Equal Pay Day

Wirtschafts- und Arbeitsministerin zum Equal Pay Day am 18. März 2019

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Der Aktionstag „Equal Pay Day“ jährt sich am kommenden Montag (18. März) zum zwölften Mal. An diesem Tag wird auf Verdienstunterschiede von Frauen und Männern aufmerksam gemacht. Der „Equal Pay Day“ markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Gehaltsunterschied. Umgerechnet ergibt sich damit eine Einkommenslücke von 77 Tagen.

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut appellierte heute (15. März) an die Unternehmen im Land: „Gleichberechtigte Karriere- und Einkommenschancen müssen selbstverständlich sein. Wir müssen das Potenzial gut ausgebildeter weiblicher Talente bestmöglich nutzen, um dem Fachkräftemangel in der Südwestwirtschaft entgegenzuwirken. Denn eine innovative Wirtschaft benötigt qualifizierte Frauen.“ Ihr Appell richtet sich aber auch an die Frauen im Land: „Wählen Sie Zukunftsberufe, die berufliche Perspektiven und gutes Einkommen bieten. Wir unterstützen u. a. bei der Berufswahl, um Sie für Zukunftsberufe in unserer Wirtschaft 4.0 zu begeistern. Mit ihren vielfältigen Fähigkeiten können Frauen die Zukunft der Wirtschaft aktiv mitgestalten“, so die Ministerin. Mit der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ möchte das Wirtschaftsministerium die Attraktivität technisch-naturwissenschaftlicher Berufsfelder erhöhen und mehr Frauen für die MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gewinnen. Diese bieten besonders gute Verdienstmöglichkeiten und Karriereperspektiven aufgrund der Wirtschaftsstruktur in Baden-Württemberg.

„Das Jahresmotto 2019 des Landesprogramms Kontaktstellen Frau und Beruf lautet ‚Du verdienst MEHR‘, um Frauen ganz im Sinne des Equal Pay Days zu sensibilisieren“, führte die Ministerin aus. Hierzu findet von März bis Dezember 2019 eine Veranstaltungsreihe statt, bei der Expertinnen, Beraterinnen sowie Personalverantwortliche diskutieren, wie der Gender Pay Gap oder Pension Gap abgebaut werden können. „Machen Sie das Motto ‚Du verdienst MEHR!‘ zu Ihrem Motto. Nehmen Sie Ihre Karriere in die Hand, steigen Sie nicht unter Ihrem Wert ein, verhandeln Sie gut und denken Sie auch langfristig an Ihre Absicherung durch ein gutes Einkommen und die Altersvorsorge“, so Ministerin Hoffmeister-Kraut.

Nach neuesten Erhebungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg ist das Entgelt für Frauen in Baden-Württemberg im Durchschnitt um 21,2 Prozent geringer als das ihrer männlichen Kollegen (unbereinigter Verdienstunterschied). Die Gründe für die hohe Einkommensdifferenz zwischen Frauen und Männern sind vielfältig. Der wichtigste Einflussfaktor des so genannten „Gender Pay Gaps“ ist das geschlechtsspezifische Berufs- und Branchenwahlverhalten von Frauen und Männern. Hinzu kommen familiär bedingte Erwerbsunterbrechungen, häufigere Teilzeitbeschäftigungen und Minijobs von Frauen sowie weniger Frauen in Führungspositionen, die den Gender Pay Gap verursachen.

Am 22. März startet die Veranstaltungsreihe in Mannheim mit einem Vortrag zum Thema „Souverän verhandeln – mehr verdienen: die erfolgreiche Gehaltsverhandlung“. Bis Dezember 2019 folgen weitere Veranstaltungen, die sich inhaltlich mit verschiedenen Themen wie beispielsweise Karriereplanung und Finanzplanung, Gehaltsverhandlungen, Alterssicherung befassen.

Neben der Unterstützung bei der Berufswahl, spielt auch der Ausbau der Kleinkindbetreuung sowie umfangreiche Beratungs- und Coaching-Angebote für Frauen in allen beruflichen Lebenslagen eine wichtige Rolle. So fördert das Wirtschaftsministerium seit vielen Jahren das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf. Die Kontaktstellen Frau und Beruf unterstützen die erfolgreiche berufliche Integration von Frauen durch ein verlässliches, ganzheitliches Beratungsangebot. Dabei reichen die Themen von der beruflichen Orientierung und dem Einstieg über den Wiedereinstieg und Aufstieg bis zur Existenzgründung und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Zum Video

Weitere Informationen zu den Maßnahmen des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg unter:

http://wm.baden-wuerttemberg.de/de/arbeit/gleichstellung-in-der-wirtschaft
http://www.mint-frauen-bw.de

http://www.frauundberuf-bw.de

 

KFB_Jahresthema 2019

Weitere Meldungen

unsplash / Johannes Plenio
Digital Hub

Digital Hub Region Stuttgart mit 500.000 Euro gefördert

Der neu zusammengeschlossene Digital Hub Region Stuttgart wurde feierlich durch Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut in Böblingen eröffnet.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Futoromundo

Wirtschaftsministerium treibt interdisziplinäre Innovationen voran

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus präsentiert auf der FUTUROMUNDO CROSS INNOVATION CONFERENCE + FESTIVAL mit CYBERLÄND ein interdisziplinäres und hochkarätiges Programm.

unsplash / kendall ruth
Wirtschaftsgipfel

Wirtschaftsgipfel BW-EU on Tour

Mit der Premiere des neuen Formats „Wirtschaftsgipfel BW-EU on Tour“ bringt das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg seinen etablierten Dialog erstmals nach Stuttgart.

Die am Oberlauf der Donau gelegene Heuneburg
Tourismus

Tourismus Erfolgsfaktor im Land / Infrastrukturprogramm 2027 startet

Ab sofort können Städte und Gemeinden wieder Anträge auf Förderung ihrer geplanten touristischen Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des Tourismusinfrastrukturprogramms 2027 (TIP) stellen.

Regional Cup der IHK Rhein-Neckar
Start-up BW

Linq Photonics aus Heidelberg gewinnt den Regional Cup der IHK Rhein-Neckar

Zwei Rentner stehen mit ihren Fahrrädern am Bodensee und schauen auf den See.
Rentenreform

Wirtschaftsministerin fordert zügige Umsetzung der Vorschläge der Rentenkommission

Um Deutschlands Zukunftsfähigkeit zu sichern, seien jetzt Kompromissfähigkeit und Reformbereitschaft gefragt.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Konjunkturprognose

Zumeldung zur aktuellen Konjunkturprognose des IAW und der Universität Hohenheim

Endlich wieder Wachstum im Land!

Eine Gruppe Menschen steht auf einer Wiese. Im Hintergrund ist ein Baum zu sehen. Vor der Gruppe stehen gelbe und blaue Buchstaben: BW und UK.
Brexit-Referendum

10 Jahre Brexit-Referendum

Wirtschaftsministerin fordert noch ambitioniertere EU-UK-Partnerschaft.

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Die Umsetzung der vereinbarten Arbeitszeitreform ist völlig unzureichend.

Die Ausnahme muss zur Regel werden, fordert Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut.

Heute Shuttle, morgen Lieferfahrzeug
U-Shift

Ein Fahrzeug für (fast) alle Fälle: U-Shift denkt Mobilität neu

Bei der Abschlussveranstaltung des Förderprojekts „U-Shift II“ zeigen die Projektpartner in Karlsruhe, wie die Mobilität der Zukunft aussehen kann, und sie geben Einblicke in ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich Autonomes Fahren.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Start-up BW

Zwei IW JUNIOR Schülerfirmen aus Baden-Württemberg gewinnen in Köln

Zwei Schülerfirmen aus Baden-Württemberg haben im IW JUNIOR Bundeswettbewerb in Köln am 16. Juni die Bronzemedaille sowie den Sonderpreis für das "Beste Pitch Deck" geholt.

Asien-Pazifik Summit 2026
Summit

Erster Asien-Pazifik Summit in Stuttgart

Leitthema: „Wie sichert Baden-Württemberg seine Wettbewerbsfähigkeit im Innovationswettlauf in der Asien-Pazifik-Region?“

Eine Lehrerin hängt ein Bild an einer Tafel auf. Im Hintergrund sind Schüler zu sehen.
Zumeldung

Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial von Frauen

Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut unterstützt die Einschätzung von DIW-Chef Marcel Fratzscher, dass in der hohen Teilzeitquote von Frauen ein riesiges ungenutztes Arbeitskräftepotenzial liege. Dies sei auch in Baden-Württemberg der Fall.

Logo von Start up BW
Start-up BW

SquareNeo GmbH aus Karlsruhe gewinnt den Regional Cup Karlsruhe

Bühne frei für Innovation: SquareNeo GmbH aus Karlsruhe ge-winnt den Regional Cup Karlsruhe des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Regulierung

Wirtschaftsministerin: Wir regulieren an den Bürgerinnen und Bürgern vorbei

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat nach Gesprächen mit den CEOs führender Automobilhersteller und Zulieferer aus Baden-Württemberg vor den Folgen der aktuellen europäischen CO₂-Regulierung gewarnt.