weniger Wochen aufgebraucht.

Hoffmeister-Kraut: „Mit unserem neuerlichen Modellversuch bieten wir ein attraktives Unterstützungsangebot zur Digitalisierung in den Unternehmen – für Handwerk, Einzelhandel oder Gastgewerbe ebenso wie für das Verarbeitende Gewerbe oder für die Dienstleistungen.“ Ein Vorteil des neuen Angebots sei, dass die Digitalisierungsprämie mit einem kompletten Finanzierungsangebot für die jeweilige Digitalisierungsmaßnahme verbunden werde. Dies könne insbesondere auch für diejenigen Unternehmen sinnvoll sein, die nicht über freie Eigenmittel zur Finanzierung von Digitalisierungsmaßnahmen verfügten. Die Digitalisierungsprämie solle trotz begrenzter Mittel möglichst über den gesamten Jahresverlauf angeboten werden, betonte die Wirtschaftsministerin.

Die technische Umsetzung der Förderung wird aktuell zusammen mit der L-Bank zügig vorbereitet. Der neue Modellversuch der Digitalisierungsprämie wird am Montag, 9. Juli, starten. „Die Evaluation des Modellversuchs von 2017 hat gezeigt, dass wir mit einer Digitalisierungsprämie wertvolle Unterstützung für unsere mittelständischen Unternehmen leisten können, damit sie bei der Digitalisierung vorankommen. Mit dem neuen Modellversuch wollen wir erproben, inwieweit mit dem Angebot die Unternehmen bis 100 Beschäftigte branchenübergreifend und in der Fläche des Landes erreicht werden können“, erläuterte Hoffmeister-Kraut. Ziel sei es auch, mit der Fördermaßnahme ein möglichst großes Investitionsvolumen in Digitalisierungsprojekte des Mittelstands anzustoßen.

Auf Basis der Ergebnisse beider Modellversuche wolle das Wirtschaftsministerium über die abschließende Ausgestaltung der Digitalisierungsprämie entscheiden.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie
Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund 1 Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-Ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

Weitere Informationen unter:

https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme/liste-foerderprogramme/digitalisierungspraemie/

https://www.wirtschaft-digital-bw.de/massnahmen/digitalisierungspraemie/

www.digital-bw.de

 

Weitere Meldungen

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Die Umsetzung der vereinbarten Arbeitszeitreform ist völlig unzureichend.

Die Ausnahme muss zur Regel werden, fordert Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut.

Heute Shuttle, morgen Lieferfahrzeug
U-Shift

Ein Fahrzeug für (fast) alle Fälle: U-Shift denkt Mobilität neu

Bei der Abschlussveranstaltung des Förderprojekts „U-Shift II“ zeigen die Projektpartner in Karlsruhe, wie die Mobilität der Zukunft aussehen kann, und sie geben Einblicke in ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich Autonomes Fahren.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Start-up BW

Zwei IW JUNIOR Schülerfirmen aus Baden-Württemberg gewinnen in Köln

Zwei Schülerfirmen aus Baden-Württemberg haben im IW JUNIOR Bundeswettbewerb in Köln am 16. Juni die Bronzemedaille sowie den Sonderpreis für das "Beste Pitch Deck" geholt.

Asien-Pazifik Summit 2026
Summit

Erster Asien-Pazifik Summit in Stuttgart

Leitthema: „Wie sichert Baden-Württemberg seine Wettbewerbsfähigkeit im Innovationswettlauf in der Asien-Pazifik-Region?“

Eine Lehrerin hängt ein Bild an einer Tafel auf. Im Hintergrund sind Schüler zu sehen.
Zumeldung

Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial von Frauen

Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut unterstützt die Einschätzung von DIW-Chef Marcel Fratzscher, dass in der hohen Teilzeitquote von Frauen ein riesiges ungenutztes Arbeitskräftepotenzial liege. Dies sei auch in Baden-Württemberg der Fall.

Logo von Start up BW
Start-up BW

SquareNeo GmbH aus Karlsruhe gewinnt den Regional Cup Karlsruhe

Bühne frei für Innovation: SquareNeo GmbH aus Karlsruhe ge-winnt den Regional Cup Karlsruhe des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Regulierung

Wirtschaftsministerin: Wir regulieren an den Bürgerinnen und Bürgern vorbei

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat nach Gesprächen mit den CEOs führender Automobilhersteller und Zulieferer aus Baden-Württemberg vor den Folgen der aktuellen europäischen CO₂-Regulierung gewarnt.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
ILA

Baden-Württemberg setzt auf ILA ein deutliches Zeichen für Innovation und Technologie

Starker Auftritt in Berlin: Baden-Württemberg setzt auf ILA ein deutliches Zeichen für Innovation und Technologie .

Logo von Start up BW
Start-up BW

Neue Kandidaten für Gründungsprogramm Start-up BW Pre-Seed

Starthilfe für junge Unternehmen: Neue Kandidaten für Gründungsprogramm Start-up BW Pre-Seed.

Copyright: © facts and fiction / Stefan Schilling Fotografie
Ausstellung

Kreislaufwirtschaft zum Anfassen: Expo-Ausstellung aus Osaka kommt nach Stuttgart

Wie kann nachhaltiges Wirtschaften konkret aussehen? Antworten darauf gibt eine Wanderausstellung mit Exponaten aus dem Deutschen Pavillon der Expo 2025 in Osaka.

Portraitbilder Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Pharmaindustrie

Pharmaindustrie: Investitionen wandern ab – Deutschland muss gegensteuern

Die Ankündigungen von Boehringer Ingelheim und Eli Lilly, geplante Investitionen in Deutschland in erheblichem Umfang nicht zu realisieren, sind ein deutliches Warnsignal für den Pharmastandort Deutschland.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Medieninformation

Mannheim-Stadt beteiligt sich am bundesweiten Pilotprojekt „Schneller Gründen"

Finanzamt Mannheim-Stadt beteiligt sich am bundesweiten Pilotprojekt „Schneller Gründen“

Sieger Regional Cup Südlicher Oberrhein
Start-up BW

AugRep GmbH aus Freiburg gewinnt den Regional Cup Südlicher Oberrhein

Bühne frei für Innovation: AugRep GmbH aus Freiburg gewinnt den Regional Cup Südlicher Oberrhein des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Regional Cup Ludwigsburg - Sieger
Start-up BW

Camperr gewinnt den Regional Cup Ludwigsburg des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“

Bühne frei für Innovation: Camperr gewinnt den Regional Cup Ludwigsburg des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Sieger Regional Cup IP2INVEST
Start-up BW

OSORA medical aus Ulm gewinnt den Regional Cup IP2INVEST

Bühne frei für Innovation: OSORA medical aus Ulm gewinnt den Regional Cup IP2INVEST des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.