Kreisbereisung

Wirtschaftsministerin besucht Landkreis Lörrach – Einweihung der Power-to-Gas-Anlage in Wyhlen

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Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut (r.) auf Kreisbereisung im Landkreis Lörrach (Bild: © Wirtschaftsministerium)

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat ihre regelmäßigen Kreisbereisungen im Land am Donnerstag (15. November) mit einem Besuch im Landkreis Lörrach fortgesetzt.

„Die Menschen und die Unternehmen im Land sorgen täglich dafür, dass Baden-Württemberg eine führende Wirtschafts- und Innovationsregion in Europa ist. Das wollen wir erhalten. Der Südwesten Deutschlands soll auch in Zukunft eine lebenswerte und attraktive Heimat bleiben“, sagte Hoffmeister-Kraut. Sie wolle im direkten Kontakt mit den Menschen diskutieren, welche Herausforderungen dafür gemeistert und welche Chancen genutzt werden müssten.

Auftakt im Programm der Ministerin war die offizielle Einweihung des Power-to-Gas-Leuchtturmprojekts in Grenzach-Wyhlen, das vom Wirtschaftsministerium mit 4,5 Millionen Euro gefördert wird und sogenannten „grünen“ Wasserstoff erzeugen soll. Die Power-to-Gas-Anlage nutzt den Ökostrom des Wasserkraftwerks Wyhlen und erzeugt durch Elektrolyse Wasserstoff. Dieser Wasserstoff ist so rein, dass er als Kraftstoff für Brennstoffzellen-Fahrzeuge genutzt werden kann. „Mobilität ist noch auf absehbare Zeit nicht ohne Verbrennungsmotoren denkbar. Um trotzdem die Bemühungen für den Klimaschutz zu verstärken, müssen auch neue Wege gegangen werden. Der verstärkte Einsatz regenerativer, synthetischer Kraftstoffe ist solch ein Weg. Mit der Power-to-Gas-Anlage zeigen wir den wirtschaftlichen Betrieb dieser Technologie“, so Hoffmeister-Kraut.

Die Ministerin betonte, ihr Ministerium sei für zentrale Zukunftsthemen verantwortlich, die in den kommenden Jahren für den Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit, aber auch für den sozialen Frieden Baden-Württembergs entscheidend seien. Herausforderungen seien beispielsweise die Sicherung des Fachkräftebedarfs und der Innovationskraft. Auf der anderen Seite biete die zunehmende Digitalisierung Chancen. Für Baden-Württemberg sei es „von zentraler Bedeutung, die Digitalisierung zu nutzen, um unsere Spitzenstellung weiter auszubauen und langfristig zu sichern. Aber noch immer gibt es bei uns zu viele, die sich beim digitalen Wandel eher zögerlich oder skeptisch verhalten. In dieser Zeit großer Transformationen müssen wir Wagnis aber wieder viel mehr als Chance begreifen“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Welche Rolle Digitalisierungstrends, aber auch das Thema Fachkräftesicherung im Landkreis Lörrach spielen, davon verschaffte sich die Wirtschafts- und Arbeitsministerin in Weil am Rhein bei der ARaymond GmbH & Co. KG sowie bei der fewe Feinstdrehteile GmbH einen persönlichen Eindruck. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aber auch grenzüberschreitende Wirtschaftshemmnisse sowie die Mitarbeiterentsendung nach Frankreich oder in die Schweiz waren Themen des Besuchs der Ministerin in der einzigen trinationalen Bürgerberatungsstelle INFOBEST Palmrain.

Zum Abschluss der Kreisbereisung wurde der Ministerin das Projekt 3Land vorgestellt, in dessen Rahmen im Dreiländereck ein länderübergreifender Stadtteil mit Arbeitsplätzen und Wohnraum für 20.000 Menschen entstehen soll. Die Entwicklung des Baseler Stadtteils 3Land ist eines von bislang 32 nominierten und vornominierten IBA-Projekten (Internationale Bauausstellung Basel). Das Wirtschaftsministerium unterstützt die IBA-Basel mit insgesamt 700.000 Euro, da diese das Ziel hat, grenzüberschreitend einen zukunftsfähigen, qualitativ hochwertigen und attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum zu schaffen.

Zu den wertvollen Eindrücken, die sie bei ihren Kreisbereisungen sammle, sagte Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut, die Politik könne am besten durch eigene Anschauung und das Zuhören vor Ort die Informationen erhalten, die zum Setzen richtiger Rahmenbedingungen notwendig seien. „Meine Kreisbereisungen bieten dafür vielfältige und gute Möglichkeiten.“

Bilder der Kreisbereisung finden Siehier.

 

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